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Bd. 9 (1877) Geistchen - Hansemann
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©efdjlinn'cite

fabelt, genannt. ©ar nidjt in gefdimifterlichemSJerhältnifj ftel)en bal)er biejeitigeit Ä'inbet augfritieren Ef)en, beten Eltern fid) fpäter geljeirathethaben, [og. gufanunengebrachtefiinber, and; ©tief»©. genannt, obtool man biefeu Slitgbrud aitd) aufhalbbürtige ©. anroenbet. Ebeitfoinenig wirb burd)äboption ein gefchmifterlidjeg töerljättnijj begrünbet.Sie (£rbredjte ber ©. ftnb nad) Stömifchem Siechtejo gcovbnet, baff bie oottbürtigen ©. itad) ben leib»lidjeit ©efccnbenten, tneldjc bie erfte Slaffe bitben,in ber jmciten klaffe gugteicf) mit ben Slfcenbentenerben, bie halbbürtigen ©. aber, ohne nnterfd)iebob Consanguinei ob. Utorini, eilte befonbere brittefilaffc ber Erbberechtigten bitben. ®ag frattjöftfche8ied)t fd)ließt ftd) mit SDtobificationcn bem Stönt«ifheit 8ted)te an it. nad) bem Öfter, nnb ©äd)f.©efefsbitd), ingleithen nad) bem tprenjj. Stttg. Sanb«redjt erben bie §itr gefefjlid;en Erbfolge berufenennad) folgcnbcn ErbElaffen: ©cfcenbeiiten, Slfcen«beuten, ©. nnb beren Slbtöiitmlinge, enblich bieübrigen ©eiteuoermanbteit beg Erblafferg. Qm8iömifd)en Siecht finb bieGermani u. Consanguinei,nid)t aber bie Uterini, mciin ber nerftorbene 33ru=ber ihnen im ©cftament eine Persona turpis Bor«gejogeit u. junt Erben eingefe^t I;at, gnm Pflicht»theil berechtigt. Qm granjöfifdjen u. im ©eut«)d)ett Sieiht ift biefeg ijlflichtthcilredjt meggefatten; gehören bie ©. gar nid)t mehr gu ben pflid)Cthcil'gberedjtigten ifierfouen. ®ag bem älteren©ad)fifd)cn Sied)te eigenthüiitlid)e Siecht beg fog.©d)oojjfallcg, monad), roettn Sßater ob. SJtutteram Sehen ftnb, bag Erbe beg ohne ®efcenbentenberftorbcneit fiinbeS mit Slngfchlufj alter anbercnSSermanbtett an ben überlebenbeu Slater üb. SJtutterfiel, ift nicht bloß in ber neueren fäd)ftfchexi ©efeg«gebuiig aufred)t erhalten morbeu, foitbent and) inanbere beutfd)e ©efetjgebuitgeu übergegaugeit. QnSBejitg auf bag SBerpältniß ber SSolt* it. $albge»bnrt nimmt ber @ad)fenfpiegel, ähnlich mie bagSRömifche Sied)t, au, baff bie halbbürtigen ©. umeinen ©rab jurücftreten, baher bon beit Bottbiirt«igen aiiggejd)loffcn tnerbeu. ®ie neuere ©efefj»gebung hat jebod) biefeg Siedet beg ©adjfeitfpiegelgDerlaffeit nnb haben bie fßarticutargefchgebuugcnmeift ben ©ah augenommcu, baff bei beut Qu-fainmentreffen Bott« u. halbbürtiger ®. bie erfteufür jtnci ^erfottcn jählen nnb bat)er bie hoppeltePortion erhalten. Ob ben ®«n unter eiitaubereine gefefjlidje Sllimentatioitgpflicht obliege, ift ge«meinredjtlid) beftritten, jebod) in alten neuerenbeutfd)eu ©efehgcbungen Berneitteitb entfchiebeit.Ehen unter ®-n, g(eid)Biet ob Bott« ob. halbbürtig,ftnb nach (hriftlichem Üird)eitrecf)t, nach bem Codecivile 162 nnb bem Sieid)ggefe(3e über bie Sie«urtunbung beg ißerfoneuftaubeg n. bie EI)efd)ließ=iittg Born 6. gebr. 1875, §§ 33, Sir. 2, u. auchnad) bem ©cbraudj ber mcifteit uichtc£)riftlicbenStationen Berbotcit, fo baff eine fleifd)tid)e 55er«nüjchiuig ätoifchen ihnen alg SSIutfchattbe angcfehentnirb, ©«finb er ftnb bie Siuber Bon leiblichen@»n. ©ic heißen gegenfehig tßetter (fr. Cousin)it. S3afe (fr. Cousine). Ein gegeufeitigeg Erb«ted)t haben ©»fhtber erf in ber nierten Erbflaffe,in toeldjer nad) ben meiften ©efehgebutigen bagfog. Siepräfentationgredü ebenfattg gilt, nad) fäd)«ftfd)em Siechte aber nach ber Stäbe beg ©rabeg

©cfdjiBÜr.

I geerbt wirb, ©ie Elfe unter ihnen ift nad) Stönt*ifd)em Siedjte erlaubt, nad) ftanonifchem Berboteit,jebod) hterboit Sifpenfation gu erhalten. ®crCode civil nnb bag angegebene Steid)ggcfef 3 finbauf bag Stömifd)e Stcd)t jurüdgegangett. Dr. ©brjr.

©cfrf)tUorcne, ißerfonen, lueldje 31 t einem ©e*fd)äft burd) einen Eib Uerpflidjtet finb; fo Borbembie beeibigteu 58orftel)er einer Qunft, jeljt noch intSBcrgmcfett bie 58erg«®«n, bie SSeifitjcr bei benSBcrggeriditeit; im öffentlichen ©erid)tgBerfal)renbie oereibigten SBürger, roetdje bag SSerbict gufprcdjen haben, f. ©d)murgerid)t.(iicfdjtuovcucfcrtrf)t, f. Sd)rourgerid)t.(ikfcijuntlft (Tumor), im roeiteren ©ittne jebeIraut'hafte Slnfdjroettung, im engeren ©iitite eineSicubiibung Bon ©etneben in umfchriebetter,htgeliger, {nötiger ober biffufer gönn. Qn erjterer$3ejiehung gät)It man hierher acute eutjünblicheSluftreibuiigeii Bon 5BeithtI)eilen j. S. bei ©efid)tg«rofe, felbft mafferfüdfige Slnfchinettitugen u. f. ro.,neben ben fid) langfaut unb tppifd) entroidelnbeu@emäd)fcn beg Äörperg, toähreub im engerenSinne nur bie leiteten gemeint finb. ©ie teh>teren, auch ätftergebilbe genannt, ftnb an§Elementen äiifammettgefeht, bie fid) in nid)tg Bonben normalen Elementen beg Sörperg unterfdjeiben;biefe Elemente ftnb aber an Orten augehauft, aubenen fie ftd) normatiter nid)t fttbeit. Qe nachihrer fieilbarfcit unterfd)eibet man gut« u. bög«artige ©efchroülfte; äu letzteren rechnet manBoräuggmeife bie trebfigen ©efd)roülfte (f. 3trt. Srebgu. ©artome). Qe nach ber S3efchaffenl)eit ihrerElemente gibt eg ©cfd)iBülfte, bie attg eilt unbbeitifelbett, mtb folche, bie aug mehreren Elernen»ten äiigleich jufamntengefeht ftnb. ®ie hauptfäch»lichften fog. gutartigen ©efdjtnülfte ftnb: gett« u.5öalggefd)iuülfte (Sipome), f. biefeStrt., g-afer*ober löiitbegemebggefchtnülfte, meint fie augloderen ober Derberen fibrillären SSiitbegeiBebgjel»lett beftel)eit, ©efäfjgefchmülf e (ülitgionte), roeititeine Sienbilbuitg Bon SBlutgefäßeit bag äBcfeittlicheihrer gufaiitmeufefjutig bilbet, ©chteimgeroebg*gefchmülfte (ttltpyonie), meint fie aug einerfchleintigeit ©rmtbfubftaiiä u. beit ©dhlciitiförper-d)eit ähnlichen Qetteu befehen, kapillar* oberfjottengejd)iuülfte, meint fte einen beit §aupt«papitteit ähnlichen ISan haben, ©liome (f. b. Slrt.),jhiocheugefd)roütfte (Ofteome), meint fie augÄ'uod^ngcUen, Snorpetgejdpuütfte (Enchoit«bromc), meint fte aug fhaliitem, ober Sieh« obergafertuorpel beftehen, SDtngfelgefchmülfte (ffltp«ome), meint fie glatte ob. quergeftreifte SÄitgEcl«fafern enthalten, St erB eit gef d) niiiIft e (Stcurome),meint fte aug gefäßhaltigcnt S3iubcgerocbe unbSterBenfafern jufammeugefeht ftnb, Spinphbrü»fengefd)iuülfte (Spmphome), roeitn fte beit SauBon Spntphbrüfen haben. ffiirajc.

©cfrijltütr (lat. Ulcus, gr. eXxos), jebe an berOberfläd)e ber fiaut ober einer ©chleimhaut ge«legcite, meift auch iit bie bariintcrliegenben ®l) c 't ecinbriitgenbe gufammcuhanggtrcuumtg ber ©eroebebeg fiörperg mit ©ubftaiiänerluft, bie fortmäI)renbeine ätbfonberung unterhält, u. auf ber ftetg jmcientgegengefehte $roccffe, nämlich ©emebgneubilb«ttng burd) ©ranulatioiten u. ©emebgäerfatt bnrehEiterung u Stet'rotifirung, gleid)jeitig

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