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Bd. 9 (1877) Geistchen - Hansemann
Entstehung
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669
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§aScI[cfjlDcröt

enbett fofort ber@runb ferner Bedfaftniig, in berSfegel burd) einen fd)riftticl)en Befct)l (Warrant),helaunt gemadjt, ber Berljaftete längfteitS binnen24©tunbcn, Dom Slugeitblide feiner geftitehmitngan gerechnet, über bie Slufdfulbigmtg Dernontmenmtb, meitn er fidj babei gu rechtfertigen oermag,fofort nnbebiitgt, lDentt er aber ben lniber ihnbeftehenbeu Berbadjt nicht gänglidj gu befeitigen imStaube ift, wenigftcitS prouiforifcf) gegen ©idjer»IjeitSbeftelluug bitrd) Bürgen freigelaffen werbenmuff. SluSuabmcn IjierDoit finben ttttr ftatt, wennes fidf um bie fdjwerfteit Sinfdjulbiguugeii (Ber«rath, SDiorb, Branbftiftiing) I)aitbelt, ob. ber Sin*gcßhulDigte felbft burd) feilt Benehmen, g. S8. weiter ftpon bie gaft gebrodjett hotte, baS Bertraiteugu fief) gerftbrt h at - ®od} tarnt felbft bei bengrößten Berbredjett ber t;öcf)fte ©eridjtSbof (bieKings-, je(3t Queens-Bench) noch 9 e 9 cn ®ttrg«jdjaft Befreiung uott ber gaft anorbiteit. ©egenSRidjter, ©efängnißattffeljer unb attbere Beamte,welche ber 3tcte guwiberhanbetu, ftttb ftrenge @tra<fen feftgefejst, u. jebem red)tswibrig ©ingefperrtenijl bie füiöglichfeit gefiebert, fefjuett att ben oberfter.©eridftShof fidf ä u wettben, um biefe Beftrafuugu. bie älufhebung ber eigenmächtigen gaft herbei«guführeit. 3« netterer geit fittb aber mieberholtbei brohettbeu inneren Unruhen auch geitweilige©nSpeitfioneu ber Ii.-C.-2t. oorgefommeu, meld;einbeffen ftets nur mit Bewilligung ber beibettfßarlamcittshäufer Derfiigt werben f'öitnen. ©o1793, als mau gefährlichen geheimen ©efcCCfjfjaf«ten auf bie ©pur gefontmen war; 1817 wegenber infolge ber Diißernte Don 1816 entftanbeuenUnruhen, fowiel848u. 1849 wegen ber infolge bergrätig. gebruarreDolutioit ausgebrochenen ©Ifar*tifteubewegungen u. in ber ncueftcu geit in grlaubwegen ber bortigeu Bewegung ber genier, fflartttng.*

gabdfdjmcrbt, 1) Streis int prettß. Wegbeg.SreSlatt, bnrd)[dpiitten oott ber Sinie BreSlau«2JtitteIwalbe«8aitbeSgrcuge ber Ober[d)lef. ©ifen»baf)it; 790, 45 □knt (14, 36'Di) mit (1875)63,959 ©w. 2) SreiSftabt baritt, am ©inflitffebeS fireffeubadjeS in bie Weiße, ©ifeubahuftation;fdföneS 'JiathhaitS, tatholifdjeS ©d)uttcljrerfemiiiar,gabrifatioit Don günbwaaren unb golgftiften,Baumwollen» unb Seiitenweberci; (1875) 4930Ero. g. würbe 1319 Dom Äöntg gohantt DonSöhnten gur ©tabt_ erhoben; Ijier erlitten 1646bie Schweben einen Überfall burd) bie fiaiferlidjen,Wobei g. itieberbrannte; 13. gebr. 1745 Wieber*läge ber Dflerreidjer bttrdj bie Brcußeu. Seniä.

gnbclfdjlucrbtev ©cOirße, ein SEheit ber©uöeteit (f. b.).

gttbeneef, Slntou grang, Bioliuift ttttb be*bentettber ©irigent, geb. 1. guui 1781 in Dte«giheS, ©ohtt eines beutfcheit DtufherS; erhielt,20 galjre alt, burch Baitlot eine greifietle imEonferoatoire in ißariä unb für feilt ©olofpiclOott ber fiaiferin gofepI)iue einen ©ehalt, würbeerfter ftapetitneifler, 1821 ©irector ber ©roßenOper, batttt fffrofeffor beS BiolinfpielS am Sott«fertatoire, ©encraliitfpector ber ©tubieit bafelbfiu. erfter Itapetlmeifter ber Acadömie royale demusique; ft. 8. gebr. 1849. SlttS ber Dott it)tngur äluffiihrung BeethoDenfdjer Diufit gegritnbetcitfleitteu ©efellfdjaft ging nadjmals bie berühmte

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Societe de concerts Ijcrüor. Bon feinen Brü»bern würbe gofeph, geb. 1785, Drdjcfterbirigentbei ber Somifdjeu Oper, Sorentin, geb. 1787,erfter Bioliuift bei ber ©roßen Oper. Stambach.

g>ßbcnfd)(tbcjt, ©ebaftiait, berühmter ©Iper«plaftifer, geb. 29. 9Jiärg 1813 gu Dtündjen, gefl.6. fDiai 1868 ebenba. Wadfbem g. als giftorien«tttaler wenig ©tüd gemacht, weubete er fiep betmit SEtperett ftaffirten Saiibfcpaft tt. fdjtiefjüch betSEhievpIafti! gn, in weldjer er hohe Dieiftermerlefdjuf. ©ein namhaftes Bermögen hinterließ er bemDtüttchener fiünjtler»Unterfttt(}ungSDerein. degnet.

gäbet (gabern), ©tabt im böhm. Beg. ©gaS«lan, au ber kleinen ©agawa; 2039 ©ro. gn betWölfe ber ©efttubbrumten fRogmalba.

§al)ctfclbtrcthcit (eigentlich in§ .fjaberfelbtreiben); in Slltbapern, bef. im fBaperifdjett §och«lattbe, eilte Slrt Soltggericht über ben unerlaubtenUmgang gwifdjett Derheiratffeten SRäuttern n. 1c»bigen Dtäbchen, über über Ungered;tig!eiten anbe«rer bem ©efe^ utterreid)barer 'fSerfonen. ©affelbegeht oott einer, in febem galt befonberS gebilbeten,geheimen Serbinbttng unter ben Dtäititern au§,alte Bemühungen ber ffoligei gur ©ittbedung berShoilttehmer fittb in ber Biegei Dergeblicp, ba Ber«rath thatfädjlich uidjt Dortoramt. gn früherengehen trieben junge Bttrfdjen bie gefallenen Dtäb«fym unter Stuthenhieben in ein §aberfelb tt. Donba wieber ins ©orf gttrüd; fpäter würbe barattSeine ^afgenmuft!, bei welcher bie jEtioilneljmer ft^Dermuntmteit n. auf bie bctrcffeitben fperfönlichteitenbegitgüdje ©trafprebigten in ihiittelterfen hieltenunb aüertei ©yceffe begingen, gtt neitefter geit iftburch bie Energie ber Wegieruttg bem Unfug giemlicifein ©nbe gemacht, obwol Don geit gu geit immernoch eingellte gälte Dortommcu. §cime=3tm 9tfi?n.*§nbcrforu, Beter, littber.©treittheolog, geb.1604 itt Bii^bad), wo feinBater (obfehott Dott al*tem fränti[d;en 2tbel) ein ©ifchter war; würbe 1632Scljrcr ber Bhhf^ ' ll Dtarburg, 1633 fpofprebigerin®armftabt, 1643 ©uperinteubcut tt. 1650 fßi'o»feffor ber 21^cologie nnb §ebräifdjett ©prache in©ießen tt. ft. baf. 1676; at§ ftreuger Sutheratterwar er in ben bantaligen ©treitigteiten ©egner©aliytg. ©r fdjr. DlehrereS gegen ben ©pneretig«muS tt. bie päpftliche Dteffe.

@ä6etHtt 1) grattg ©ominicttS, giftoriferunb ©taatSredjtsiehrer, geb. 31. galt. 1720 itt©rimmclßngen bei Ulm; würbe nach Botlenbnugfeiner ©tubieit in ©öttiitgett 1742 Bi'iöatboceutber ©efdHdjte, 1746 ifJtofeffor ber ©efdjichte ingelmftäbt, 1751 iprofeffor be§ ©taatäredjts ttnbdffeffor ber guriftenfacultät tt. ft., feit 1771 ©ep.guftigratl;, 20. Stpril 1787. ©r fepr. Don berätUgemeiuen Seltgefd)id;te bie 12 Seutfdflanb be«treffenben Sättbe, gaüe 176773, tt. atä gort«fehmtg baoon: Wettefle beutfdje 3teid;Sgefd;ichte,ebb. 177486, 20 Bbe., tt. a. 2) fall griebr.,@taatgred)tglehrer, ©optt bed Bor., geb. 5. Slug.1756 in getmftäbt; war anfangs gitftigfanglei«Slffeffor in SBolfenbüttel, bann Brofeffor beS ©eitt«fdjen ©taatSrechtS in ©dangen, 1786 itt gehn»ftäbt, war brattnfehw. ©efdjäftSträger beim 3la«ftabter Kongreß ttttb ft. 16. Sing. 1808 in geint»ftäbt als ©elf. guftigratp ttttb Diitglieb ber weft»Ifälifdjen SteichSftäitbe. ©r fdjrieb; ifSvagntatifdje