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grüitfrad)
(Scutfchen) Steidje burd) ben fchntalen Saitbftrichgetrennt, loelcfjcv, bet DftfrieSlanb begiitncnb, ftd)längs beS linteit StheinuferS bis gu ben 2ltpengog u. eilten Sheil ber $crrf<haft beS SaiferS So*tfjar auSmadfte. Ser bei rocitem überroiegeubeS^ett ber 33eBölferung rebete eilte ©prache, biefi<h in ber ffSroBing auS ber Sateinifchen ©prad;egebilbet hatte. 83oit biefem fc^ieben ftd) nach Slb*ftammung unb ©pradje bie mit ben 33aSleit Ber*loanbten Slquitaitier im ©übmefteit u. bie 33retoitcnin ber nachmaligen (Bretagne, rnelche fid) nicht mitbem römifchen (Element Bermifd^jt hatten unb bisauf ben heutigen Sag bie teltifche ©prache feft*halten. Ser mittlere Sheil beS SaitbeS, gratteiettgenannt, hatte neben ber romanifcheit eine beutßheSSeüölfernng. Sari bem Wahlen gelang bieSSerfchmeljuitg ber Stationalitäten nicht, Bielmehrtrachteten Slquitanier unb 33retonen nad) BöltigerUnabhättgigleit, it. aus ihren §ergögen ermuchfeitbem fiönige hartnäefige geinbe, tnähreub baS (Reichuon Stußeit burd) bie Staubgüge ber StonnanncHbebroht mürbe. Schere Berheerten bie Stiften,felbft (Rouen, i}5ari§ u. Staates, unb Sari mußteihren Slbgitg Bon ©t. SeuiS enblich bunh (Selberlaufen. Stadlern Saijer Sothar 855 geftorbenmar, erhielt Bon feilten ©öhneit ber ältefte, Sitb*mig II., Italien mit ber Saifetlroite, Sothar II.Sothriitgeit, unb Sari, ber jüngfte, bie iJJroBeitce.Sothar II. gerieth in einen heftigen ©treit mit bem'fiapfteSlbrianll., als er (ich Bon feiner ©cmahlinSentbergatrennte. SotharII.ft.869,SavIberSahleu. Sttbmig berSeutfdfe machten auf fein (Reich SJtii*jpruch, bis ftchenblkh Sari baguoerftaub, itnSßertraggtt2Rerfen870 baS Saitb im O. berSJtaaS mit ben©täbten Utrecht, ülacheu, Siittich,2)teh, Srier, Sollt,©traßburg, (Bafel an Submig abgutreten. Stach 2ub*migs II. Sobe (875) mußte ftd; Sari ber Sahleburch einen Stömergug ber Saiferfrone gu beniädR*igeit, tnaS ihn mieberunt in eilten Srieg mit Eub*mig bem Seutfchcn u. beffen ©öhneit Bermidelte.Surdj biefe emigeit Säntpfe u. burd) bie toieber*holten (SinfäUe ber Stortnaunen mar baS Saab aufsSiußerfte erfdjöpft. Ser ©iitfluß ber großen 33a*fallen gegenüber beut S'önige mud)S bon Sag guSag; 877 gemährte Sari ber Sahle burd) baS©bict Bon Serfh bie ©rblichfeit ber Sehen. Stochin bemfclbeit gaffre ftarb er.
Sh m folgte Submig II., ber ©tammler, fein©ohu, melcher jeboch, beoor er gur Srone gelangentonnte, bunh 33emilligungeit Berfchiebeitcr 9lrt bieanntaßeitben ©roßen beS SteicheS jufrieben ftelleumußte. 2US er nach furger Stcgierung 879 ftarb,bemirtte $ergog 33ofo, Saris beS Saplen ©^ma-ger, bunh feinen Einfluß, baß baS Steid) unterbie beibett ©ohne SubluigS beS ©tammlerS, Sub*mig III. u. Sari nt amt, ber mit SiofoS SofterBerlobt mar, getheilt mürbe. Sarlmann erhielt33urgunb u. Slquitaiticn, Submig III. aber Steu*Arien. 3'nbcffen trachtete 33ofo felbft nach bentffleßhe Bon SSurguttb, ließ ftch 879 Bon ben ihmgitnftigen ©rgbifchöfeit unb 83i[chöfen gum SönigeauSrufeit unb blieb, trotsbent baß Sarlntaitit unbSubmig III. mit ben Söitigeit Submig bent Qün*gern u. Sari bent Siden fidj gegen ihn Bereinten,tpert int (üblichen Sfjeite OoiiSBurgunb. ÜBährenbSubmig III. bie Stormauiien in ber ©chladjt bei
(©efcfjicfjtc).
©aucourt fchlug, eine St)at, bie in einem berälteften beutfehen ©cbidjte, bent SubmigSliebe, benherrlicht ift, mußte Sarlmann, ber nach Subtoig's in !Sobe 882 auch Steuftrien iit 33efi(j genommen, beitben Storntannen mit 3uftimmung ber ©roßen (einesSteicheS genöthigt, 884 einen groölfiäfjrigen StBafjen*ftillftanb erlaufen. Qn bemfelben (Jahre ftarb erohne birecte Stachfontmcnfchaft. Sie ©roßen mäljhteil nun mit 3luS[dfIuß beS erft öfährtgeit ©ohne.?SubmigS beS ©tammlerS aus groeiter' Elfe Sariben Sielen guut Sönige, melcher bantals biebeutfd;en Sänber unter feinem ©cepter bereinigthatte, (Jnbeffeit rechtfertigte Sari bie $offmmgber äöeftfranlen, baß er bem Steiche einen Iräftigen©dfufe biete, nicht. Sie Stormauiien braitgen bis s -,
uach $aris Bor uitb ber Sönig crlaufte 886 bon ff
ihnen einen fhimpflichcngriebeu. SieS Sßerfahren fu. bie immer beutlidjer heroortretenbe llitfähigleit S'SarlS, bie Orbnuitg im Innern beS (Reiches auf.recht gtt erhalten, hatte eine allgemeine SDtißftimm*nttg gur g-olge u. auf bem SteidjStage gu Sri« |. :bur, ©ube 887, mürbe Sari ber Siele bon bennerfanunelteit SteichSftäitben beS ShroiteS entfefjtu. bamit auch UBeftfrancieit u. Djtfrancien (fjvanl*reich u- Seittfchlaitb) für immer Boit einaitber ge*trennt.
Sie ©djmächc ber lebten Sönige begttnjtigte baS©trebeu ber mächtigeren Sehnsträger beS SteicheS,eine bon ber Srone OöHig unabhängige ©teümiggu gemimten u. führte gu einer gcrfplitternng beäSieidjeS in Biele Heine ^errfdjaftett. Ser ©taubber ©emcinfreien mar faft ganj Berfhmitnben, n.außer ben S3emohnerit ber ©täbte gab eS faß nur . ,§örige, ja felbft über eingeltte ©täbte hatten be= 1reitS bie ©rafeit u. $er§öge ihre §errf(hergetoalt 1 i;auSgebehnt. ©emalt u. SBilltür herrfchteit überall ' ^it. hemmten jebeit politifchen fjortfehritt unb jebegeiftige ©ntmidelung ber Station. Um biefe |jeit |löfte ftdh Stabarra als ein befoitbereS Sönigreich sboii fj. ab, ebenfo §od;burgunb unter feinem §er*goge Stubolf. 3 11 2r- felbft bilbeteit ßh aber jmei f^Parteien, melche um beit Shron ftritten: bie einehielt gu bent jüiigften ©ohne SubmigS beS ©tamm*lerS,Sarl bem ©in|fältigeu; bieanbereguObo(©ubeS), ©rafeit Bon i]3ariS u. ^ergog Bon grau* .eien, auSgegeichnet burch Sörperfhönheit u. rittet* ilicheS SBefeit. Sie Umnünbigleit SarlS beS Eilt*fältigen Bcrfchaffte beut Sehteren halb bie Oberhanb, ■=guntal er noch bnrh eilten ©ieg über bie Stör* imanttett fein Slnfehen befeftigte it. auch 6on 5l r ‘liulf, Söitig Bon Seutfdjlaiib, bei einer ßufamnten* -fuuft in SBormS, als Sönig anerfäitut mürbe. 311S ;
er aber fpäter ben ffierheermtgeit ber Stormauiien ,j ■
feinen Einhalt gn thttn bermochte, erftarfte bie !|
'Partei SarlS beS ßiitfättigeit unb berfeibe nmtbe ! |
enblid) nach langem burch Vergleich beenbetem | !
ParteiEaiitpfe it. bem Sobe DboS 898, nachbem erfd)Oit 892 gu SteintS gefrönt morben, als Sari III. JSönig Boit gang granfreid), ohne jeboch baS 3ln< jfeheit beS Sarolingifchen SöitigSlfaufeS miebet'her* i(teilen gu lönueit, beim fchon hatten bie ©roßen j |
beS Steiges fiep barait gemöhut, bie SönigSmahlals ein ihnen guftehenbeS Stedht gu betrachtn'’bent Sroh ber Sfafalleit u. ben blutigen Jeßben,roelhe fte unter ftd) führten, mar eS fürSarl un*möglich, biejelbeit gut Seiftung ber fieercSfolge