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3 (1809) Als Nachtrag zur Campes Wörterbuche zur Erklärung und Verdeutschung der unserer Sprache aufgedrungenen fremden Ausdrücke
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pass

Path

*56 Pas

Pas, (fpr. Pah) 1) ein Schritt, Tritt. Faux-pas,(ftn.Foh-pah) ein Versehen; 2) (Schifffpr.) eine Meerenge,(z. B. Pas de Calais, die Meerenge oder Fahrt beider Stadt Calais).

* Pasch, der Gleichwurf, gleichviel Augen aufdrei Wür-

feln.

* Pascha, ein Türk. Statthalter, vornehmer Kriegsbe-

fehlshaber.

*Pasigfaphie, die Allgemeinschrist, Schreibekunst, füralle Nationen.

*Pasilogie, angebliche allgemeine Sprache für alle Völ-ker mit Hülfe der Musik. (Von einem Franzosen Na-mens de Vismes).

Pasquill, eine Lasterschrift.

Pasquillant, ein Lästerer oder Ehrendieb.

passable, mäßig, ziemlich.

*Passade, Durchreise, Durchgang, Durchsing durch ei-nen Ort; der Hufschlag, Hin- und Herweg einesPferdes auf demselben Platze.

Passage, (fpr Paffahfche) die Wegfayrt, Straße, Durch-reife, Ueberfahrt, der Dnrchzug, Durchritt, Durch-marsch ; (Tonk.) Gefangs-Verschönerung oder Auszie-rung; (Reitk.) ein abgemessener und schulrechter Gangeines Pferdes; en passant, s. passiren.

* Passarillen; (pl.) eine Art sehr guter Rosinen in Spa-

nien und Frankreich.

Passatwinde oder Moussons, gleichförmige Zugwinde,bef. zwischen den Wendekreisen auf dem Ostind., Chi-ues. u. a. Meeren.

*Passecaille, (fpr. Paßkalje), ein Franzöf. Tanz; Gas-senhauer.

* Passeparole, (Kriegsspr.) ein Laufbefehl, (der von der

Spitze bis aus Ende einer Armee von Mund zu Mundgeht).

Passepartout, (fpr. Paßvartuh) ein Dietrich; (beiBuchdruck.) ein Zierralhstöckchen.

Passepasse (Tours de), (pl.) Tafchenfpielerkünste,Taschenspielerstreiche; auch Spitzbübereien.

Passeport, (fpr. Paßpohr) ein Seebrief.

"Passetemps, (fpr. Paßtang) Zeitvertreib; pour pas-ser le temps, (fpr. pur paffeh le lang) die Zeit zubertreiben oder zum Zeitvertreib.

*passibel, empfindbar, leidensfähig, empfänglich für Lei-den und Freuden.

Passibilität, die Leidens-Empfänglichkeit, Empfindbarkeit.

Passion, heftige Empfindung, Neigung, Begierde, Lie-be; das Leiden, körperl. Schmerzen; bef. das letzteLeiden Christi, und die dem Andenken desselben gewid-mete Zeit; auch die ganze Passions- oder Leidensge-schichte und die dramatische Vorstellung derselben;Passionswoche, Leidenswoche; PassionsMdjgt,Leidenspredigt.

passioniren (sich), sich ereifern.

pass

passionirt, eifrig.

passiren, begegnen, sich zutragen; bewilligt oder an-genommen werden; leidlich oder erträglich seyn; dieZeit passiven, zubringen, hinbringen, vertreiben;en passant, (fpr. ang passang) beiläufig,, gelegent-lich, nebenher, nebenbei.

*?assir-Zeltel, ein Paß- oder Geleitsbrief für Waaren.

passiv , unwirksam, unthätig, (entg. activ).

Passus, Vorfall, Punkt.

Paste, (pl.) Pasten, Teigsteine.

Pastell, Farbenstift, Farbenteig - Stift; Pastellttlstl)#lerei, Farbenstiftmahlerei; Pastellgemählde, ein Far-benstiftgemählde.

*Pastiche, (fpr. Pastihfch) (Mahlerk.) eine Nachahmungin der Manier eines bernbmten Mahlers.

*Pastillen, kleine Kügelein, die man als Arznei nimmt.

*Pastine, heißt auf Reitschulen ein rrsst Haaren ausge-stopfter Gurtsattel ohne Steigbügel.

Pastor, (pl. Pastoren), ein Seelsorger oder (Seelen*Pfleger; Pastorinn, die Frau desselben, Pfarrfrau.

pastoral, hirtenmäßig, hirkenhaft, ländlich; seelsorge-risch, pfarrmaßig.

Pastoralia , (pl.) Pfarramts- oder Predigerfachen.

*Pastoralschreiben, ein Hirtenbrief.

*Pastoraltheologie , Anleitung zur Predigtamtsführung.

Pastorat, Pfarr-amt, Stelle und Wohnung eines Pre-digers.

pastos, Franzöf. päteux, teig-artig, weich, sanft, fett(im Colorit).

pat ober patt, s. Schachpatt.

*Patache, (fpr. Patasche) ein Wachtschiff, zweimastigesKLuffahrteifchiff, bef. in Spanien und Portugal.

*Patagon, eine eckige spanische Silbermünze, ein Kreuz-thaler.

* Patard, ein Stüber, kleine Scheidemünze in Frankreich.

*Patate, s. Batate.

* Patavini tät, schlechte verdorbene Sprach-art, wie bef.

die Bewohner der Jkal. Stadt Padua hatten. ,

*PateIle, (pl.ll,) Napfschnecken, Klippkleber.

*Patellit, (pl.n,) versteinerte Napfschnecke.

Patene, das Kelchschüffelchen.

Patent, ein öffentlich angeschlagener kaiserl. Befehl, bes.ein Gnadenbrief.

*patentisiren, bevorrechtigen, ein Vorrecht ertheilen.

patbetiseb, empfindend, empfinden machend, lebhaftrührend, erschütternd, eindringend oder eindringlich,hohe Empfindungen erregend r kraftvoll.

Pathognomic, die Empfindungszeichen-lehre, Lehre vonden bleibenden Kennzeichen der Leidenschaften.

Pathologie, Krankheitskunde, oder die Lehre von denverschiedenen Gattungen und Arten der Krankheiten(Nosologie, auch Phänomenologie), ihren Ur-sachen und Veranlassungen (Aetiologia) , und ihren

Anzei-