82 Prüfung -er Zeit. Warnung. Lucas
das der Streiche werth ist, wird wenige Streicheleiden. Denn welchem viel gegeben ist, bey demwird man viel suchen; und welchem viel befohlenist, von dem wird man viel fordern.
- 49 . Ich bin gekommen, daß * ich ein Feueranzünde auf Erden: was wollte ich lieber, dennes brennete schon ? 'Mmh. 10 34.
50. Aber ich muß mich zuvor * taufen lassen
mit einer Taufe; und wie ist mir so bange, bissie vollendet werde? * Matth, 20,22. Marc. 10,38.
5 1. Meinet ihr, daß ich hergekommen bin,Frieden zu bringen auf Erden? Ich sage: Nein,sondern Zwietracht.
52. Denn von nun an werden fünf in EinemHause uneins seyn; drey wider zwey, und zweywider drey.
53 . Es wird seyn der Vater wider den Sohn,und der Sohn wider den Vater; die Mutterwider die Tochter, und die Tochter wider dieMutter; die Schwieger wider die Schnur, unddie Schnur wider die Schwieger.
5 ^i. Er sprach aber zu dem Volk: Wenn ihr *eine Wolke sehet aufgehen vom Abend; so sprechtihr bald : Es kommt ein Regen; und es geschiehstalso. * Marth. 16, r.
55 . Und wenn ihr sehet den Südwind wehen,so sprecht ihr: Es wird heiß werden; und esgeschiehst also.
56 . Ihr Heuchler, die Gestalt' der Erde unddes Himmels könnet ihr prüfen: wie prüfet ihraber diese Zeit nicht? *J°h. 4,34.
57. Warum richtet ihr aber nicht an euch sel-ber, was recht ist?
58 . 'So du aber mit deinem Widersacher vorden Fürsten gehest; so thue Fleiß ans dem Wege,daß du seiner los werdest, auf daß er nicht etwadich vor den Richter ziehe, und der Richter über-antworte dich dem StoEmcistcr, und der Stock-meister werfe dich ins Gcfängniß.
' Ep-. 25, 8, Maith. 5, 24.
59 . Ich sage dir, du wirst von dünnen nichtheraus kommen, bis du den allerletzten Scherf(Heller) bezahlest.
Das 13 . Capitel.
Büßpredigt vom Untergang der Nalittier. Feigenbaum, krankes Weib/enge Pforte, und Zerfiörung Jerusalems.
1. As waren aber zu derselbigen Zeit etliche^ dabey, die verkündigten ihm von den Ga-liläern, welcher Blut Pilatus samt ihrem Opfervermischt hatte.
2. Und Jesus antwortete, und sprach zu ihnen:
12. 13. _Krankes Weib.
Meinet ihr, daß diese Galiläer vor allen Gali-läern Sünder gewesen sind, dieweil sie das erlit-ten haben?
3 . Ich sage: Nein; sondern, so ' ihr euch nichtbessert, werdet ihr alle auch also umkommen.
' Ps. 7, ,3.
2.. Oder meinet ihr, daß die achtzehn, auf welcheder Thurm in Siloah fiel und erschlug sie, seynschuldig gewesen vor allen Menschen, die zu Je-rusalem wohnen?
5 . Ich sage: Nein; sondern, so ihr euch nichtbessert, werdet ihr alle auch also umkommen.
6 . Er sagte ihnen aber dieß Gleichniß : Es hatteeiner einen' Feigenbaum, der war gepflanzt inseinem Weinberge; und kam, und suchte Fruchtdarauf, und fand sie nicht. ' c. 21, rs.
7 . Da sprach er zu dem Weingärtner: Siehe,ich bin nun drey Jahre lang alle Jahre gekom-men , und habe Frucht gesucht auf diesem Feigen-baum, und finde sie nicht; haue ihn ab; washindert er das Land?
8 . Er aber antwortete, und sprach zn ihm:Herr, laß ihn noch dieß Jahr, bis daß ich umihn grabe, und bedünge ihn,
9. Ob er wollte Frucht bringen; wo nicht,so haue ihn darnach ab.
10. Und er lehrete in einer Schule am Sab-bath.
11. Und siehe, ein Weib war da, das hatteeinen Geist der Krankheit achtzehn Jahre, undsie war krumm, und konnte nicht wohl anfsehen.
12. Da sie aber Jesus sah, rief er sie zu sich,und sprach zu ihr: Weib, sey los von deinerKrankheit,
13. Und * legte die Hände auf sie; und alsobaldrichtete sie sich auf, und pries Gott.
" M->rc. 7, 32.
12.. Da antwortete der Oberste der Schule,und ward unwillig, daß Jesus auf den Sabbathheilete, und sprach zu dem Volk: Es sind sechsTage, darinnen man arbeiten soll; in denselbi-gen kommt und laßt euch heilen, und nicht amSabbathtage.
15. Da antwortete ihm der Herr, und sprach:Du Heuchler, ' loset nicht ein jeglicher untereuch seinen Ochsen oder Esel von der Krippeam Sabbath, und führet ihn zur Tränke?
* 2 Mos. 23, 4.
16. Sollte aber nicht gelöset werden am Sab-bath diese, die doch Abrahams Tochter ist, vondiesem Bande, welche Satanas gebunden hattenun wohl achtzehn Jahre?