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Bd. 8 (1876) Ferdinandea - Geist
Entstehung
Seite
731
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©offcitbt

neliuS in SRünchen, wo er unter ben Arlabett beSfpofgartenS tote ©rftiirmiutg beS ©obeSbergeS ingrcSco, uad) ©tilfes Entwurf, auSführte. ®aitumatte er greSlett im SönigSbau bafctbft (3immcrber Königin), ®arftel(uitgeu auS Saltper Bott berSSogelweibe nadt) eigenen ©ompofitioiten, n. nachben ©ompofitioiten Bott ©ortteliuS mehrere ®eden»fiuätbe in beit Soggien ber neuen Sinafotljef.Silier fpätereit Qeit gehören feine greSf'en in ber®reifaltigleitslirche ju Seifjeiithttrm bei Sobtenj.©eine SBJerle jeigeit im Allgemeinen eine trofft*bitrdjbadjte ©ompofitioit, eingetjenbeS ©tubiitm,jirettge geichttung tt. geft. Sortrag, leiben abertfjeilweife bitrd) eine uitflare ©pmbolil. Segnet.

©afl enbt, fßetrus, eigentlich fßierre ©af*fenb, fvattj. fßhpjifer, Sjiattjeniatifer tt. fßhi*iofoph, geb. 22 Qatt. 1592 in ©hauteufier (f|5ro<Bence), ftubirtc itt ®ijott uttb Aip iRhetoril unbf fftlofopbie, itmrbe 1608 Scljrer ber 'Jltjetorif in®ijott, 1613 fffrofeffor ber tphilofoppie itt 21t? u.1645 fjSrofeffor ber äRatbematif am College royalein 'ffaris, wo er 24. Oft. 1655 ft. ©. befampftebie ariftotelifche ip^tlofoptjic in Exercitationesparadoxieae adv. Aristoteleos (©reuoble 1624 tt..gaag 1659); weniger gliidlid) war er in berSclämpfuug beS SartefiuS. ©ein eigenes pf)i*lofophifdjeS ©pftent fdjlojj fid) au bie'AtomeitlehreEpihtrS an, weSl/alb er als ber eigentliche Er*neuerer ber materialiftifdjen SeltanfcpauitHg au*gefeiten wirb, ©eine Anhänger, bie ben Stampfgegen bie ©artefianer fortfel^ten, hießen ©affett--biften. ©. fdjrieb außerbem: De vita, moribuset doetrina Epicuri,Spoiil647,Amft.l684(§aiipt*Werl); Institutio astronomica; Tychonis Brahaei,Copernici.Peurbacltii etKcgiomontani vitae, bJJar.1654; ©eine Opera herausgegeben Bon ©. ©or*bicre (ber auch ®*3 Sebett befeprieb). Spott 1657,6 Sbe.,bonfR. AoerauiuS,glor. 1727, 6SSbe.©pe<i)t-©ajfcitliniter, 1) ©traßeitlieb Bon plebejifchemQitpalt, fatirifch ober jotig; 2) ein berartiger Sföitj.©affettlnttfe«, f. ©pießuithenlaufen.

©affer, §attS, öftere. Silbpatter, geb. 31t©ifeutratteu bei ©miittb in Särntpcn, 2. Ott. 1817,geft. 31t ißeft 24. April 1868, ©oljtt eines Sifd)*lerS u. ^olsfdjitiperS, Warb in ber Serlftätte feinesSaterS berwettbet, begann aber frühseitig 31tfcpitipeit u. 30g 1838 nad) Siett, wo er Biel mitAmerling Berfehrte, in bie Alabentie eintrat unbfuh namentlich Bon ben alten beutfcpeit SDleifteruaitgesogen fühlte. 1840 ging ©. nach StRümpen,nahm aber erft 1842 bauernbett Aufenthalt ba*felbft. ®ama(S eittftanb fein gaitftlämpfer, nwlfeilte bnrdybilbetfle 'Arbeit (Alabentie itt Siett),ein Engel, eilt 'Porträtmebaiüon grip SattlbadjSunb ber geiiup Sittb. SRacp Sieu 3uriicfgefehrt,fthuf er bie ©tatueit an ber fjagatoe beS S'arl»tpeaterS, atfegorifd;e ©eftalten itt romautifdjem©ernanbe. A11 ber ^Bewegung Bott 1848 nahm©. lebhaften Antljeil uttb trat in bie AfabemifdjeSegion, als bereu fOiitgtieb er am tpraterfternfodpt. Sropbettt berief ihn ©raf Spuit an bieAfabentie (1850), hoch fdfott »or 3 a ^ v c§frift tuurtoeer Wieber entlaffeit. 9hnt fanb er ein ungewöhnlichgroßes gelb reid;er SChätigfeit, bodj fehlte 3 e itSU grünbltcper ®nrd)bilbuitg. Anbere Serie: SüfieAnbr. £oferS in QnuSbrnd; Selbenbenltnal in

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©rap; Statuen am Arfeualc, Saffeitmufeum, berSani; ©tatue ber Saiferitt ©lifabetp am ©lifa*bethbahtthof; ©tatue ©onttenfelS auf ber ©lifa*betpbrüde; Einige ber ftaiferftatnen am ®oittc 31t©peper; Süften StaplS, ÜRarloS, ©tef. ©jccbcit*piS u. A.; tRpnippe im ©tabtparf. ©ipSabgüffcBieter Serie ©*S im SanbeSmufeitnt 31t Klagen«furth- Qu Sitlacp fleht feilt Bon SReßmer aus©titiinb in fDfannor auSgefiihrteS ®enfnta(. Dtegnet.

©affcrfrfjeS ©attgltott , (Ganglion Gasseri,Aitat.), bie halbmonbförmige wttlfiige AitfähweUmtgbeS fünften ©ehirmterBen, fo benannt uad; gof).?orett3 ©affer, Sehrer ber Anatomie in Sieu, berbaffelbc 3nerft genau befchrieb.

©nfficr, ©bouarb, frans. SSaritonifl, natuent«lieh int fBuffogenre, geb. 1823 31t tßaris, bebutirte,uad; Borhergegangener SlitSbilbuttg auf bem bort.©oitfernatorium, im ®h eatel ' gaßart, fang in beitfolgenbett 7 Qapren in ijlalermo, fDlailanb, Sieu,ißettebig, fDfabrib, ©eBilla, SSarcelotta, 1854 ittber parifer gtaliettifd;eu Oper u. würbe 1856 fürbas ®rurplauetheater in Sonbott gewonnen. Auchfeilte©attin,bie 1828 geb. tt. Boni|)afiitiaitSgebiIbeteSttlaS, gilt als bebeuteube ©äugeriit tt. hat auf beiterfteit ©ühttett großen SSeifall gefuttbett. «iirfdiner.

(fiaffiott, Qeatt be, frans, gelbherr, geb.1609 in 'flau als Qeatt be .fjontaS, jüngererSohn attS bem abeligctt .§aufe ©., ftubirte beibeitQefuiten, biente unter bem gersog noniRohattin *)3iemottt tt. im SMtliit als Offisicr, trat bannin ©itftaß AbolfS Bon ©chwebett ®ienfte, er*hielt balb ein ©cpmebifdjeS 'Jkgimeut, mit bemer mehreren Selagerungen beiwohnte, lehrte nachber @d)(ad)t bei Süpen, ba er fid) mit beitfdjweb. ©etteralcn feit bem ®obc bcs ÄöttigSnidjt Bertrug, unter bent 'Jlamett ©., ben er erftjept auitahnt, nach graufreid) suritef, fod)t nungegen bie Öftcrreidjer in Sothringcn, ®cutfchlaitbu. Qtalieu u. würbe 1639 ttaep Sioueit gefanbt,um Unruhen 31t unterbriiden. AIS tDlarechal be©atttp führte er 1643 bei Ülocroi bett rechtengliigel, u. ©ottbe fdjrieb ihm bef. ben ©ieg 31t.©r würbe ttad; ber Einnahme Bon ®hi° n bitf e iwo er Bertounbet würbe, tDlarfd;all, fodtt bannunter Orleans itt glattbern, nahm 1645 Sethuite,@t. Seuaitt 11. ArmeutiöreS u. fd;lug im SDlai 1646ein fpanifdjeS ©orpS 3Wifcheit Sriigge tt. ®ütt*firdjeu, wobttrd) ©ourtrai u. ®iinlircheu fielen.Dlad) einem mißlungenen Unternehmen bei Sanb*reciS, würbe er bei ber ©vftürmung Bott SettSBerwunbet u. ft. 28. ©ept. 1647 in 21rraS. Sgl.,f). SReuaubot, La vie et la mort du marechalde G.. ißar. 1647. $enne*S!tm mm-

©nfjiitniut, ®h eo ^° l '> bramatifcher ®icfjter,geb. 23. 'April 1828 itt Sraunfdjweig, wo feiltSater ©chattfpieler war, Berfitdjte ftd) früh in berSearbeitung franj. Suftfpiele für bie _ beutfepeSühne tt. wttrbe, nad;bem er feit 1847 in §attt*bürg in einer Sudthaitblung befdjäftigt getuefettwar, 1852 ®h e aterregiffeur in Altona tt. battttam Stroüfchcn ®h ea ier' itt Serlitt, lehrte aberbalb itacp Hamburg sitrütf, wo er bie Seitmtg beSSpeaterS beS AuSlanbeS übernahm tt. für beitgreifepiip u. bie fRefornt Sunftlritileu tc. fdjrieb;er ft. 2/3. ®ec. 1871 in Hamburg. ©iue©amnt*luitgfeinerSühneitftüdeerfihienals §eitere Sühnen*