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Bd. 8 (1876) Ferdinandea - Geist
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@utt3.

gleid), wäprenb anbere nicpt Biel größer al§ einegroße Säte finb. gu ben Jcpweren ©änfen gehörenbie Suppen» u. @ee»©., bie in ber Stäbe großer©een ob. beSÜJteereS gehalten wirb. Sa§ SJtänmpen ßätfer als baS Seibcpen, ßat längere Seine,biden langen §alS, triftigere, tiefere (Stimme u.leinen Siegebaud}. Sie ©änfe «erben bis ju 80gapre alt. Sei jungen finb Schnabel unb güßebtaffer gefärbt, bie ©urgel «eitler, ber Saud)rnnb. Sie ganj weißen ©änfe ftnb bie beßen,unter ben weiblicpen bie bie Botäüglicpßen, welcpejwifdjen ben Seinen breit ßnb. 3 ur ®änfejucptwäplt man große muntere ©pemplare u. benuptße 810 gapre lang. Stuf 1 ©äitfericp rechnetman 36 Seibdjen. Sie ©. begattet ßcp anfangsganuar unb legt meift im gebruar, gewöpnlicpeinen Sag um ben anberen, 1 @i. Senn manße nic^t brüten läßt, fangen ße nach 23 SSodhennochmals an ju legen, Sie 3aht ber ©ier beläuftßch auf 1220 unb mehr, gebe @. erhält einbefonbereS Steß, in baS man auch ein Steßei»on ©ips legen fann. gebeS @i wirb einjelnweggenommen u. an einem froßfreien Orte auf«bewahrt, bis bie ®. über Stacpt auf bem juteptgelegten ©i ßpen bleibt u. baburch ihre Siuft jumSrüten ju erlernten gibt. SJiatt tpeilt bann jeber©., BorjugSweife aber ben älteren, bie am beßenbrüten, 1314 ©ier ju. Säprenb ber Srutjeit,befonberS in ber testen §älfte berfelben, berläßtbie ©., meiß unter ©efeprei, faß täglich baS Steß,fuept baS greie unb habet ßcp. ®ie ©ier h at ft«Borher mit gebern bebedt. Unbefruchtete ©ierwerben, naepbem man ße an ihrer Surcpßcptigteitan bem neunten Sruttage erlaunt hat, fortgenom-men. Stach 2730 Sagen Iriecpen bie mit gelb»grünem glaum bebedten gungen aus. Stach 8 bis10 Sagen werben ße burep bie Sitte auf baS@ra§ unb nach 14 Sagen auf baS SSaffer ge«führt. Stacp 4 Soeben fproßen bie SontourfebernperBor; fobalb bie ©änfe nun gehörig beßebert ßnb,freßen fte gleich ben Sitten alle Slrten Körner,bef. gern $afer unb ©elfte, begnügen ßcp abergrößtentheilS mit einer guten ©raSweibe; ttaepber ©rnte finben ße auf ben i&toppelfelbern boll»auf Stabrung, oerfepmäpen auch gnfecten u. Sür«mer nicpt. Stuf bem Saffer nähren fie ßd) bisjum §erbft bon Saßergewädßen u. Saßertpieren.gijepteiepen ßnb ße burep Serjepren beS gifcplaicpsnacptpeilig. gm Sinter füttert man bie ©änfemit geßampften Kartoffeln u. Stäben, Krautftruu»len, angefeuepteter Kleie, geringeren Körnern. Sin©auf» unb Sabewaffer barf es niemals feplen.®eS SlbenbS werben bie ©änfe in ben ©ättfeßallgetrieben, ber gegen Staubtpiere, Sinb u. Stäffegefepüpt u. burep ©inßreu oon ©trop troden ge*palten fein muß. Über bie SJtaft f. ©eflügeljucpt.©ine befonbete SJtaßricptung bie ber ©rjeugunggroßer Sehern burep ©aben Bon gett u. Ol. ®aSSJtaßgewicpt beträgt 1316 kg, woßon V* bis1 kg auf bie Seber unb 24 kg auf baS gettlommen. Ser Stumpf ber ©änfe wirb gebraten,bie Seber ißt man gebämpft ob. gebraten ober §u©änfeteberpaßeten ob. ©äujelebermurft oerarbeitet;ober baS gleifcp wirb eiugefatjen, baS gett auSge«braten u. wie Sutter gegeßen. Sa§ mit ber §autabgelöße Sruftßeijcp tommt geränepert als ©pid»

®. üt ben §anbel. SaS ®efieber pat einen be»beutenbeu Sertp, bef. bie ®mten bienen 511 m©topfen bon Setten; bie feineren um bie 8 rußu. unter ben gliigeln lommen ben ©iberbnnen faßgleicp. Sie ©cpwnngfebern geben ©epreibfebern,ipreabgetrenntengapnenSSettfebern. ©ine©cplacpt*®. liefert etwa 100 g ©cpließ» u. 50 g ®utten»febern. ®ie wicptigßen ©änfelranlpeiten ßnb:bie©änfefeucpe (©äitfetob), ber im SStonat guniu. guli, wenn bie ©änfe anfangen bie glügel überbaS Krens 3 U legen (fcpränlen), infolge großer ©r=mattung, 3 U geringer gütterung ob. oon unreinemSaffer eintritt unb oft tobtet; Sßräferoatiomittel:etwas SabafSafcpe u. Kocpfals, alle 2 Sage unterbaS gutter gemengt. SJtücfen u. SJtotten (©änfe*fliege), wetepe bon ben ©änfen auf ber SeibeBerfcpludt werben ober ßcp in beren Dpren unbStafenlöcper fepen unb bie ®äufe abmatten, ßnbebenfalls töbtlicp. ÜStan befeitigt ße, inbent manben Spieren ®erße unter Saßet gibt, fo baß ßebeim §erauSpolen ben Kopf in baS Saffer ftedenmüßen, unb etwas Kienöl auf baS Saßet gießt,©egen ben Surcpfaß pelfen örobbroden mit Seinob. Sranutweiit befeuchtet, audp Speriat; ©änfe»länfe werben burep Sleinlicpfeit beS ©talleS, ©in»ßreuett Bon garrntraut, Seftreicpen mit Oued»ßlberfalbe Bertrieben. geinbe ber ©.: Siaub«tpiere unb SlaubBögel; geinbe ber gungen auepKrähen, ©Ißern, Siefel, Statten, Stanbßfcpe.

3 ) Sie ©aat«®. (Anser segetum L.), etwa»Heiner als bie SSorige, ©cpnabel ftpwarj, mitorangefarbigem Ouerbanb, güße rotp, Kopf unb§a(S bunlelrotpgrau, oben fiproarägrau mit rötp*liepgrauen geberlanten, unten pellgrau, ©cpwan}bunfelgrau, fcpwatjweiß gepubert; im St., legtbort 912 ©ier, jiept, wie bie wilbe ©., in©epaaren nach SJtitteleuropa, wo oft Saufenbe aufbie ©aatfelber auffaßen, ßettt Sacpeit aus u.bespalb fcprner ju fließen; ße läßt ßcp leicpt jäp*men; bef. ßnb bie gungen fepmadpaft, baS gleifcpber Sllten muß gebeijt werben; fcpäblicp burep 2 lb*freßen ber ©aaten. 4 ) Sie SSIäffen»Ö. (A.albifrona L. unb Bechst.), 57 bis 73 cm lang,©cpnabel orange, ©tirne weiß, §als rötplicp,Oberleib graubraun, mit gelben geberränbern,unten weiß mit fcpwaräen gleden; in falten ©e»genbeit, im Sinter in §oßanb, auöp wol in Sentfcp*lanb, woplfcpmedenb. 5 ) Sie ©cpwanen*®. (A.cygnoides), 94 cm lang, leicpt lenntlicp an bemfcpwarjeu §ödet auf bem ©cpnabelgrunbe, inlepter 3 eit beliebt geworben u. wirb bereits alsfjaustpier gejücptet. 6 ) Sie ©cpnee*®. (A. hy-perboraeus L.), ©cpnabel orangefarben, ©tirnegelblich, güße rotp, ©cpwungfebern jur §älftefcpmarj, übriger Körper weiß; im St., jiept imSinter, fepr poep ßiegenb, naep ©., fepr buntmu. wirb gegeßen. 7 ) Sie Sunte ober Sgppt«ifepe ®. (A. aegyptiacus L.), ©cpnabel u. Seinerotp, Staget fcpmarj, Stugenring rötplicp, Kopf u.Spats weiß, Slugettgrunb fucpSrotp, §iuterpats roß*rotp, auf ber SSruft ein großer laftanienbrannergled, obere Speile bräunlicprotp, mit Bielen gelb*licpmeißen Seßenlinien, glügelbedfebern weiß, am©nbe mit fipwatjem Öuerftricpe, ©cpwungfebernfcpmarj, bie fecpße unb folgenben an bet gnneu*fapne golbgrün. ©ie ift in Sgppten }u §aufe,