78 Der barmherzige Samariter. Jesus lehret Lu
31. Es begab sich aber ohngefähr, daß ein Prie-ster dieselbige Straße hinab zog; und da er ihnsah, ging er vorüber.
32. Desselbigen gleichen auch ein Levit, da erkam bey die Stätte, und sah ihn, ging er vorüber.
33. Ein Samariter aber reifete und kam dahin;und da er ihn sah, * jammerte ihn sein.
* Ezech. 16 , 6 .
Z2,. Ging zu ihm, verband ihm seine Wunden,und goß drein Oehl und Wein; und hob ihn aufsein Thier, und führete ihn in die Herberge, undpflegte sein.
35. Des andern Tages reifete er, und zogheraus zween Groschen, und gab sie dem Wirth,und sprach zu ihm: Pflege sein; und so du wasmehr wirst darthun, will ich dirs bezahlen, wennich wieder komme.
36. Welcher dünkt dich, der unter diesen dreyender Nächste sey gewesen dem, der unter die Mör-der gefallen war?
37. Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihmthat. Da sprach Jesus zu ihm: So gehe hin,und thue dergleichen.)
38. Es begab sich aber, da sie wandelten, ginger in einen Markt. Da war ein * Weib, mitNahmen Martha, die nahm ihn auf in ihr Haus.
* Joh. 11/ 1. c. 12/ 2 . 3.
39. Und sie hatte eine Schwester, die hieß Ma-
ria ; die * setzte sich zu Jesu Füßen, und höreteseiner Rede zu. * Gesa,. 22,3.
^0. Martha aber machte sich viel zu schaffen,ihm zu dienen. Und sie trat hinzu, und sprach:Herr, fragst du nicht darnach, daß mich meineSchwester lässet allein dienen? Sage ihr doch,daß sie es auch angreife.
^1. Jesus aber antwortete, und sprach zu ihr:Martha, Martha, du hast viele Sorge undMühe;
^2. * Eins aber ist Noth. Maria hatdas gute Theil erwählet, das soll nichtvon ihr genommen werden.
* Ps. 27, 4. Ps. 86/ 11. Matth. 6/ 33.
Das 11. Capitel.
Formel und Kraft -cs Gebeths, Austreibung des Satans, Zeichcn-fordcrung , Gast - und Strafpredigt Christi.
i^llnd es begab sich, daß er war an einem" Ort und bethete. Und da er aufgehörethatte, sprach seiner Jünger einer zu ihm: Herr,lehre uns bethen, wie auch Johannes seine Jün-ger lehrete.
2. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ihr bethet,so * sprechet: Unser Vater im Himmel!
cas 10. 11. bethen, treibt einen Teüfel aus.
Dein Nähme werde geheiliget. DeinReich komme. Dein Wille geschehe aufErden, wie im Himmel. 'Matth. 6/9.
3. Gib uns unser täglich Brot immer-dar.
Und vergib uns unsere Sünden; dennauch wir vergeben allen, die uns schul-dig sind. Und führe uns nicht in Ver-suchung, sondern erlöse uns von demUebel.
5. Und er sprach zu ihnen: Welcher ist untereuch, der einen Freund hat, und ginge zu ihmzu Mitternacht, und spräche zu ihm: LieberFreund, leihe mir drey Brote;
6. Denn es ist mein Freund zu mir gekommenvon der Straße, und ich habe nicht, das ich ihmvorlege;
7. Und er darinnen würde antworten, undsprechen: Mache mir keine Unruhe; die Thür istschon zugeschlossen, und meine Kindlein sind beymir in der Kammer; ich kann nicht aufstehenund dir geben.
Ich sage euch, und ob er nicht anfstcht,und gibt ihm, darum, daß er sein Freundist; so wird er doch * um seines unverschämtenAnhaltens (Geilens) willen aufstehen, und ihmgeben, wie viel er bedarf. * c. i«, 5.
9. Und ich sage euch auch: 'Bittet, so wirdeuch gegeben; suchet, so werdet ihr fin-den; klopfet an, so wird euch aufgethan.
* Marc, ii, 24.
10. Denn wer da bittet, der nimmt; und werda suchet, der findet; und wer da anklopfet,dem wird aufgethan.
11. Wo 'bittet unter euch ein Sohn den Vaterums Brot, der ihm einen Stein dafür biethe?Und so er um einen Fisch bittet, der ihm eineSchlange für den Fisch biethe? -Matth. 7 , 9 .
12. Oder so er um ein Ey bittet, der ihmeinen Scorpion dafür biethe?
13. So denn ihr, die ihr arg seyd, könneteuren Kindern gute Gaben geben, wie vielmehrwird der Vater im Himmel den heiligen Geistgeben denen, die ihn bitten?
(Evangelium am 3. Sonnt, in der Fasten/ Oculi.)
1/l.^nd ' er trieb einen Teufel aus, der warstumm. Und es geschah, da der Teufelausfuhr, da redete der Stumme. Und das Volkverwunderte sich. -Matth. 12 , 22 .
15. Etliche aber unter ihnen sprachen: ' Ertreibt die Teufel aus durch Beelzebub, den Ober-sten der Teufel. -Matth. 12 ,, 24 .