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3 (1809) Als Nachtrag zur Campes Wörterbuche zur Erklärung und Verdeutschung der unserer Sprache aufgedrungenen fremden Ausdrücke
Entstehung
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Extr

face

fach

Fale

Extraction, von guter Abkunft oder Herkunft,extrahiren, einen Auszug machen, ins Kurze bringen.

* Extranees, Ausländer, Fremdling,extravagant, zweckwidrig, närrisch, unbcdachtfam,

abgeschmackt, albern.

* Extravaganten, heißen die Ncbcnsammlungen päpst-

licher Bescheide (Decrete) , die anfänglich nicht in dcpSammlung waren, welche das Corpus juris cano-nici ausmacht.

Extravaganz, die Unbesonnenheit, das unzweckmäßigealberne Wesen.

extravagiren, ungereimt reden und handeln, faseln,albern sevn.

*Extravasation obrr Extravasat, die Ansteckung oderdas Auslrclcn des Geblüts aus seinen Adern undGefäßen.

* extravasiren, aus den Gefäßen auskrctcn, (z. B.

Dlut, Galle rc.).

Extrem, das Außen-endc; (pl.) Extreme, einanderentgegengesetzte Dinge.

Extremität, i) das äußerste Ende, der Endpunkt;2) die äußerste Noth oder Gefahr, der letzte Befehl,die letzte Zuflucht.

Extremitäten, die Endglieder, Enden oder Spitzenan Händen und Füßcnre.extrudiren, wegtreiben.

* exuberant, überflüßig, unnöthig.

Exulant, ein Vertriebener.

Exulceration , die Schwärung, in ein Geschwür über-gehende Entzündung, das Schwüren,exuleeriren, ein Geschwür verursachen, schwüren.*Exultation, das Frohlocken.

* ex ungue leonem , an der Klaue erkennt man den

Löwen.

ex usu, durch Uebung, z. B. etwas lernen.

F.

Fabel, eine Erdichtung, ein Mährchen.

Eabulist, ein Märchcndichter. 1

fkbulös, erdichtet, unwahrscheinlich.

Fabrica, Kirchenkasse, Kasse, aus welcher die kirchli-chen Gebäude und Feierkleidcr unterhalten werden.

* Fabricat, die verfertigte Maare,fabri ciren, zubereiten, hervorbringen.

Fabrique, die Kunst- oder Werk-anstalt.

Facjade, (spr. Fassade) der Vordertheil eines Gebäu-des, die Giebelseite.

Face, (spr. Faße) das Angesicht; die scharfe Ecke oderLeiste bei Holzarbeitern; en fa^c, in gerader Ansicht.*facettiren, (spr. faffetiren) Steine viel-eckig oder rau-tenweise schneiden oder schleifen.

*fachenx, (spr. faschöh) vcrdrüßlich, unwillig.

* Facltini, (spr. Fakini) Lastträger, Lastführer in Italien.

*Facies hippoeratica, hippvkratifchcs Aussehen, tvden-

ahnlichcs'Gesicht eines Kranken; nämlich: bleichgclbeTvdcnfarbe, tiefliegende Augen, eingefallene Wangen,zugespitzte Nase oder cmporgezogene Nasenlöcher, sowie es schon der altgrichische Arzt Hippokrates genaubeschrieben hat.

facil, gefällig, umgänglich.

Facilität, die allzugroße Nachsicht, Gefälligkeit, Er-leichterung, Willfährigkeit, Freundlichkeit.

facilitiren, befördern.

Facit, die Hauptzahl; was herauskommt.

Fa§on, (spr. Faßong) die Fassung einer künstlich ver-fertigten Sache; das Ansehen, Geschick; feine Le-bensart; auch Arbeitslohn; (pl.)Fa£ons, die Um-schweife, Weitläufigkeiten; Lebensart, Sittenfeinheit,Ziererei.

faejoniren, modeln.

*Fac similes, ein Handschrift-Bild, in England gewöhn-lich; Nachstiche der Handschrift geschätzter Männer.

Faction, eine Rotte.

factiös, aufwieglerisch.

factisch, was auf Thatsachen beruht, ausgemacht, er-wiesen; de facto, aus eigener Gewalt, eigenmäch-tig, sogleich, ohne Anfrage; de facto et absquejure , aus eigener Gewalt und ohne Recht.

Factor, ein Aufseher einer Handlung, Verwalter, Schaff-ner, Vcrfüger, Buchhalter.

Factorei, Niederlage. FactorebHandluNss, eine (Com-missions-) Auftragshandlung.

Factotum ober fac totum , das Trieb-rad, derMittel-punkt in einem Hause. ^

Factur, (auch engl. Invoice, spr. inwais) dieWaaren-berechnung.

Facultüt, die natürliche Kraft, Gabe.

Fadaise, die Fadheit, Narrenposse.

*Fagara, Leicht-holz, ein ausländisches Pslanzengeschlechtvon mehreren Gattungen, deren eine, die Fliigelfa-gara in Südamerika, wegen ihres eisenharten Hol-zes auch Stahlbaum heißt; die übrigen sind weicherund leichter.

*Faillibilite, die Möglichkeit zu irren, Fehlbarkeit.

Faineantise, (spr. Fäncaugtihs') die Faulheit, dasFaullcnzen.

faisable, (spr. säsabcl) rathsam.

*Falcidia, quar.ta falcidia, der 4 te Theil einer Erb-schaft, den der Erbe zurückhalten kann, wenn so vie-le Vermächtnisse darauf augewiesen sind, daß sie mehrals drei Vierrhcile davon betragen.

* Falerner, dunkler und starker ital. Wein, wächst in

demjenigen Landstriche Eampaniens, der zwischen denFlüssen Liris und Vulturnus, jetzt in der Neapolita-nischen