Matthäus 27.
verurtheilr.
Judas Ende. Christus
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Das 2/. Capitcl.
Christi Leiden vor dem weltlichen Gericht, Kreuzigung, mit Wundernbetrauerter Tod und Begräbnis;.
1. AVs * Morgens aber hielten alle Hoheprie-
ster und die Aeltesten des Volks einen Rath«her Jesum, daß ste ihn tödteten.
* Marc. 16, i. Lue. 22, 66. Joh. 18, 28.
2. Und banden ihr«', führeten ihn hin, und"überantworteten ihn dem Landpfleger Pontio Pi-
lato. * Luc. 2 Z, 1 .
3. Da das sah Judas, der ihn verrathen hatte,daß er verdammet war zum Tode; gereuete esihn, und brachte wieder die dreyßig Silberlingeden Hohenpriestern und den Aeltesten,
3. Und sprach: Ich habe übel gethan, daß ichunschuldig Blut verrathen habe.
5. Sie sprachen : Was gehet uns das an? Dastehe du zu. Und er warf die Silberlinge in denTempel, ' hob stch davon, ging hin, und erhenkte
sich selbst. * Gesch. 1 , 18 .
6. Aber die Hohenpriester nahmen die Silber-linge , und sprachen: Es taugt nicht, daß wir siein den Gotteskastcn legen, denn es ist Blutgeld.
7. Sie hielten aber einen Rath, und * kauften
einen Töpfersacter darum, zum Begräbnis; derPilger. * Gesch. i, 19.
8. Daher ist derselbige Acker genannt der Blut-acker , bis auf den heutigeil Tag.
9. Da ist erfüllet, das gesagt ist durch den Pro-
pheten * Jcremia, da er spricht: Sie haben ge-nommen dreyßig Silberlinge, damit bezahlet wardder Verkaufte, welchen sie kauften von den Kin-dern Israel; / Zach, n, 12. iz.
10. Und haben sie gegeben um einen Töpfers-acker, als mir der Herr befohlen hat.
i r. Jesus aber stand * vor dem Landpfleger;und der Landpfleger fragte ihn, und sprach:Bist du der Juden König? Jesus aber sprach zuihm : Du sagest es. * Loh. is, 33.
12. Und da er verklaget ward von den Hohen-priestern und Aeltesten, antwortete er nichts.
13. Da sprach Pilatus zu ihm: Hörest du nicht,wie hart sie dich verklagen?
12,. Und er antwortete ihm nicht auf Ein Wort,also, daß sich auch der Landpfleger sehr verwun-derte.
15. Auf das Fest aber hatte der Landpfleger dieGewohnheit, dem Volk einen Gefangenen los zugeben, welchen sie wollten.
16. Er hatte aber zu der Zeit einen Gefange-nen, einen sonderlichen vor andern, der hieß Bar-abbas.
17. Und da sie versammelt waren, sprach Pila-tus zu ihnen: Welchen wollt ihr, daß ich euchlos gebe? Barabbam oder Jesum, von dem ge-sagt wird, er sey Christus?
18. Denu er wußte wohl, daß sie ihn aus Neidüberantwortet hatten.
19. Und da er auf dem Richtstuhl saß, schickte-sein Weib zu ihm/ und ließ ihm sagen: Habedu nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; ichhabe heute viel erlitten im Traum von feinetwegen.
20. Aber die Hohenpriester und die Aeltestenüberredeten das Volk, daß sie um ' Barabbambitten sollten, und Jesum umbrächten.
* Mare. 16 , 11. Luc. 23, 18.
21. Da antwortete nun der Landpfleger, undsprach zu ihnen: Welchen wollt ihr unter diesenzweyen, den ich euch soll los geben? Sie spra-chen: Barabbam.
22. Pilatus sprach zu ihnen: Was soll ich dennmachen mit Jesu, von dem gesagt wird, er seyChristus? Sie sprachen alle: Laß ihn kreuzigen.
23. Der Landpfleger sagte: Was hat er dennUebels gethan? Sie schrien aber noch mehr, undsprachen: Laß ihn kreuzigen.
22,. Da aber Pilatus sähe, daß er nichts schaffte,sondern daß viel ein größer Getümmel ward,nahm er Wasser, und * wusch die Hände vor demVolk, und sprach: Ich bin unschuldig an demBlut dieses Gerechten; sehet ihr zu.
* 6 Mos. 2 t, 6.
25. Da antwortete das ganze Volk, und sprach:
Sein * Blut komme über uns und über unsereKinder. * (ZM. 6 , - 8 .
26. Da gab er ihnen Barabbam los: aber Je-sum ließ er geißeln, und überantwortete ihn, daßer gekreuziget würde.
?7. Da nahmen * die Kriegsknechte des Land-Pflegers Jesum zu sich in das Richthaus, undsammelten über ihn die ganze Schaar;
* Marc. 16, 16. Joh. iS, i.
28. Und zogen ihn aus, und legten ihm einenPurpurmantel an;
29. Und flochten eine Dornenkrone, und setztensie auf sein Haupt, und ein Rohr in seine rechteHand, und beugten die Kniee vor ihm, und spot-teten ihn, und sprachen: Gegrüßet seyst du, derJuden König.
30. Und speyeten ihn an, und nahmen dasRohr, und schlugen damit sein Haupt.
31. Und ' da sie ihn verspottet hatten, zogen sieihm den Mantel aus, und zogen ihm seine Kleider
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