©arten.
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iie fpätere 3 e * t mit befoitberer 8 or(iebe gegogeit.Unter ben elften gterbäumen finb bcfauitt: bie®id)e, Ulme, ec^te Saftanie, Platane, ber Sorbecr»u. ©ranatbaunt, bie Stijrte, ©pheu u. a.; BonPluiiteit finbet fid) bie gefüllte Stofe fdjoit in berälteften geit, 311 m Xfjeil in Stenge cultmirt; ferner3 roiebelgemäd)fe, mit wetten unter ben röntifebengaijent in ben ©arten bereits Biel SttpuS getrie»beit würbe unb bie man and) fdjon fünftlicf) gttrfrütijeitigen 8 lütlje brachte. ®nrdj bie 3 üge berfRötner tierbreiteten ftd) biefe ©ulturpftangeit nach©allieit, ®eutfdjlaitb, Britannien u. bie pt)reiiäifcf)c.fjalbiufel, mogu l)ier tiodj bie burd) bie Strabereingefüljrteit griid)te u. 8 litmen hmgutrateu; aitdjSurd) bie Sreitggüge mürben biele neue Sulturpflan*jen in bie uörblidjecen Sänber eingefüljrt u. hier ber©«bau bef. burd) bie Slöfter gepflegt. Stafdjernahm bie 3 af)l ber neuen ^flangeu nac^ ber ©nt»bedang Bott Slnterifa gu; man fing au, and) bie ©e*roädjfe aus ben wärmeren ©egeitben in ©ewädjd«häufent gu giehett, namentlich bie mid)tigfteit atvg«nei« unb tedjitifdjeu pflaitgen, woburd) bie botan«if$en ©arten entftanben. Namentlich tierbreitetenbie © * b a u g e f e Ilf dj a f t e n bie Pflaitgeuliebljaberciburd) 21ntage großer ©arten mit Bielen ©emädjS-häufent u. burd)bieperiobifdjett©»bauanSfteil«uugett, auf welchen bie fchöitften unb felteuften'Pflaugen u. bie beften ©rgeuguiffe ber Sufegärtengufantmeitgebradjt werben. ®ie $anbel£gärtnerbefoitberS haben unfere beüebteften glorblnmeit u.foitftigen Sierpflangeu burd) forgfältige Sitltur gurgrößten 8 ollfontmenfjeit u. burd; gegenfeitige Be-fruchtung gu einer SJtauuigfaltigleit iit beit gönnengebracht, baß es oft fd)ioer mirb, bie nrfpriutglidjeStammart baritt uod) gu erfeitneit. — 31 t 8 egugauf bie ©infiihruitg neuer fj3flangen, große Pflan«genfamluttgeit, ©ultur ber Pfiaitgeit, foioie auf Obfl«treiberei behauptet ©nglaitb ben erfteu Stang;8 elgieit gibt ihm, mit Ausnahme ber Obfitreiherei,in allen biefeu gädjern wenig ttadj; grantreichglängt, burd) fein Älima begünfiigt, in ber Obft*u. Saumgucht, foroie in ber ©ultur mancher be=liebten 3 terbluitteit; .fjollaitb ift noch immer bie.vjauptbegugSquelle feiner weltberühmten 81umen--groiebelit unb h«t bebeuteitbe 8 aitmfd)ulen; in®eutfd)Ianb ift bie ©ameugudjt ber beliebteftenSlunten tt. Bieter ©entüfe BorgugStneife entmideltu. auch Qfterreidj, bie Schweig, Qtalieit, ®äne»mar! ttitb felbft Stnßlaitb tt. ©djmebeit bieten incitigeliteu gächern 2lnSgegeid)neteS.
Über bie Sufigärten ber älteften 3eit haßenmir nur wenig Nachrichten; bie eitrigen Bor berSiömergeit befd)riebeuen finb bie fdjmebenbeit ©är-ten ber ©emirantiS in 8 abt)(oit. ®ie ©arten ber3igpptcr, ©riechen u. Nötiter fdjeitten regelmäßigangelegt gewefen gu fein. 31ttS ben altrömifchen©ärteu entinicfelten fich im 14. u. 15. gabt!). bieitalienifchcu ©ärten; biefelbett faitben and; inanbereit Säubern STiachahmititg, in ®eutfdjlanb g. 8 .in ben ülnlageit 311 ©aitSfouci bei potSbam.
Nad) biefeu italicnijd)eit ©ärten bilbeten fichbie frangöfifd)en ©ärten, welche unter bempracbtliebenbett Subwig XIV., BorsugSweife burd)ben ©«architefteu 8 e Notre eingerichtet u. bent burd)«Weg ebenen Kerrain in ber Umgebung ber bort«igen Schlöffet augepaßt würben, fo bie beriiljnt»
ten, mit großer Serfrijmenbuitg u. nieicm pompangelegten ©ärten gu 8 erfaitleS, Siarlt), goit»taiitebleau, ©hautilli) 11 . }. w., welche 311 allge-mein bemunberten üinfteru ber ©-tuiift würben11 . woBoii eingellte ftd) bis auf bie ießige 3eiterhalten haben, in ®eutfd)(aiib 3 . 8 . gu .fjerrett*häufen bei fjannooer. ©ie geidjiteit ftd) fänimt»lieh bnreh bie grüßte Negelmäßigfeit in allenihren X^eiten aus; eine gang ebene glädje würbeoft burch mühfame 2 Begfd)affung natürlicher ©r«höhitttgeit gebilbet, mit hohen iötauern ob. Saf«fergräbeu umgeben n. burd) breite, gerabe, oft mithohen Jpedeu ob. Sllleett eingefaßte 83ege in re-gelmäßige ccfige giguren eiitgetf)eilt; bie ©ebüfdjeuttb 8 äuitte waren Bielfach gn feltfamen gigureitumgebilbet; bagwifchen regelmäßige SBafferbe-hälter mit gontaineu, ©rotten, Biele ©tatnen ingleichmäßigen Siitien auf ben Sfiafenpdjen auf*gcftellt n. allerlei anbete, oft lächerliche Äüufteleieii.©iite Weitere 8 erbilbuug biefeS Berborbeiten ©e=fchmadS lieferten bie fogeit. .^ollättbifchen©ärten bitrdj ^iitgufüguitg Boit fernerem über»flüffigent 8 eiwerfe mtb, obgleicf) fid) eingelne ge»wichtige 'Stimmen bagegeit erhoben, fo bauerte eSbod) noch längere 3 eit, «h £ guerft in ©nglaitb,halb nad) bem ilufattge beS 18. galjrh-, bie na*tiir(id)e 31id)timg ber unregelmäßigen, fogeit.©uglifcheit ©ärteu auffaut, welche nach unbnach bie fraitgoftfcheit ©ärteu oerbrängt hat. ©ie fu»djeit bie ©d)ün!)eiten ber Slatur ltadjgiiahmen, wogitbie norhanbeueu dSalbpartieu n. Unebenheiten beS8 obeitS beultet ober nad) ben natürlichen Siegelnber ©chöitt)eit umgeftaltet würben; große, faftigeSlafenpläfje mit gerftreitten 81umen u. .§olggrup»peit n. eingelneu fd)üueit 8 äumett, ungegwiingengetunitbene SSege, fd)öne ®eici)e tt. 8 ädje in natür*lid)eit Ufern mit gefälligen 8 rücfeit, fchöite StnS*fid)teit in abmed)jeluber iDIannigfaltigfeit, auchüber bie oerftedten ©reitgeu beS ©-S Ijiitand, bil-ben ben .gauptdjaralter Biefer SanbichaftSgä r-ten, bereit 8 orgitge auch halb in ben anbereit Säu-bern bie oerbiente äluerfemiung tt. Sladjahmuugfaitben; fo würbe in granfreidj Bott Subwig"■Philipp ber "Part Bon Sleuillt) hergerichtet, welcherals ein gutes SJlufter in biefer "JIid)tuug geltenfanii. — Qn ®eutfd)(aitb entftanben bie ciiglifdjeu©ärten fd)oit friihgeitig; ben erfteu legte ber@raf noittDIüttchhanfeit auf feinem ©ute Schwöbber bei.fjameln in §aimoBer um bie ÜDlitte beS 18.gal)rh. an, welchem halb mehrere folgten. ®ie©rl)öl)ung ber giatnrfchönheit bnreh bie Suuft würbegunächft burch B. ©cfell iii ber s JU) c t lI Pfal 3 bnrehge-führt, bem auch b er neuere ®h e 'l bsS Sdpnehiitger©*5, fowie ber ©nglifche ©. 11 . ber ®. gu "Jlpnt«phenburg bei 2)2üitd)eii feine ©ntftehititg Berbauteit.")Iad) bem graugöf. Stiege nahm bie 3al)l ber inbiefer Sichtung mirfenbeit ©ärtner in allen ©egen»benSeutfchlaitbS fehr gu, unter beiten ber giirftPüdler-BluStau n. "p. g. Senne iit Preußen bef.berühmt würben, wäljreitb u. 21. ant "Jlheiit 81.g. 2 ßephe u. in 91®eutfd)(anb ®hr. ©dhanmburgeilte große Stenge fd)öner SanbfdjaftSgärten ent-ftehen machten.
®er freie ®»ftil würbe auch auf bie tleinereu§auSgärten übertragen unb h' e t mit "Jkcht auchregelmäßigere gönnen in Slttwettbung gebracht.
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