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Bd. 8 (1876) Ferdinandea - Geist
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g-ranfrctcfj

mcntlid) iit SSctrcff ber ginangncrmaltung u. ber©olittt gegen (Spanien, mußte abbanten, bagegenwürbe Eonciiti gum ©tarfdjall non graufreid) er«nannt n. hieß feitbem gewöhulid), weil er ftd) bieHerrfeßnft Slitcrc getauft hatte, SKarfcßall 0. Slitcrc.©ein immer fteigenber Einfluß erregte inbeffeit beitUitnmtf) ber Don ber Sheilnaßme an ber SRegier»nng aiiSgefdjloffencn ©roßen. ®er ©ring Eonbe,bie Hergoge non ©onilloit, 9JeBcrS, Senbome lt. 31.Bcrtießen beit Hof, fammetten anfangs 1614 Sirup«pen bei ©tegiöreS n. erließen ein ©ianifeft, in mel«djem fie gegen ben Einfluß ber Italiener am §ofe,gegen mehrere Verlegungen beS EbictS Boit 9tan«teS lt. gegen ben Steucrbntd proteflirten. Sinngab bie Königin fdjeiitbar ltad), n. am 15. ©tai1614 tarn ein ©ergleid) in ©t. ÜJicncßoutbgmifdjen ber 3tegentin u. bent ©ringen non Eonbe31 t Staube, bentgemäß im Sluguft b. ff. eine all«gemeine ©erfammlmtg ber 9tcid)Sftänbe berufenwerben follte. ®ic Stäube traten im Dctbr. in©aris 3 itfammen lt. ber König jc^t BoHfäßrig er>öffnete bie ©erfammluug perföitlid), in welcher beiallen baS fyittereffe beS Stbeis u. beS ©ürgerftau«beS gugleid) berüßrenbeit fragen ber feßrofffte^wifdjenfpajt gwifeßen biefeit beiben ftd) titnbgab;nur in ©etreff ber ©erbeffernngen beS giuang»mefcitS richteten alle brei Stäube gcmcinfame ©or»ftcUungeu an beit König; ber enbtid) über bie g-i«nanglage beS Staates Borgelegte ©erid)t enthieltaber fo niete offenbare gfälfdptugen, Baß bie 9?e«giermtg, um ftd) uid)t bloggufteHen, gntet 3 t alle©erßanbluugen über baS Uinangwefeit abfdpiitt u.am 24. ©tärg 1615 beit 9teid)Stag feßtoß. Unterfoldfcn Umftäitben nahmen bie ©ringen nun ißrefjufludjt 311 m ©arifer ©arlament, beffeit ©ebeut«1111 g bie ©fünfter heraBgiibrüdeit fid) bemühten 11 .als cublid) ber König bem ©arlament alte ©c=fugniffc abfpracß, fid) in bie 9tegicrnng gu mifeßen,Würbe Eonbe bewogen, beit §of im ©tai 1615 31 tncrlaffen u. bie Sßaffcit gegen bie ©artei ber Kö-nigin 31 t ergreifen. ®ie ©ringen Soitbife u. 3{o«bau 11 . mehrere reformirtc ©roße, meld)e SRariaS©lan, Sitbwig XIIX. mit 3tnna Bon Öfterreich,Socßter ©ßilippS III. Bon Spanien 31 t Bermäl)Ieit1111 b bie barin auSgefprodjeite Hinneigung gu benHabSburgern noch erbitterte, traten auf EonbeSSeite, bod) tarn eS nur 31 t itnbebeutcnben g-ciub«feligteiten, u. im gebr. 1616 würbe bie9tul)e burd)beii fyrieben Bon Soubuii h«geftellt. Eonbe er«reichte gwar burd) biefeit fjriebcn bie ©ntlaffuitgmehrerer ißm mißliebiger ©fünfter u. für ftdE> Stn-tßeil an ber ^Regierung, aber bie Heirat!) beS»nigS mit Stuna Bon Öfterrcid) hatte er uidjt hin«bent tonnen, u. halb umgab fid) Siliere, ber nachwie Bor in ber ©unft beS ,'pofe§ blieb, mit neuendtätlfcn, Welche Eonbe nod) gefährlicher würben,barunter aud) bu ©lefftS, ber fpätere EarbiualDfidjelieit. Eonbe Berbaitb ftd) nun mit feinengreunben, um Slucrc mit ©ewalt Bom Hofe guentfernen, würbe aber, als biefe Stbfidjt meßbarwürbe, Septbr. 1616 auf ©efeßl beS Königs oer=haftet. Empört hierüber begannen feilte Slnßän«ger ben Krieg Bon Stenern, hoch gelang es bemKönige, fie 311 m Slufgeben ihrer friegerijeßen Slb«fisten 311 bewegen, fjugwifcßen beuutjte SUbertbe SupneS, ©iinftliiig SubwigS, bas ©etragen ber ;

(©cfdjidjte).

1 Königin«©fntter 11 . StncreS bent Könige gegenüber: bie Eiferfud)t, mit ber fie benfelbeit Bon Ber Die,'

' gientng fern hielten, benfelbeit gegen fie einguneb«men unb ihm enblich einen ©erhaftsbefel)! geqetiben 3RarfdjaH 31 t eiitlod'eu, mit ber Erlaubmßbenfelbeit, falls er fid) Wieberfefse, 31 t tobten. Kn.folge beffeit würbe Siliere auf ber ©rüde BesSonore erfcßoffeit (24. SIpril 1617) nnB BieKönigin nach ©lois Berwiefeit. SupneS be<mädj'tigte fich nun beS SinfluffcS auf beit fd^tDa«d)cit König, hatte aber halb ebeitfo wie Slncre BenHaß ber Eiroßen auf ftd) gefaben it. als Bie Kij,nigin nach ihrer Selbflbefretung g-ebr. 1619 Burd)©ermittelung 9fid)eIieiiS eine SluSglcidptng gmifcheitihr u. bem Könige gn Staube gcbrad)t, befreiteer ben ©ringen Bott Eonbe aitS feiner Haft Dct.1619, um an ihm eine neue Stöße 31 t erhalten.Unter bem Einfluß beS ©apfteS ©anl V. it. Berfpauifch»!atljolifcf)en ©artei geftattete ber Königltad) ©ereinigmtg DtiebernabarraS u. ©earns mit igranf'reid) ben Katßolifen bie SluSübiutg BeS ®ot» iteSbienftcS in ©eant, wo berfelbc Böit Heinrich IV. ]oerboteu worben war, unb forberte bie Sieform- |irteu auf, ben Katholifen bie eutriffcncit Kirchen !wicbergugebett. ®agegen erhoben fid) bie um ihre(Glaubensfreiheit beforgten Dieformirten untergiihr- |nng beS Hei'gogä Bon 3tohan, fämpfteit aber mi. jglüdlich- ®urch beit fjriebcn 001 t ©lontpcllier, |

21. Dct. 1622 würbe ben Sieformirten baS EBict f

Bon ülattteS beftätigt, aber baS 9ied)t, allgemeine©erfammlititgeit über poütifche Slitgelegcnheitengu halten, Bon einer auSbrüdlidfcit föniglichen ©e«willigung abhängig gemad)t. ffujwifdjcn roarSupneS geftorben (1621) n. ftanb nun bie Königinmieber allein neben it. über ihrem @of)ne. Shr ;gelang cS and) halb, bie ©äthe beffelbcit 31 t Der*Brättgen uub ihren ©iinftling 9iid)elicu in Ben [StaatSrath 311 bringen, 29. SIpril 1624, Bon bemaus er fd)on ltad) einem halben Q-aßre fclbft bie©egieniitgSgefd)äfte übernahm guut ©liid g=S,baS burd) bie ©iißregientng ber lefjteit fsaßre fei«item ©erfatle entgegenging; bie (Großen unb Bie©cfeßlShaber in ben Saiibfd)afteit hielten fich wieunabhängige Herren, auswärtige ©erhältniffc unb©üitbitiffe würben Bernad)läffigt, überall galt nurber perföiilicfje ©ortheil, bie löniglidjc ©ewalt, ba§föiüglid)e Slnfehcn war bahin. ®ieS wieberher«guftctleu hielt ©id)elieit eine Uuterbrüduitg ber re«formirten ©artei für nötlfig, im felbcn Qiitercjfeaber erlaunte er eS aud) fiir notl)wenbig, benfpanifd)=päpftlid)eit Einfluß abjuweifeu u. ber über«hanbitel)meitben ©ebietScrweiterung ÖfterreidjS,welches, mit Spanien Berbititben, %. Bott gwei !Seiten bebrohte, bitrcß ©ünbiüffe mit beffeit @eg»item, bett proteftantifchen fyilrftcn ®eutfd;lanb»,entgegenguarbeiten, mäljrenb bie ©icberlanbe be«nit( 3 t würben, bie fpanifeße ©fad)t 31 t fd)toäci)cn.SiefReformirteu Waren inbeffeit bie einzigen, bie bemgewaltigen ©iinifter u. ©taatSlenler entgegentreten wagten, n. fte braitgen ißm 1626 aud) eureneue ©eftätigung beS ©bicts Bon SlanteS ab. ^ Ein©erfitd) ber Heipartei gum Sturgc beS EarbiiialSunter güßmug beS ©rubetS u. präfumtiBcn 9fad)«foIgerS beS Königs, beS ©aftou be goip, mißlangbagegen bttrd) baS energifcheSDagwifcßentretcu'Jlidje'lienS u. biente nur bagu, feineStellung bei^ofe felbß ^