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Bd. 8 (1876) Ferdinandea - Geist
Entstehung
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Sorberfeite feiner Saufe. ®ie Unterßhicbe ingarte feines feiges finb liiert bloß bitrd) 'Jitter,(vjtoSäeiti ©eßhledjt u. £eimath bebingt, foubernoft fogav inbiöibuett. ©ang junge 91eftfüd)fe flubnJeaen i^rer nod) bideu ©d)nauge u. toegcu ihreseinfarbigen tief rnßbrauneu Beiges, an bein fid)nur ber graubräuulidje @d)eitel ltnb bie meiße©pi^e (Slntne) beS ©djmangeS abl)eben, faitm alsTvii^fe ju erlennen. Salb leimen bie blaßgelb»jiieu ©ratmenhaare gmifd)en ber fd)märglid)eitSolle empor. ®er fdjmarge Unterton »erliertp* allmählich, bleibt jebod) bei einzelnen gnbioi*iueii. gu biefem ©djmargbteiben (9JleIaniren) ge»feilt ftd) ein Sariireit beS fud)StotI)en ®oneS.gut allgemeinen geigt ber ©ommerbalg ein gartereS,reineres, btaffereS gudjSrotf), alg ber bnrd) mel)rreeiße .fjaarfpijjen u. fd)roärglid)ett .Sjaargrunb attg*gegeic^nete SBinterbalg. ®ie güd)finueu finb imgangen heller alg bie güdjfe, il)re Sunte fdjmäleru. |pi(jer, il)re Slitiite Heiner, ©chmargbäudjigeftitb in ber Siegel güchfinitett; iljrc Slume erftredtpd) nur anf ben Xefjteit ©djmangmirbel, ja beftefjtgumeilen nur ans menigen §aareit. ®iefe fdjmargegävbnng mifdß fid) nicht feiten mit ber fudjs*braunen ber Dberfeite. ©old)e fd)roargbäud)ige, infjtalien nidjt feltene gnbioibueit hat man als befon-bere Hirt (C. melanogaster Bonap.) aufgeftettt. gn91auchmaaren»©cfd)äfteu heißen fie Sohlfiidjfe,eilte Segeid)nuug, meldje oon Jägern and) aufgnbioibuen mit fd)t»arger $el)le u. fonß normalemMorit begogeit gu toerben pflegt. Unter Sranb«fud^S ffioUen Einige burdjauS rothe SEfjteve mitroeißer fehle »erßeljen, Htnbere bagegen gubi»i=buen mit bunlelbrauner Suntenfpitm (Canis alo-pexL.). Seim ©ilberfudjS ift fehle u. Slumeireiß, Belg graurotlj. Unter ©elbfitdjS rocrbcnfjnbiDibucu non gelber -Überfärbung, mit fdjitmrgeufjaarfpifsett, roeißer Unterfeite unb roeißer Slunteteißaitbeit. ES mürbe nid£)t fdjroer fein, nod) einhalbes ®u(ienb garben»Sategorien aufgufteüen;fo g. S. ben Sreitgfud)S (C. crucigera Briss .)mit einer bnnlelu ffreuggcidjnung auf ber ©d)ultev,unb bie Ebel« unb Sifantfüdjfe ber ©d)t»eiger.Sollte ber amerifauifdje g. (C. fulvus Besm.)gu uttferer Hirt gehören, bann mürbe ein neues$a!bbuf}enb gärbungen aitgureihen fein. Steinmeiße güthfe (Seucismen), foroie rein fdjmarge(Melanismen) finb feiten. ®er g. beftfjt Bonallen einl)eimifd)eu ®l)ieveit mol bie fd)ärfßenSinne unb ba er mit feinem §unbenaturell nod)baS fthleidjenbe Sefeit ber Sa(je »erbinbet u. fid)ben SBerhaltniffen in oft iiberrafthenber Seife an«paßt, fo ift er in ben Stuf beS fdjlauften ®Iji ere§gelommen. 51m ®age hält er fid) uteift fehr »er*ftedt, 91ad)ts legt er trabenb fehr meite ©tredettgurüd. ©eine Saue fteljen meift hoch in ©attb«toben, ©ie finb Hein, ba er fie nur gttr Stotl*geit, toeld)e in beit gebruar fällt, gunt Serfeitunb Jlufgieheit ber gitngeit unb beim @d)iteefalt,fonß aber nur bann benufjt, menn er geängßigtober gar »ermmtbet iß. ©roße Saue finb alt u.allmählich entftanben ober rühren »on Saufen her.2ie ®raggeit bauert 60 bis 63 Sage, unb biegädhfiit mirft bann, im Sprit, 3—7 guitge. ®erd- lebt nid^t, mie »ielfadj behauptet mirb, inMonogamie; er üimmert ftth unt feine gamilie

nicht im minbeften. ®ie 3 'Utouat alten giiugeuroerbeit »oit ber SJtittter ans bem Sau geführt u.nach einiger Seit »erlaffeit. gn Europa beftimmtbie Saumgreitge fein Sorfontmeu, auch bemohnter St’JlfriEa unb gang 9191ßeit »oit ber Saunt«greitge Sibiriens bis gum .fjimalaja, u. fotlte beriiorbamcriEanifd)e g. »oit uitfcrm nicht »erfthie*ben fein, bann ift ber g. circumpotar. ©eine9M)ruitg iß fehr »erfd^ieben: SlaS, größere gn*fectett, Sögel, SJtäufe, §afen unb btteijfijjeu, aberauch füße faftige Seeren, mie bie ber ®raubennttb .fjeibelbeeren. gorftlid) iß ber g. ein nith«lidjes ®l)i ei '> rae il er ein fleißiger fDtäufejägcr ift,jagblid) u. öfoitomifdj mirb er oft fehr ßhäblid).®ie g»jagb gehört gur niebern Qagb mtbmirb »ont StuSgaitg Dctober bis gum gebruar,ober ber Sertilgung megen baS gange gafjr be*trieben. iDtan fängt ben g. mit bem g-eifenob. ©dgmauenljatg, bem Sellereifen lt. ber g-attgel.Eilt g. ber einmal einem Jdjledjt gelegten Eifen ent«Eommen iß, heißt »erpönt (oerprallt), unb iftnun fo »orftdjtig, baß er fid) fdjmerer fangen läßt.Um gitchfe gu f(hießen, ftellt man fi<h morgensfrüh ob. abeubs — auch an fdjöiten SKaitagcn, mobie jungen gild)fe gern auf bem Sau fpieleit — inber Slähe beS Iefsteren mit gutem äöiube auf; oberman ermattet fie auf einem borher ausgemachten'Baß, reigt fie auchburd) Slachahmmtg beS§afen*gefd)reieS ob. todt fie burcß eilt ©eftpleppe oberintrd) ausgelegtes Sub er an. gunt Serbergeit beSgägerS bient bie au hieran geeigneten Slä(jcit aitfgu«ßelleitbe ©thießhiitte (g»hiitte, Suberljütte).'Jlußerbem mirb ber gud)S auf ®reib jagben ob.öor bem $utib (Sradeit) gefdjoffeit, mit Siitb»hunben gehest u. ähnlich mie ber ®ad)S im Saumit ®ad)Sl)uubeu aufgefudjt, ausgegraben, iit »or*gelegtem Siehe (g«ljanbe) gefangen ober beim,'perauSfafjreit erlegt. Enblid) ift namentlich inEnglattb bie Ißarforccjagb and) güdjfe »telfadhim ©(brauch u. fetjr beliebt.

®er Solarfuchs (EiS-g., Slau=g.,©teiit=g.,Canis lagopus L.) ift ein circuntpolarer SemofjiterbeS h»he« SlorbenS. Jlürgere Jäufe, ©djnauge,Oh l 'en, bidjterer nttb längerer ^3ela, im Sintermeift roeiße, im ©oiitiiter bitnfelgraue ob. bräun*tid)e, jeboch uid)t überall gleichmäßige gärbung,fenugeichiten ihn äußerlich gegenüber unferemetmaS größerem g*e. Stmh er gräbt fid) .jpöhlett;er nährt fich nteiß »on ©äitgethiereit u. Sögeln,©ein 'Belg bilbet einen nicht unbebeutenben .§an«belSartitel. Äorfal (C. Corsac L.), unferm g*eähnliöh, finbet ßß) in beit ©teppen ber SaSpifee.Äittfu^S (©riSfuchS, C. cinereo-argentatusErxl.), oben afdjgrau, unten meiß«gefprenlelt, inSimerita. (3um Sfjeil nach JlltuntS gorßgootogle,Sb. 1., Serl. 1872.)

guchäfelte bilbeu einen michtigeu Jlrtilel beS31aud)maarengefd)äftcS. Slm toftbarften u. gugleicf»feltenften finb bie gelle ber ©djrnarg« u. ©ilber«füdhfe, bereu greife bis 900 M ßeigen; ein feiner'f3etg barauS toßet über 20,000 M. gut Jlllge-meinen liefert ber h»ho Slorben »on allen Hirtenbie beften; »on ben güchfen, bie in ber gemäßig»len gone »orfotumeit, metben bie geUe um fogeringer, je mehr nach ©üben.

tgool.) Sporne, tljagb) SBimmenmter L.