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3 (1809) Als Nachtrag zur Campes Wörterbuche zur Erklärung und Verdeutschung der unserer Sprache aufgedrungenen fremden Ausdrücke
Entstehung
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domi

dori

Dori

Drac

* dominant, herrschend, überlegen , stärker, die Ober»

Hand habend.

Domination, die Gewalt.

*Dominiea1steuev, Abgabe der Grundherren und Geist-lichen von ihren Einkünften.

*Dominica in albis ( stolis), der weiße Sonntag,hieß der Sonntag nach Ostern, da die Neugetauftcnwieder in ihren gewöhnlichen Kleidern erschienen, nach-dem sie vorher weiße Kleider angehabt hatten.

dominireu, gebieten, den Herrn spielen.

Dominium, die Herrschaft, Gewalt über etwas; einefreie Besitzung; dominium restrictum, s. minusPlenum, das eingeschränkte Eigenthum , wo die Gü-ter nicht nach Belieben genutzt werden können; dorn.directum oder superius , das Ober-eigenthum anGrund und Boden, mit Ausschluß der Nutzungen oderFrüchte; dorn. utile, das nutzbare Eigenthum (imGegensatze vom dorn. directum); dorn. plenum ?das völlige Eigenthum.

Domino, auch eine Art Winterkleidung der Geistlichen(in Frankreich).

* Dominoterie, Herrntapetcnhandel.

* Donat, eine lat. Sprachlehre für Schulen nach dem Na-

men eines alten röm. Sprachlehrers, Donatus genannt.

DonatariU8, der Geschcnknehmer.

Donatio reciproca , eine wechselseitige Schenkung;don. pura, eine unbedingte Schenkung; don. con-ditionata, eine bedingte Schenkung.

Donativ oder Don gratuit, ei» Gnadengeschenk.

* Donator , der Schenkcr, der einem Andern etwas

schenkt und vermacht.

*Donatschniher/ Fehler wider die Regeln der Sprach-lehre; von den röm. Sprachlehrer Aelius Donatus imvierten Jahrhunderte.

*Donjon, (spr. Dongschong) ist ein erhabener Ort oderThurm in einer Festung, wohin man sich zuletzt rrti-rirt, um zu capituliren.

*Donna, die Frau, Gebieterinn, Geliebte.

*Don Quixote, (spr. Don Kischott, insgemein Don-kischott) ein span. satirischer Roman, den Michael Cer-vantes , des Herzogs von Alba Sekretär (im sechszchn-ten Jahrh.), aus Rache gegen den damaligen Staats-minister, Herzog von Lerma, verfertigt hat.

* Donum, ein Geschenk, eine Gabe.

* Donum continentia:, die Gabe der Enthaltsamkeit

oder Keuschheit.

*Doppia oder Duppie, eine ital. Goldmünze, vondrei bis fünf Rthlr.

*Dorade, der Goldkarpfe, ein prachtvoller Fisch mitwunderschönen Farben, besonders im Sterben, lebtim atlantischen Meere.

*Dorado, Eldorado, das Schlaraffenland.

*doriren, vergolden.

Z. Band.

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* Dorische Säulenordnmig, die zweite in den fünf

Säulen-ordnungen, die am Capital keine Schnörkelund Blätter, im Fries aber Triglpphcn hat.

* Dorischer Dialect, von faf.Dialectus doiica; gn-

chifche Sprech-art der allen Dorier, läßt das Iotasubscriptum weg und zieht die Vocale nicht gernzusammen, sondern spricht sie abgesetzt aus.

*Dormant, müßiger Aufsatz, der bei der Mahlzeit mit-ten auf dem Tische stehen bleibt, und oben-hcr mitCitronen und Pomeranzen besetzt ist.

* Dormitorium, Schlafzimmer, Schlafsaal, wo meh-

rere Betten aufgestellt sind.

* Dorothea, (weibl. Name) Geschenk Gottes.

Dos, (Rcchtsfpr.) die Ausstattung, Aussteuer, derBrautschatz.

Dosis, auch Dose, ein Gebfel.

*dossiren, abschrägen, z. B. einen Deich.

*Dossirung, die Schräge, die Abdachung eines Gra-bens rc.

*Dotales, Dotal&auern, leibeigene Bauern, die einemgcistl. Stifte geschenkt sind.

dotalia paeta, (pl.) EHestistung, das Heirathsgut be-treffende Vertrage.

Dotalitinm, das Heirathsgut.

dotiren , begiftigen, Heirathsgut geben; auch mit gewi-ßcn Einkünften versehen; z.B. eine Kirche, Schule rc.

Dotirnng, die Ausstattung.

*Douane, i) Zoll, Mauth; 2 ) Zollhaus. Douaniers,(spr. Duanieh) die untern Zollbcdicnten.

Doublette, auch eine Nelke, die außer der Grundfarbeeine einzige Jlluminationsfarbe in breiten, bandförmi-gen, langen Streifen hat; anch Bandblumc genannt.

donhliren, doppelt oder zweifach nehmen; unterfüttern.

* Doublirschntt , Doppelschritt.

* Doublon, s. Dublone.

*Doublüre, das Unkerfutter.

doucemeut, (spr. dußemang) auf eine gelinde, sanf-te Art.

Douceur, (spr. Dußöhr) (pl. -s) Lieblichkeit, Schmei-chelei, Annehmlichkeit, Lindigkeit, einnehmendes Wesen.

*Douillette, (spr. Dulljett') ein atlaßner kurzer Man-tel; weicher sanfter Umwurf, Zart- oder Sanslman-tel für Frauenzimmer.

*doux, (spr. duhß) süß, lieblich, sanft, attgenehm, zart,weich, gütig, gelind, sanftmüthig, freundlich, ge-mach, fachte.

Donx-donx, (Dudu) nennt man einen zärtlichen jmr-gen Menschen, der nichts ertragen kann.

*Douze-le- va , s. Paroli.

Doxologie, die Lobpreisung Gottes.

Drachme, 1 ) ein ViertellotH; 2 ) eine Münze bei denalten Glichen und Juden, ungefähr zwei und dreißigPfenninge»

K * Dracs-