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Bd. 9 (1877) Geistchen - Hansemann
Entstehung
Seite
789
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©anoobcr (©cfdjidjte).

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außerhalb bevfefbeit für bie Dppofttioit feljr ttjättggewefeit Wat, u. bie ©nspeufton StumanitS, ©tabt»birectorS in §., bem man uorgüglidj beit SBiber-ftanb ber Stefibeng u. bie ©iitgabe einer ijkotefta»tion berfctbcn gegen bie 5lufl;ebitng ber Verfaffmtgtoott 1833 beim sBunbeStage gnjdjrieb. SllS biefe»egen eines g-ormenfetiterS gttrüdgeroiefene ©in«gäbe gleidj barauf in ber gehörigen gorm Bonber ©tabt §. mieberljott mttrbe u. mehrere ähn-liche ©ingaben Boit anberen ©täbten beS König-reichs erfolgten, gab ber VnnbeStag eine ©rflär*ung (©ept. 1839), worin er fid; Weber für nod)gegen bie SfledjtSbeftänbigfeit ber Verfaffmtg Bon1833 attSJprad;, aber bie .goffnung gu erlerntengab, baß fid) bie l;anuöuerfd;e 'Jiegicvmig mit benbermaligen ©tänben einigen werbe. Siefer SSttn-beSbe[d;luß würbe in |j. bttrd; eine 'firoctamationbelaimt gemacht, and; Bott ben Sangein Beriefen.Slm 10. geb. 1840 würbe bie allgemeine Stäube«nerfammlititg auf beit 19. SJtärg wieber einbentfei:u. gur Vollgiel;uug ber felflenben SBaljlcit ermahnt;mirfltd; feubetc bie Uninerjität ©öttingeu tutb bieSDteljrgahl ber bisljer nod; wiberftrcbe'nben ©täbteit;re Seputirten, mir bie ©täbte §aitnoBer, DSna°brüd, ©eile, ÜJtünben, §atneiit, §arbttrg weigertenftd;, bie ffiatjl gu ergangen; bie ©tänbcBerfammlititgbegann aber benttod;, als Bottgätjüg, ben 19. HTfätgil;re Sifgmtgen. @te billigte bie it;r wieber Bor=gelegte neue Verfaffmtg am 6. Slug. 1840, italjmba§ Vubget ohne äBiberfprndj att u. Würbe, nach«bem bieS gefdjefjett war u. ftc baS neue ©rintinal-gefehbnd; angenommen u. bent Könige eine Saul«abreffe überreicht hatte, 21. Slug, attfgclöfl. Slud;gab ber Kronpttng nach Slmtal;nte ber Verfaffungeine förmliche ©rftäruiig, baß er mit berfelbeueinBerftanben Wäre u. biefclbe, wenn er einft gurStegiernng länte, nicht äitbern werbe. ü)tit biefeuSJtaßregeln Waren jebod; bie bifftbtrenbeit ©täbteliiert gufriebett; fie mattbten ftd; Bielmet;r tut;einer neuen 'ßrotcjiation gegen bie neue Verfaffmtgan ben VnnbeStag, batten aber baniit cbeufo melüg ©rfolg als bie oftftteftfdfe IJkoBingiatBerfamntInttg mit dfrem ifjrotefte u. bie OSitabrüder ißro«Biitgiallaubfcbaft mit ihrer ^Petition. S11S bie gweiteKammer 1841 eine tpetition gu ©fünften beS StaatsgruttbgefeheS Bon 1833 untcrjtü^te, unter ißibevfprucb'ber ©rften Kammer, warb bie ©täubeBer-jammluitg 30. fynui aufgelöji u. ba§ Vubget Ber-möge ber neuen Verfaffung auf 3 Qat;re als fort«beftetjeub ertlärt. Sie neuen 2Baf;!en fielen in«folge ber ©inmirlung ber fliegierung itt bereit©tune aus, Bon ben entfdjiebenften früheren ®eg=ltertt ber 9iegiermtg (©tüne, ©hriftiani, Vttbbeit«berg jc.) hatte (einer eilt SKanbat erhalten. Sie2. Sec. eröffnete ©täitbeBerfamtnlung genehmigtenach SSunfch ber (Regierung ben 21n[<hluß an benßottoerein itid;t, bafür aber baS ©ifenbiitjngefeß;ba ftc jebodj ben erhöhten SJIilitäretat ablehnte,würbe fte Bertagt 14. fyittti 1842, ohne baß eSgu ben früher üblich gewefenen ißroteften oberSlnträgen bezüglich ber VerfaffungSfrage gelotn«men märe. SaS .gauptintereffe brehte ftd) ummaterielle Verbeffermtgen; 1843 fam gmifd;en §.u. Preußen ein Vertrag über bie ©mSfcpifffahrt,gwtfchett §. uitb Sänetnarf ein folcher über ben©IbBerfebr gu ©tanbe; ber ©mSgotl würbe aufge«

hoben; fobattit murbeit Berfdjtebette §anbelSBer-träge abgefd;loffen, mit beut ßotlBeretu bagegenjebe SBerhaublung abgebrodjen, ©mbeit ttnb |>ar-bürg gu Freihäfen erhärt, baS ©ifenbahnfdjtetten*tte(s weiter auSgebehnt, 6ebentenbe §afcuaulagenunternommen, ein ©chubgefelg gu ©tanbe gebracht SllleS unter bereitwilliger 3ujtimmnng ber Katn-tnent. Sluch bie langwierigen ©treitigleiteii mitber oftfriefifdjett (ßroBingiallaubfchaft mitrbeit nachbeS SJtiniftetS B. ©djeele, beS .fjaupturßeberS berVerfaffungSäubernng Bon 1837, Sobe burd; Stit-edennung ihrer ®ercd;tfame ertebigt, mit ben Ds«nabrüder f)3rooingialftäiiben fpriebeu tjergeftellt, bieSuSfd;ließung ber gujligbeamten \) 01t p cu ©tänbe«fammcrii aufgehoben, eitblid; and; bem lepteu po-litifd;eit ®efaitgeiten Bont $. 1831, bem SlbBoca»ten ©eibeuftiefer, Vegnabtgmtg gewährt unter berVebhtgmtg ber SluSmanberitng ttad; Slmerifa. fyn«beffett währte bie (Sintradjt nicht lange. @d;ott imy. 1845 begann bie Diegientng olpte SDtitmirfung berStäube iit ben bebeutenbfteit Stabten, barmtterSette u. Süncburg, nette ©täbteorbnungen eingn«fül;ren, Woburch ber fliegieruugSgewalt ein tief-gcheuber ©inflttg auf bie ®emeinbeangelegent;eitengeftchert, bie ijJoligeiberwaltnng ben ftäbtifchen SSe«hörbett genommen uitb baS Stecht ber VerwerfungBer ®emeinbewahteu Borbehalten mürbe. SiefesVorgehen, fowie ber 9tüdfd;Iag, welchen bie Wad;«feitbe Vebeutmtg ber übrigen beutfehen Kammernauf bie öffentliche SOteinung übte, brachten eine©törung in baS bisherige S3erf;ättnig. Stur mitBtühe gelang eS ber Stegierung, einen auf ber©frunblage ber ©et;eimt)attung uitb ©chriftli^leitrul;eubett ©inilproceffgefehentwnrf, burchgubringen,itad;bem baS Verlangen nadh Öffentlicpteit nnb-Dtiinblichteit u. ber Sihtnfd; eines Seutfchen ®e=fcbbttcheS SlitSbrud gefituben hatte.

Stach ber BerfaffitugSgemäjjeit Slnpfung bet feit6 fjapreii thatigeu ©tänbcBerfamtitlung geugtenBie Stenmahteu (Stob. 1847) boit einer lebhaftenSheii"at;me ber VeBölterung; Biele SInt;änger berVerfaffung Bott 1833 würben gu Slbgeorbiteten ge-wählt, bagegen ber Sh ef na fy" te 33eamtenftan«beS au ben SammerBcrbattblungen möglichft Bor-gebeugt. Sie abfd;Iägige Slntwort ber Stegieritngauf baS Bon .©eiten §ilbeSl;eitnS geäußerte Ver-langen ber Öffentlid;fctt ber ftäbtifchen Verfjanb*Iitngen, baS Verbot ber SttritBereine (fgan. 1848),Bie poligetlid;e flbermadptng ber Siebertafeln unBSefe- u. ©efangneretne (gebt. 1848) gingen bemein paar 2Bod;en barauf etntretenben Umfchlag berSinge BorattS.

Stach ber fßarifer atebolution bom 1848trat bie ©tabt §. 3. SJtärg mit einer Vetition umfchleuttige Verufuttg ber ©tänbe, ißreßfreiheit,VolfSBertretung bei bem Vunbe, ©rrtchtmtg bduV ürgermehr u. freies VerfammIungSred)t herbor.Ser Sönig Berfprach bagcgeit nur bte ©inbentf»ung ber furg Borher Bertagten ©tänbe auf ben28. 3)Zärg. (Reffen mehrten ftch bie Slbreffen,mähmtb baS Vettehmen ber Vdiget ber anfgereg-tett VeBöllerung, bef. ben ©ötttnger ©tubentengegenüber, bie ©rbitterung immer met;r fteigerte,fo baß ber ftöitig 17. 2Jtärg fid; cnblid; Beranlaßtfaß, ^reßfreit;cit, Öffentlid;leit ber ©täubeBerI;anb»Iitngen, freies VerfammlnngSrecht, Bollftänbige SBie-