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3 (1809) Als Nachtrag zur Campes Wörterbuche zur Erklärung und Verdeutschung der unserer Sprache aufgedrungenen fremden Ausdrücke
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Läse

Laza

Laza

legi

* Laserkmut, (Laserpitium), ein Geschlecht von Dolden-

pflanzen, wovon das breitblätteriZeLaserkraut (wei-ßer Enzian, auch große und weiße Hirschwurzcl) ma-genflarkende Kräfte besitzt.

Läsion, die Verkürzung.

* Lasur^M , (Lapis lazuli), der Blauflein.

*Lätare, der 4te Fastenso«ntag; von den Anfangswor-ten der latcin. Messe Jef. 54. 1. Laetare sterilis,freue dich Unfruchtbare rc.

*lateriren, seitenwcise den Betrag rechnen und alsdannzusammenziehen.

* Laterne, eine Leuchte.

*laternisiren, auflaternen, an den Laternenpfahl hän-gen, war eine eilfertige Hinrichtungsart in den erstenZeiten der franzöf. Staatsumwälzung.

*Laternträger, ein Insekt in Amerika und Asien, mtteiner hornichten, im Finstern leuchtenden Blase vorder Stirne.

* latet anguis in herba, eig. es steckt eine Schlange im

Grase, d. h. es steckt etwas dahinter.

Latitudinaire oder Latimdinarier, ein Schlaffling.

*Latcma, (Fabell.) dieMutter des Apollo und der Diana.

*Latun, Messingblech.

*Latunhütte, eine Anstalt, wo Messing zu Blech geschla-gen wird.

Latwerge, ein Dicksaft aus allerlei Kräutern.

Laudanum, ein Schlaftrunk, Mohnsaft.

Laus Deo, ein Mahnbrief.

*Lava, f. Vulcan.

Lavendel oder Spikenarde, ein bekanntes wohlrie-chendes Gartengewächs, aus dessen Blüthen man La°vcndclwaffer (Lau de Lavande), Lavendelöl, undLavendelgeist bereitet.

Lavette, f. Lafette.

* Lavezfletn, Topfstein, Weichstem ein fettiger Stein,

vom Talkgeschlecht, der in der Schweiz zu Kesseln,Töpfen rc. gebraucht wird.

Lavine oder Lauwine, eine Schneewalze, Schneela-ge, ein Schneeklumpen in der Schweiz.

laviren, (bei Mahlern) waschen; eine aufgetragene Far-be mit Wasser vertreiben; eine Zeichnung laviren,d. i. tuschen oder durch den Pinsel mit einer Tinte oderFarbe darstellen.

* Lavoir, insg. Lavor, Waschbecken, Handbecken.

* Lawsonie , s. Alkanna.

Lax, los, locker, ungebunden, zügellos.

Laxatio oder Laxanz, Eröffnungsmittel.

Laxität, Bosheit, Lockerheit, Nachlassung.

*Laye, (Laicus) 1) (eig.) ein Weltlicher oder Nicht-geistlichcr; 2) Uneingeweihter, Unerfahrner, Unkundiger.

*Lazareth, ein Kranken- oder Siechenhaus.

*I.azaroni, (pl.) Lastträger, arme Leute (in Neapel),Bettler.

* Lazarusklappe, eine Art Muschel, mit einem sehr künst-

lichen Gewinde.

*Lazerolen, eine Art Weiß- oder Hagedorn.

*Lazzi oder Lazzo, das Geberdenspiel (beiJtal. Schau-spiel.), lächerliche Geberden.

*Lechem, (hebr.) Brod.

Lection, die Vorlesung, das Lehrstück, die Lern-aufga-be, Vorschrift; auch eine Weisung; Lectionsverzeich-niß, ein Unterrichts- oder Lehrverzeichniß.

Lector oder Franzöf. Lecteur, (spr. Lektöhr) einSprachlehrer, besonders einer neuern Sprache.

*Leda, des Lakon. Königs Tyndarus Gemahlinn undMutter der Gebrüder Kastor und Pollup, welche siemit Jupiter zeugte, der in Schwanengestält zu ihrgekommen war.

*Lega, Schrot und Kern einer Münze; L. bassa aus-gemünztes (legirtes), geringhaltiges Silber.

legal, rechtskräftig, rechtmäßig, rechtlich.

Legalisatiön, die gerichtliche Bestätigung oder Beschei-nigung.

legalisiren, rechtskräftigen, gefetzkräftig machen; auchgerichtlich bescheinigen, bestätigen.

Legalität , Gesetzmäßigkeit, Rechtsbeständigkeit.

Legat (legatum) , eine Stiftung, Schenkung; lega^tum ad pias causas , ein Dermachtniß zu frommenZwecken, eine milde Stiftung z. B. an Kirchen, Schu-len; legatum rei alienae, ein Vermachkniß fremoerSachen.

Legatarius, ein Vermächtnißnehmer, Erbgenoß, Mit-Bedachtcr.

* Legation, die Gesandtschaft (des Papstes).

* Legator, der Erb-Iaffer, Erboermacher, Erbstister.

Legende, 1) eig. eine zu lesende Schrift; 2) die Le-bensbeschreibung eines Heiligen, Heiligen - oder Wun-der-Erzählung; überhaupt eine Erdichtung, Sage.

Idger, (spr. sanft leschahr) frei und ungezwungen , flüch-tig; flatterhaft.

ldgerement, (spr.leschäremang) obenhin, oberflächlich.

Ldgerete, (spr. Leschärtteh) Geschwindigkeit; Flatter-haftigkeit.

* Leges, (pl.) Gesetze, Verordnungen, s. Lex.

Legion, eine altröm. Kriegsschaar von ungefähr 3000

bis 6000 Mann. Ehrenlegion, ein Orden fürsVerdienst (sowohl für Civil- als Militär-Personen),welchen Napoleon Bonaparte noch als Obcrconsulin Frankreich stiftete (im May 1802).

legiren, 1) vermachen, verschreiben, verordnen, stif-ten; 2) (beim Münzwesen) Gold, Silber mit gerin-gen Metallen, zusammenschmelzen, vermischen.

Legislation, die gesetzgebende Gewalt.

*LegisIator, der Gesetzgeber.

legitima acquisitio, eine rechtmäßige Erlangung; 1 .caussa, eine rechtmäßige Sache; 1 . defensio, eine

recht-