Jesus bethet am Oehlberge. LUcas 22. Juda Kuß. Petri Schwert. Petrus weinet. 95
33. Er sprach aber zu ihm: Herr, ich bin bereit,mit dir ins Gefängniß und in den Tod zu gehen.3-4. Er aber sprach: * Petre, ich sage dir, derHahn wird heute nicht krähen, ehe denn du drey-mahl verläugnet Haft, daß du mich kennest.
* Ma«. 14/ 30. 72.
35 . Und er sprach zu ihnen: * So oft ich euchgesandt habe ohne Beutel, ohne Tasche, undohne Schuhe, habt ihr auch je Mangel gehabt?Sie sprachen: Nie keinen. *c. 9 ,3. M-mh. io, s.
36 . Da sprach er zu ihnen: Aber nun, wereinen Beutel hat, der nehme ihn, desselbigengleichen auch die Tasche. Wer aber nicht hat,verkaufe sein Kleid, und kaufe ein Schwert.
37. Denn ich sage euch: Es muß noch das auchvollendet werden an mir, das geschrieben stehet:' Er ist unter die Uebelthäter gerechnet. Dennwas von mir geschrieben ist, das hat ein Ende.
* Esaj. 53/ 12.
38 . Sie sprachen aber: Herr, stehe, hier sindzwey Schwerter. Er aber sprach zu ihnen: Esist genug.
39. Und * er ging hinaus nach seiner Gewohn-heit an den Oehlberg. Es folgten ihm aber seineJünger nach an denselbigen Ort. *Ma«. 14 , 26 .
-40. Und als er dahin kam, sprach er zu ihnen:Bethet, auf daß ihr nicht in Anfechtung fallet.- 41 . Und er riß stch von ihnen bey einem Stein-wurf, und kniete nieder, bethete,
2 - 2 . Und sprach: Vater, willst du, so nimmdiesen Kelch von mir; doch * nicht mein, sonderndein Wille geschehe. * ME. 26 / 39 .
-43. Es erschien ihm aber ein Engel vom Him-mel, und stärkte ihn.
- 42 ,. Und cs kam, daß er mit dem Tode rang,und bethete heftiger. Es ward aber sein Schweißwie Blutstropfen, die fielen auf die Erde.
-45. Und er stand auf von dem Gebeth, undkam zu seinen Jüngern, und fand fie schlafenvor Traurigkeit;
2 . 6 . Und sprach zu ihnen: Was schlafet ihr?Stehet auf und bethet, auf daß ihr nicht in An-fechtung fallet.
2.7. Da er aber noch redete, stehe * die Schaar,und einer von den Zwölfen, genannt Judas,ging vor ihnen her, und nahete stch zu Jesu,
ihn zu küssen. * Matth. 26 / 47. Marr. 14, 43. Joh, 18 / 3.
2.8. Jesus aber sprach zu ihm: Juda! vcrräthestdu des Menschen Sohn mit einem Kuß?
^9. Da aber sahen, die um ihn waren, wasda werden wollte, sprachen fie zu ihm: Herr,sollen wir mit dem Schwert drein schlagen?
50. Und einer * aus ihnen schlug des Hohen-priesters Knecht, und hieb ihm sein rechtes Ohr ab.
* Matth. 26, 51.
51. Jesus aber antwortete, und sprach: Laßtsie doch so ferne machen. Und er rührete seinOhr an, und heilete ihn.
52. Jesus aber sprach zu den Hohenpriestern,und Hauptleuten des Tempels, und den Aelteften,die über ihn gekommen waren: * Ihr seyd, alszu einem Mörder, mit Schwertern und mit Stan-gen ausgegangen. * ME. 26 , 55 . Ma«. 14 ,4«.
53. Ich bin täglich bey euch im Tempel gewesen,und ihr' habt keine Hand an mich gelegt; aberdieß ist eure Stunde, und die Macht der Finsterniß.
* Zoh. 7, 30. c. 8, 20.
5- 4. Sie griffen ihn aber, und * führeten ihn,und brachten ihn in des Hohenpriesters Haus.Petrus aber folgte von ferne. * ME. 26 , 57 . 5 s.
55. Da zündeten sie ein Feuer an mitten imPallast, und setzten sich zusammen, und * Petrussetzte sich unter fie. * ME.- 6 , 69 .
56. Da sah ihn eine Magd sitzen bey dem Licht,und sah eben auf ihn, und sprach zu ihm: Die-ser war auch mit ihm.
57. Er aber verläugnete ihn, und sprach: Weib,^ich kenne ihn nicht.
5 8. Und über eine kleine Weile sah ihn einanderer, und sprach: Du bist auch derer Einer.Petrus aber sprach: Mensch, ich bin es nicht.
59. Und über eine Weile, bey Einer Stun-de, bekräftigte es ein anderer, und sprach: Wahr-lich, dieser war auch mit ihm; denn er ist einGaliläer.
60. Petrus aber sprach : Mensch ich weiß nicht,was du sagest. Und alsobald, da er noch redete,
* krähete der Hahn. * ME. 26 , 75 .
61 . Und der Herr wandte sich, und sah Petruman. Und Petrus gedachte an des Herrn Wort,das er zu ihm * gesagt hatte: Ehe denn der Hahnkrähet, wirft du mich dreymahl verläugnen.
* Marc- 14, 30. 72.
62. Und Petrus ging hinaus, und weinete bit-terlich.
63. Die * Männer aber, die Jesum hielten,verspotteten ihn, und schlugen ihn, * Ei. 50 , 6 .
6- 4. Bedeckten ihn, und schlugen ihn ins Ange-sicht, und fragten ihn, und sprachen: Weissage,wer ist es, der dich schlug?
65. Und viele andere Lästerungen sagten siewider ihn.
66. Und * als es Tag ward, sammelten sichdie Aelteften des Volks, die Hohenpriester und