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[2] (1821) Das Neue Testament unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi
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202
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202 Göttliche Traurigkeit.

2 Korinther 7 . 8.

Freywillige Steuer.

18. Und * euer Vater seyn, und ihrsollt meine Söhne und Töchter seyn,spricht der allmächtige Herr.

* Zcr. 31 , 1 . 9 . 33 . c. 32 , 38 . Off. 21 , 3 .

Das 7 . Capitel.

Vermahnung zur Heiligung.

1. Dieweil wir nun solche Verheißungen haben,^ meine Liebsten, so laßt uns von aller

Befleckung des' Fleisches und des Geistes unsreinigen, und fortfahrcn mit der Heiligung inder Furcht Gottes.

2. Fasset uns; wir haben * Niemand Leid ge-than, wir haben Niemand verletzt, wir habenNiemand ff vervortheilet. * G-sch. 20,33. 1- c. 12,17.

3. Nicht sage ich solches, euch zu verdammen;

denn ich habe droben zuvor gesagt, daß ihr in* unfern Herzen seyd, mit zu sterben und mitzu leben. * c. 6 ,11.12.13.

Ich rede mit großer Freudigkeit zu euch,ich rühme viel von euch, ich bin erfüllet mit Trost,ich bin überschwänglich in Freuden, in aller un-serer Trübsal.

5. Denn da wir in Maeedoniam kamen, hatteunser Fleisch keine Ruhe; sondern allenthalbenwaren wir in Trübsal, auswendig Streit, in-wendig Furcht.

6 . Aber 'Gott, der die Geringen tröstet, dertröstete uns durch die Zukunft Titi. * c. 1,3. 4 .

7. Nicht allein aber durch seine Zukunft; son-dern auch durch den Trost, damit er getröstetwar an euch, und verkündigte uns euer Ver-langen, euer Weinen, euern Eifer um mich,also, daß ich mich noch mehr freuete.

8 . Denn daß ' ich euch durch den Brief habetraurig gemacht, reuet mich nicht. Und ob micheS reuete, so ich aber sehe, daß der Brief viel-leicht eine Weile euch betrübet hat; * c. 2, 4 .

s. So freue ich mich doch nun, nicht darüber,daß ihr seyd betrübt worden, sondern daß ihrseyd betrübt worden zur Reue. Denn ihr seydgöttlich betrübt worden, daß ihr von uns ja kei-nen Schaden irgend worinnen nehmet.

10. Denn die' göttliche Traurigkeit wirket zurSeligkeit eine Reue, die Niemand gereuet; dieTraurigkeit aber der Welt wirket den Tod.

* Mattb. s, 4 . c. 26, 74 .

11. Siehe, daSselbige, daß ihr göttlich seydbetrübt worden, welchen Fleiß hat cs in euchgewirket, dazu Verantwortung, Zorn, Furcht,Verlangen, Eifer, Rache? Ihr habt euch be-wiesen in allen Stücken, daß ihr rein seyd ander Thar.

12. Darum, ob ich euch geschrieben habe; soist eS doch nicht geschehen um deß willen, derbeleidiget hat, auch nicht um deß willen, derbeleidiget ist, sondern um deß willen, daß euerFleiß gegen uns offenbar würde bey euch vorGott.

13. Derhalben find wir getröstet worden, daßihr getröstet seyd. Ueberschwänglicher aber habenwir uns noch mehr gefreuet über der FreudeTiti; denn sein Geist ist erquicket an euch allen.

1^. Denn ' was ich vor ihm von euch gerüh-met habe, bin ich nicht zu Schanden geworden;sondern, gleichwie Alles wahr ist, das ich miteuch geredet habe, also ist auch unser Ruhm beyTito wahr geworden. *2Tbess. 1,4.

15. Und er ist überaus herzlich wohl an euch,wenn er gedenket an euer aller'Gehorsam, wieihr ihn mit Furcht und Zittern habt ausgenommen.

* c. 2 / 9.

16. Ich ' freue mich, daß ich mich zu euch

Alles versehen darf. *2The,s. 3, 4 .

Das 8. Capitel.

Vermahnung zur milden Steuer für die Armen.

1. ^ch thue euch kund, lieben Brüder, die'^ Gnade Gottes, die in den Gemeinen in

Maeedonia gegeben ist. *Rom. i§, 26.

2. Denn ihre ' Freude war da überschwäng-lich , da ste durch viele Trübsal bewähret wurden.Und wiewohl sie sehr arm waren, haben ste dochreichlich gegeben in aller Einfältigkeit.' c. 7,4.13.

3. Denn nach allem Vermögen (das zeuge ich)und über Vermögen waren sie selbst willig,

Und fleheten uns mit vielem Ermahnen,daß wir' aufnähmen die Wohlthat und Gemein-schaft der Handreichung, die da geschieht denHeiligen. ' c. 9 , 1. Gcsch. 11, 29.

^ 5 . Und nicht, wie wir hofften; sondern sie er-gaben sich selbst zuerst dem Herrn, und darnachuns, durch den Willen Gottes,

6 . Daß wir mußten Titum ermahnen, aufdaß er, wie er zuvor hatte angefangen, alsoauch unter euch solche Wohlthat auSrichtete.

7. Aber gleichwie ihr in allen Stücken reichseyd, im Glauben, und im Wort und in derErkenntniß, und in allerlei) Fleiß, und in eurerLiebe zu uns; also schaffet, daß ihr auch indieser Wohlthat reich seyd.

8 . Nicht sage ich, daß ich etwas gebiethe; son-dern dieweil Andere so fleißig sind, versuche ichauch eure Liebe, ob sie rechter Art sey.