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Bd. 8 (1876) Ferdinandea - Geist
Entstehung
Seite
305
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Ott bet ©eorgSlirche. §icr wirfte er fefjr fegenS*teid) burd) feine ißrebigten, burd) Slbhaltung BottßrfmnungSfhtnben erft in feinem §aufe, bann inbet titele, burch ffiatedfifationen mit bet Qngenb,imri^ unermfiblidje ©eetforge an feinen Sird)*finbern, burd) Slbfaffung erbaulicher u. belehren*5er Schriften, bef. aber auch als atabemifcherSehrer; feit 1698 roar erfßrofeffor ber ®h e al°9' eu. feit 1715 Sßfarrer gu ©t. Ulrid). SIber auchhier blieb er nicht ohne Slnfed)tung uub geriet!)wegen feines Eifers im fßrebigen in SRißhetlig*feiten mit ben anberen ©eiftlid)en ber ©tabt. Erjj, 8. Quni 1727. g. hat faum weniger großengtnfluß auf feine ßeit geübt, als ©pener, weil5er fßietiSmuS in feiner urfprünglidjen ©eftaltbetn burcf) bie h m 1<henbe Örtljoboyie mtbeftie*6igten SBebürfttiß nach gemütl)Bol(er, prattifd)ergrömmigfeit entgegenfam; aber fchon in g*S 58c*theiligung an ben tbeofogifdjen ®eitunciatioiten ge*gen ben fßh* Io f°f , ^ elt ® ol ff ä ci 9t M ber gangegnltur» u. 8Biffenfd)aftShaß beS ißietiSntuS, ber gttmSefett beffelbett gehört, g. febfr.: Manaductio adlectionem sacr. scripturae, .§aüe 1693, 1704;Observationes bibl., ebb. 1695; Praelectioneshermen., ebb. 1717; Methodus studii theolog.,ebb. 1723; SBiele fßrebigtett tt. nt. a., }. b. golg.;SebenSbefchreibung Don ©uerife, §aüe 1827, Oon2eo, gwidan 1848, fllof. Sod), S3reSI. 1854; 31.tp. SRiemeper, Üöerfidjt Bon g*S Seben u. $er*Sienften um ErgieljungS* u. @d)ulmefeit, §atle1788; üDlerg, ffn SlaiberS eb. SBoIfSbibliothel,Stuttg. 1864. ®aS bleibenbfte SJerbienft erwarbftch g. burch bie g*fd)en Stiftungen, roetchegu Oftern 1695 als ülrmenfchute eröffnet würben,woran ftd) bann guglcich mit ber Stbfidjt, Sehrerherangubitbeit, ein äßaifeiihauS, eine f8ürgerfd)ttlc,eine Sateinifdje ©cfjule unb ein 'ßäbagogium fürjunge Seute höheren ©tanbeS reihten, welche Sin*ftalten in ben allmählich an baS alte SBaifetthauS(1701 erbaut) fid) anfd)ließenbc:t ©ebäuben unter*gebracht mürben. ÜRit biefen gnftituten oerbanbg. bie ®anfteinid)e Sibelanftalt uub unter betnöd)uge ber fönigl.bänifd)en3iegietung ein SWiffionS*inftitut für Oftinbieit, feit 1698 fc|on auch eineüpotljete, fBuchhanbluitg u. fpätereineS3uchbru<ferei.Sie $irection ber fj*fd)en ©tiftungen, welche g.bis an feinen ®ob felbft geführt hatte, übernahmennachher fein Sohn @ottf)eIf u. fein ©djmiegerfohit8oh. Ülitaft. greplingljaufen. ®ie bis je^t nochbefteheitbeit gnftitute begreifen eine 3 a hl Bon800 Seelen u. bebürfen einen jährlichen UnterhaltDon 762,00011, bie iiberwiegenb burch bie eigenenSinnahmen, g. ®p- burch @taatSgujd)üffe, gebecEtWerben. Slnt 5. füoB. 1829 (atn Sage, wo er Bor134 fahren bie erfteu 4 SBaifenfinber gu ftch ge*notnnten hatte,) würbe ihm im Bereiche ber SBaifett*hauSanftalt ein ®eit!mat gefegt. tßgl. ©cljitlge,fittapp u. Diiemcper, g*S ©tiftungen, eine geit*fihnft, §at(e 1792 ff., 3 S3be.; @. gramer, Sei*ttäge gut ©efd)id)te 31. §. g*§, #alle 1861 (ent*hält ben SBriefmechfel g*S tt. ©penerS); berf., {RetteBeiträge, ebb. 1875. 2) Sßtlhelm grang ©ott*Hieb, heroorragenber {RecptSlehrer unb ©djrift*fletler, geb. 26. Qult 1803 in Sünebttrg, geft.12. Ülptil 1873 in ©öttingen, ftubirte in ©öt»Bugen, würbe bafelbft nach feiner ißromotionpiererS Uiiit)er[Qt;SonSer[aticraSsSeri!on. 6. Stuft, T]

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1825 fßrinatbocent, 1828 außerorbentlicher fßro»feffor nnb Sßcifiger beS ©pruchcollegiumS, folgte1831 einem {Rufe nach Qctta als orbentlicher fßro»feffor u. OberappellationSgerichtSrath u. erfegte1844 fWühleubruch in ©öttiitgcu. ©eine fcpriftfteH*erifche SChätigfeit galt befmtbcrS betn Erbrecht n.fd;r. er: ®aS Sffcdjt ber'Jlotherben n. ißflichttheilS*berechtigten, ©ött. 1831; l£pcgetif(h»bogmatifcher©ommeutar über ben fßanbcttcntitel de heredi-tatis petitione, ebb. 1864; außerb. SioiliftifeheSlbhanbluitgen, ebb. 1826 n. tu. a. 3) Sari5p h *!•» fölitglieb ber proB. fRegiermtg für ©chleS*wig=§olftein, geb. 17. Qan. 1805 in Schleswig,ftubirte feit 1823 in ©öttingen, .fjetbelberg tt. Siefbie fRechte; nathbem er feit 1827 in ber Sattgleiber §eräogthümer in Sopenhagen gearbeitet hatte,laut er 1835 in baS ©eneraläolltammer* u. Eont*merjcollegium, wo er bie 3 bH* u. §anbelSange*tegenheiten leitete, fßach ber .gneorpotinrag ©ihleS*wigS, 24. EWärs 1848, foüte er bie Sermaltungber $et'äogthümer übernehmen, legte aber, ba BonSopenhagen aus bie 3nftcherung ber UnBerleglich*feit ber |jersogthitmer Bermeigcrt würbe, feineSinter nieber u. würbe unter ber proBiforifdjenfRegierung ber §eräogthümer fßräfibent beS fRe-gierimgScollegiumS; Bott Schleswig in bas fßar*iament nach grantfurt geiBählt, gehörte er jurerbfaiferlichen tßartei tt. Bertrat hier infonberheitbie fd;leSwig*holfteinifche ©adje nach bcntSSaffen*ftiflftaub ju SRalmö. ©eit 3 ?ob. 1848 JÜeBolI*mädhtigter ber fchleSwig*hcljlcinifiheu SSaffenflill*ftatibSregiermtg bei ber Eeitiralgctnalt, bemühteer fid) eifrig für extergifdjc gühritug be§ jweitenbättifihen gelbjugS, lehrte nach Stuftöfnng ber SRa*tioualBcrfatnmlnng nach Schleswig jurücf, wo erim Slitg. 1849 in ber fRegiermtg ber §er5ogtf)ümer®epartementSihef ber gütattäcn, im fjmti 1850aud) iiitcrimiftifd) beS Süßeren würbe. fRadjbembie Unterwerfung ber .Tjerjogtliümer unter bie Sun*beSBerfamntlung im Qan. 1851 Bon ber SanbeS*oerfammlmtg angenommen worben war, Berließg., proferibirt, fein Sßaterlaitb, würbe im Oct.b. 3f. fßräfibent ber SanbeSrcgierung in Soburgu. nach ber fRegeluttg ber ©otha*Soburgftheu Sin*gelegenheit als ©eheimer ©taatSrath fßorjtanb berSlbtheilung für Soburg. 1863 Berließ er feilte©teile im ©othaifd)en u. trat in bie Sienfle beSHäringen griebrich Bott Sluguftenburg, welcher ba*tnals gegriinbete §offiutng hatte, fpergog Bon@ihIeSwig*|)otftein gu werben; als inbeffen fßreußeu1866 bie ©^lcSwig<§olfiemifdhe Sache auSfchließ*(iöh gu ber {einigen machte, fd)loß ft^ g. bteferStufidjt an u. blieb in Siel, als ber fßring ba«Saub wieber Berließ; er würbe nun in ben preuß.Sanbtag u. in ben {Reichstag gewählt n. ft. 23.gebr. 1870 in Siel. lj SBfflec*. 2)3)Sagai.

grnitrtett, ltieberlättbifche Äünftlerfamilie im16. u. 17. Sahrh- 1) grattgois ber Slltere,geb. 1544 in gerenthal, geft. 1616 in Antwerpen,erlernte bie ORalerei bei gr. gloriS in Slntmerpen,grünbete fpäter eine ©djule, ans welcher ©. ©ort*giuS, 3ian be SBaal, Batt ber SRaert u. a.SünjHer herBorgingen. SBerle fehr gahlreich imSRufeum in Slntmerpen; ferner im berliner ÜRu«feum ®h r 'f tu§ am Sreug; im SonBre Eßher BorSlhaSBer; in ißommerSfelben ®ie fteben SBerfe betn. Sanb. 20