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6‘d Dias Dict
* Diastase, Verrenkung.
*di:istematisch, lang anhaltend ; z. B. ein diastcma-tischer Triller. .
Diastole, die Ausdehnung, Verlängerung einer Sache.
'* DiastyIon, (Baukunst) ein weiisauliges Gebäude, wodie Säulen dreimahl so weit von einander abstehen,als jede Säule dick ist.
* Diasyrm, ph (Diasyrmen), das Spotllachen, Spott-
reden.
Diäten, Zehrgelder.
Diatessaron, eine tcriak-artige Arzenei.
diätetisch, mäßig; ein diätetisches DJltffcT, Gefund-cheits- oder Pflegeniittel.
^Diatüesis, die Disposition des Körpers, wodurch mirzu einem Geschäfte tüchtig oder untüchtig gemachtwerden.
diatonisch, durchtönend, stufentönig; die diatonischeLeihe, die zum Tonsystem angenommene Tonlcilcr.
Diatrihe, die Vcrwcilung, weitläufige gelehrte Ausein-andcrsetzting.
*Diaryposis, eig. Erklärung durch Bilder, die von derSache selbst hergenommen sind, d. h. Versinnlichung,sinnliche, anschauliche Vorstellung einer Sache in ei-ner Rede.
* die curhic(sis), eig. sag, warum du hier bist, d.
h. bedenke deine Bestimmung, o Mensch! '
Dicasterium, pl. (Dikasterien) ein hohes Gericht,Gerichtscolleginm, derDingstuhl, Spruchhof, dieGe-nichtsstizbe, die Urthcilsprecher. .
*DicelJien, nannten die Alken gewisse freie und leicht-fertige Scenen in ihren Lustspielen, und die Schau-spieler , die sie vortrugen, Dicellisten.
* Dicentes , Dicenterey, unnütze Worte.
* Dichotomie, Stand des Mondes, wenn er nur zur
Hälfte zu sehen ist; eine Lehre, die in Tabellensormvorgetragen wird; (in der Logik) die Einkheilung vonzwei Gliedern, die einander entgegengesetzt sind. (Hatsie drei Theilungsglieder, so heißt sie Trichotomie').Dichotomisch, nur zur Hälfte sichtbar; zweigliede-rkge logische Einkheilung; (Botanik) zweigabeligt.
* dicis causa, zuin Schein, nur um etwas gesagt z»
haben.
*Dicolon, ein Gedicht, das aus zweierlei Vers-artenbesteht.
dictatorisch, befehlshaberisch. . >,n
Dictatur, die Hochgewalt. , -
*Dicterium, ein Stichelwort, anzügliche Rede, Spott-rede.
Dicrion , die Schreib-art eines einzelnen Schriftstellersoder Merkes , Darstellung in Worten, der Vortrug.
*Dictnm de ormii et nullo, (des Aristoteles); diesesgalt in der Syllogistik der Alten für die allgemeineSchlußregel aller ordentlichen eategorischen Schlüsse.
Dida ' diJli
Es hatte folgenden Sinn: Wenil ein Prädikat allge-mein von einem Subjecte bejahet wird, so kann manes auch von allen Dingen bejahen, die unter diesemSubjecte stehen. Z. B. jeder Körper ist ausgedehnt;da nun das Feuer ein Körper ist, so ist .es ebenfallsausgedehnt. ( Dies war das Dictum de omni).Und wenn ein Pradicat von einem Subjecte allgemeinverneinet wird, so muß es auch verneinet werden kön-nen von allen, wovon das Subject gilt. Z. B. keineungercchte.Haudlung ist erlaubt. Folglich ist auch keineVerleumdung erlaubt. '(Dies war das Dictum denüllo.)
*Didactik, die Lehrknnst.
.. didactiseh, belehrend.
*Didactrum, Lehrgeld.
*Didaskalien, Beweise, Merkmale.
*Didotische Lettern , lateinische Druckschriften, vonrnndcrcm und gefälligerem Schnitte, von ihrem Er-finder FirmianDidot, Buchdrucker inParis, werdenauch in Deutschland vollkommen nachgemacht.
* Didynatnia, zwcimächtige Pstanzen mit vier Staubfä-
den/ wovon zwei kürzer, als die übrigen beiden sind;in Linne's System die vicrzehnte-Klasse.
*Dies, der Tag (Rechtssvr.) Gerichtstag oder Termin,die Tagefahrt; ad dies vitös, aufLcbenszeit, (diessolutionis, Zahltag.)
Diesis , (Tonk.) das Krenzzeichcn (f) , ein Zeichen, daseine Note um einen halben Ton erhöhet.
*Dietarius, nicht Diaetarius, von dies, Tag: r)eig. Kirchendiener, welcher den Morgcngottesd-icnst ver-richten muß; 2) Tagbeamter, Staatsdiencr, welcherTaggeldcr empfangt.
Diffamation, die üble Nachrede, Schm.achrede , Ver-leumdung , auch Bczüchtigung.
* Diffamator oder Diffamateur, ein. Lästerer, Vcr-
schrcier, Ehrenschänder, Verleumder.
diffarniren, schmähen.
*Differend, (spr.Dlfferang) Streit, Streitigkeit, strei-tige Sache.
different, ungleich.
Differenz, die Ungleichheit, Verschiedenheit.
Diffession, die Läugnung, Verneinung.
difficil, auch mühsam, beschwerlich, streng, mürrisch,eigensinnig, wunderlich.
* difficile est, satiram non scribere, es ist schwer,
kein Spottgedicht zu schreiben, d. h. kaum kaun mansich des Spotttns enthalten.
Difficultiit, die Bedenklichkeit, das Hinderniß.
* Diilidation, Befehdung.
diffidiren, mißtrauen, zweifeln.
diffitiren, läugnen, nicht gestehen wollen, durata dif-•fesio, Diffessionseil), eidliche Abläugnung einer Sa-che.