Druckschrift 
Bd. 9 (1877) Geistchen - Hansemann
Entstehung
Seite
704
Einzelbild herunterladen
 

704

§aI6au —

SluSnahme beS ®aumenS, mit Krallen. ©dfwauglang, fteifßaarig. ©ebiß bcnt ber 9tagetl)iere äl)it»ließ. Cliiromys madagascariensis Desm., ginger*Ißier, 3tr)c»2lije, SDfabagaScar, fetten. gatimd.

§nlbcm, 'Stabt im Streife ©agait beS preuß.Stegbeg. Siegniß, au bei' kleinen ©fhirue, Stationbei 9tieberfhlefifd)»iDtürtifd)en ©ifenbaßit; ©cßloß,Baumwollen* u. ®amaftmeberei; 1100 ©w. —§. gehörte ehemals gut Dberlauftß.

Halbblut, ein Don 2 Derfhiebenen fflaffett einer2lrt (meift ebterent fDtäuuheit u. gemeinem 2Beib»heit) ergeugteS ©bist.

§albbritbei'fd)ttft, ein lircßlih gemeintergreunbfd)aftSbuubgtDeieriuleiiiem©ermaitbtfhaftS=Derßältuiß gu eiitanber fteßenber fßerfonett gleichen©efcßlehts, ber gmifheit beibeit ein gefcßwifterliheSSSerljättniy ßerftedt, für baS Sebeit unlösbar ift,beibe ©heile 3 U gegenfeitiger §ilfeleiftuitg u. ©reuenod) ftrenger als ©lutSDerwanbtfdjaft Derpfticßtet.®iefe 31rt greuubfdjaftSbunb ift bei bett ©©laoeitfhon Don Otters l)er üblich.

halbbürtige ©cfdjlnifter (gatbgefcßmifler,fjalbbrüber, §albfhweftern), ©efdjwifter, welchenur eilten ber beiben ©Item mit eiitanber gemeinhaben; im bürgerlichen Sebeit werben biefelbenauch, aber unrichtig, ©tiefgefdjmifter genannt, welcheleisteten jeboeß auS früheren ©Ijeit beiber Güterngufammengebrachte Kiitber finb, uub baßer Weber©ater noch SRuttcr gemein habe.

halber Beweis, ein nicht DotCftänbig, aberbi§ gu einem gewiffeit ©rabe Don StBafjrfc^einlich»leit erbrachter ©eweis. ©elbjt nach ber älteren©eweistßeorie, welche beit DRcßter bei ber i|3rüf»uitg eines im ©ioilproceffe geführten ©eweifeS anobjectioe Siegeln binbeit gu fönneit glaubte, ließftcO bie ©intheilmtg in DoHeit u. halben ©eweisnur burchfüßren, wenn man an beut ©rutibfaßebeS 3töuiijd;eu u. Kaitoiiifdfeu 9tecßtS feft^ielt, bajjein burd) 3 eu S en geführter ©eweis lebiglid) baituals eilt Doüer gu betrachten wäre, Weint gweiclaffifche geugett bie gu beweifenbe ©ßatfahebetätigen. ©eint fteht man bloß auf bie 3aßl bererforberltcßeit gettgen, }o lägt ftd) Don beut burd) ei»neu clajfijdjen Qeugeit geführten ©eweis allerbingSfageu, baß er eilt §. ©. fei. Slber ber angegebene©runbfah gab burch baS ©rforbentiß ber gweiclafjifcheu Beugen auch nod) ©eraulaffititg guanberen ©intßeiluiigen eines burch 3 e ugeit geführten©eweifeS, inbent fid) barait bie grage fnüpfte, obnicht auch Derbäcßttge 3eugeit, wenn fte altein ftäit-ben, weuigftenS ©troaS beweifeit, ober, weint ftemit einem clafftfhett 3 e ugen concurrirtcn, wenig»flenS ben ©eweis DerDollftänbigeii Knuten, ©ogelangte man gu maitnigfahett, objectiD itiht gubeftinnnenben äbftufungett eines geführten 3eugen=beweifeS, weihe mau unter bie Kategorien: §.©., mehr uub weniger als halber ©eweis, ohnejebe weitere Slitgabe greifbarer ©iutl)eiluitgSinerl»male, lebiglid) mit ber goige brachte, baff bei einemhalben ob. mehr als halben ©eweife auf einen ®r*fitßungSeib, bagegeit bei einem weniger als halben©eweife auf einen SieiniguugSeib gu erlernten wäre.©S bebarf leinet weiteren äluSfühutng, bajj bieDorftetjeub gefdjilberte Uitllarheit ftd) wo möglihnoch Dermehrt, wenn mau beit SOiaßjlab ber §älftebes ©eweifeS an ben burd) anbere Beweismittel,

§oI6er[tabt.

als bni'h 3 eu gen geführten ©eweis itnb Dielleihtfogar an ben fogeit. fünftlid)eit ©eweis anlegt.

— ®ie ältere ©eweiStheorie beS SiDtlproceffeSift ber freien ©eweiStheorie ber neuen ©trafpro»cefjorbnitng bereits tl)ntfäd)lid) gewichen unb ber iEntwurf ber ©iDilproceßorbmmg beftimmt im i§ 249, baß baS ©eridjt unter ©erücfftd)tiguiig beSgefammteu gnßaltS ber ©erhaitbluiigen u. beS ®r*gebniffes einer etwaigen ^Beweisaufnahme nahfeiner Übergengung u. ohne au gefeylicße ©eweis« jregeln gebmtbeit gu feilt, entfheibeit feil, ob einethatfählth e Behauptung für wahr ober für nidjtWahr gu erachten fei. ®er ©egriff beS halben u.mehr ober weniger als halben ©.eweifeS hat fußhiernach erlebigt. Dr. @6bv.

§alü erhabene Slröcit (Kuitflg.), fo d. wie©aSrelief.

halber SJloitb, 1) bei ber gaiiitfharenuiiiritgebräithliheS gnftrument. ®er obere ©heil, Don ,iüietatt iit gönn eines halben SKonbeS, woran ®(öd» !

d)eu u. 9toßfd)weife hängen, wirb an einem ©haftDoit §o!g gehalten tt. Don bem ©räger taltmäfjiggefhüttelt. Oben ifl eine gefticEte gaßne (ÜDtoßam*mebSfahne); 2) fo D. W. Slabelin.

falber ©ott, baS Heiitfie gnteroall, Don bembie praltifcße fKttfil ©ebrauh mäht, fblait unter»fheibet ben großen unb Heilten b»n ©. ®aSgnterDall beS großen ob. biatonifhen b»n ©*S flehtin unferetn Sinteitfijfteut auf 2 Derfhicbeneit ©tu»feit, g. ©. h, c; e, f; baSjenige bes Heilten oberhrontatifhen h-u S»S fleht auf berfelben ©tufe,g. ©. c, cis; d, dis.

§nlber2öhtÖ, eiitfolher, beffeitSlihtungfenl»reht auf ben Kiel gu ftehett lomnit; er ifl ber bor»theithaftejie, weil bann alle ©egel tragen.

•^ctlOerflabl. ®aS ©isthutit §. foK uah®inigenDon Karl b. @r. 781 gu ©eligenftabt (Ojlerwiel) ge»ftiftet n. 819 nad) §. üerlegt worben feilt; nah ätub.würbe eS erft 841 Doit Snbwig beut gromnteit u.gwar in §. felbft geftiftet u. ftanb unter bent @rg*fpreuget Don SDlaiug. Unter ©igmunb I. (804bis 923) u. feinem 9lad;fo(ger ©erttharb (924bis 968) mehrte ftd; liidjt nur baS bifdjöflihe Sin»fcheit — baS ©apitel erhielt bie ©rlaubitiß, fid; feine©ifhöfe felbß gu wählen — foitbent auh baS ©e»biet u. begriff bamals ber ©prengcl beS ©iSthumSbie ©aue 9l©hüringau, §artingau, ©arlingau,^afftgan unb ©h^abgau; babon mußte 965 gutStiftung beS ©iSthumS ÜRerfebitrg itnb beS ®rg»biSthuntS SDiagbeburg ÜRehrereS abgetreten wer»ben. 996 erhielt ber ©ifdjof Dom fiatfer baSSRiing», SDlartt», 3°ü* unb ©aitnreht. Unter©urlharb 11.(1059—88) würbe fdjoit gu§. einSeljnhof errichtet, ba Diele benachbarte ®t)uaftenuttb §erreit bem ©i[d;of ihre ©üter anDertrauthatten. Stad) bent galt §eiitrid)S beS Soweit,mit bent ©ifhof Ulrich fo manchen Streit hatte,1190, fheittt baS ©iStf)um üRaitchcS Doit beffeit©eßhuitgen erlangt uub über feine ©eft( 3 iingeitDöüige SaitbeShoheit erhalten gu haben, ©eitülnfaitg beS 13. gaßth. famen nod) weitere @r*Werbungen bagu: OfherSlebeit würbe bent .godj*flift Derpfäubet, bann aSlatüfhe ©efihmtgen ererbt,

Don illbreht I., ©rafeit Dontluhalt, als ©ifhof(1297—1324) ÜlfdjerSleben erworben, 1368 bannbaS 3lmt UtgaterSlebeu u. 1471 burd) Kauf bie §err»