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Bd. 8 (1876) Ferdinandea - Geist
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©attcnWcifc ©atfcutucgc^h'anffjeitcu.

181013, 3 Sbe. itnb Diad^trag; ©hrengcffer,(jahrb. ber ©tabt @t. ©., 182443; .^eunc.'Ämgihpit, ©efd). b. Äaitt. @t.©., 1863; Saunigartuer,®efch. beS eibgett. greiftaateS @t. ©., 3ürid) 1868II. 1869, 2 Sb. (bis 1830 reidjctlb). $enue=2tm SRIjtiu.*©allcitblafc (Yesica fellea, Sluat.), ein häut-iger SSetjälter Oon bimförmiger ©eftalt, ber inber oorbcren tpälfte bei- regten Säitgeitfitrdje auber Unterflüche ber Seber (f. b.) liegt. SaS bidere®nbe betfelbeit, ber ©ruttb (Pinulus), enbet tiad)hinten in ben biinnen, genmnbenen ob. mehrfachgclitidten @»n h a l S (Collum), ber bann in ben höd)=jienS einige mm Weiten ©»ugaitg (Ductus cy-Bticus) übergebt. Siefer Oereinigt ftd) hinter bererften fJrümmuiig beä 3wötffingerbarmS mit bemgebe r galten gang (Ductus hepaticus) guiit ge«meinf djaftlidjeii ©alleitgattg (D. choledo-chus). Sie ®. befteljt wie ber ®*ngaug ans eineräußeren biitbegewebigen $ant, einer mittleren, ausglatten, quer- u. lüitgsoerlaufeubenfyafcrn beftehembenDJuSfelhaut u. einer inneren, mit ©Qlinberepitljelbefe^ten unb an traubigen ©chleiitibrüfett reifenSchleimhaut. ®ie fehlere bilbet oiele Keine galt*(heit, bie ftd) im fjalfe ber ©. oft gu einer fptraligeit(Kappe (Valvula Heisteri) erheben. Vfn ihrerLiuterflädje wirb bie ©. oout Sattchfeffübergitge berSeber überzogen,, an ihrer oberen burd) Sinbege*webe an bie Seber befeftigt. Sie ift gewöhnlich1012 cm lang, im gefüllten Bufianbe an ihrembideren @itbe l, 52 cm bid u. faßt ca. 3040ebem ©alle. ®ie ©-narterie (Arteria cystica)fommt bott ber Seberarterie (f. Sand), @. 765), ihreSenen ergießen ihr Slut in bie fßfortaber; ihreDeroeit flammen aus bem ©oiuteugcflecht beSSpinpathicuS. Sgl. ©alle. Serits.

©nUenblafcnßituß, ©nflcttgano, f. u. ©al*lenblafe u. Seber.

©nfleitficbcr (Febris biliosa), würbe eheberneine fieberhafte (branlheit genannt, welche ooit gureiflicher ©affeitabfoitbermtg u. Soitgeftioit nad)ber Seber herrühreit feilte. Sie ©rfdjeiuuugcn ftnbaber Solgeerfäfeinuitg eit anbererdraitlheitenu.man begeidjuet biefelben als status biliosus. Suitje.©nncnfrnnH)ettc«,f. ©affenwegc*Sranlheiten.©allcuflciitc (©affeitcoitcretnente, CliolelitM-asis), fefte Dlieberffldge aus ber ©alle in benflehten, itt ber Seber oerlaufenbett ©allengättgeuu. in ber ©afleitblafe. Qtt ben erfteren haben fiegewöhitlid) nur bie ©röße oon DJohitföntern ob.Srbfen, feiten fittb fte größer; über biefelben f. u.Seber; in ber ©affenblafe aber föntten fte bie ©rößeOon Saitbcneient erreichen ltttb fittb in berfelbenoftmals in großer 2lngahl enthalten, fthee fjarbeift ffwarggrüit, feiten ffneeweiß; ein Sitrd)fd)nittgeigt, baß fte aus mehreren öerfdjiebeu gefärbten©Richten beftehett. ©eiten fanb man einen Sfentim Ämtern; einen Sflanntenffein, eine Sabel, ein©tüd Spulwurm jc., um welche fuh bie ©d)ichtcubeS ©-S gelagert hatten. ©tjemifch befielen bie©. entweber öorgttgSweife ans S^oteftcvin u. ftnbbann ntttb ob. fdjwachföntig auf ber Oberfläche,fehen weißlich ob. gclbüdjbraun aus u. haben eiltauSgefprodjen ftrahüg {rpftaffinifcheS ©efitge; ob.fte ftnb arm att Sholefterin u. befteljen hauptfüch»lieh auS ©aKenfarbftoff ob. aus fohlettfaitrem Äalf,ftnb braun, faft fdjwarg, metallifd) glättgeitb u. ha»

ben meijt eine wargige Oberfläche. Sie fyolgeuber ®. fittb thehs gang geringfügig, theilS ocritv»fadjeit fte Satarrl) u. ©iteruug bet ©affenblafcn*wättbe, felbjt Snrchbruch ber ©affenblafe, theilSenblid) föuneit fte bei ihrem ®itrchgaugc bitrch bie©alteumegcin ben Samt ftd) einfeilcit tt. ©-tolif(f. ©aUemnege Srantheiteu) beroorrufeit. ®ieSittftehungSweife ber ©. ift noch bunfel. ®ie©. fommcit fehc häufig Oor, tt. grnar bei Sraiieuhäufiger als bei DJämterit, am häufigflett erjl nachbem 30. SebeitSjahre. ©ißcitbe SebenSweifc, gnfeltene Dlahlgeiteit, weil babiitch gu fetten bie 2lb»foitberitng ber ©alte itt ben Bnmlfftitgcrbatm C r-folgt, ©rfdjroerungeu ber ©allencntleeruiig burd)Sompreffiou ooit" benachbarten ©efchwülfteu ec.werben alS_ Urfacheu ber ®. angegeben. ®tntje.©nffenfteittfett, fo o. w. ©holcfterin.©afleniucgc-Srannjcttcit. 3 U beit ©allen*wegen gehören ber Sebergalleitgang, ber@al*(ettblafeitgaitg, ber gemeiitfdE>aftIid;e ©al-le n g a it g n. bie ©allenb 1 afe.

®et Katarr!) ber ©allettwege djarafterifirtfid) wie ber jeher attberen @d)(eimhaitt burd)©chweff*ltng u. Soderuttg ber Schleimhaut u. Slbfonber*uitg ooit ©chleirn. Sie ©allcitgänge öerengernfich, fo baß es leiht git gehiuberter Saffage fürbie ©affe fommt. Scraiilaffititg geben oft ffa*tarrlje beS SJfagenS u. 3wölffittgerbarmS, bie ftdhleiefjt auf ben gemeiufdjaftlichen ©affengattg fort*feßett, bisweilen SranfheitSguftänbe ber beitad)*barten Seber, beS SaitdjfellS, in felteiteu gäffett inbie ©affenwege eiitgewauberte ©pulwürmer. So*halb eine Sfrftopfitiigrefp.ffiercitgernng beS gemein*fdjaftlicheu ©affeugangS erfolgt ift, flaut fidj fofortbie ©alte in ber ©atleublafe tt. Seber au, wirbitt baS Slut u. bie ©ewebe beS (CörpcrS aufgc«nommen tt. ergeugt ©elbfitdjt, währeitb infolgebeS oerhittberteu SurdjtrittS ber ©affe in bntSamt bie Stuhlgänge meißlid) tt. thonartig blei-ben. (Jutllriit erfdjeiueitiit mehr ob. weniger großer'DJenge ber ©aKenfarbftoff tt. bie ©aHeitjäitreu, lt.ba im SerbamntgSfauaie bie gette nicht mehroerbaut werben, fo magert ber ©elbfüdjtige ftciSerheblich ab. Sffiüb ber gemeiitfchafliidje ©allen*gang wieber wegfatit, was häufig nad) 5eSBochengefchieht, wenn ber Katarrh ein gutartiger ift, foergießt fich bie ©affe wieber in ben 3nwlffiitger*barm, bie ©tüljte färben ftd) wieber buitfei, berUrin nimmt feine normale gärbmig wieber an, tt.ber (frattfe erhält allmählich wieber fein normalesipautcolorit. §äugt ber Äatarrh oon bösartigenLlrfadjen ab, g. S. Oon benachbartem Seber* ob.DJagenfrebS, fo bleibt bie ©elbfitcht befteheu bisgitrn SebeuSenbe beS jfranfen. Sie SehaitblititgbeS bitrch gortleitnng eines DJageitfatarrhS ent»ftanbeueu (batarrljS ber ©affenwege fällt im 2Be*(entliehen mit ber beS DJageufatarrhS gufaittmeuunb befiehl hanptfädjlich in ©eftattung nur leichtoerbaitltcher Soft, Sermeibung oon Setten, Sluwenb*mtg oon (JarlSbaber SBaffer ob. eines aitbern SIb*fiihrmitteis. §at ber JJartarrh feinen © itt ber©affeublafe, ein 3uflaub, ben ntan bisweilen beierfchwertent Slbfluffe ber ©affe auS ber Slafe u.bei Slnwefenheit oon ©affeufleinen in ber ©affen*btafe beobachtet, fo fattu es gu ftarfer ülufamm*tung ber ©affe n. enormer DuSbehitung ber @a(-