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3 (1809) Als Nachtrag zur Campes Wörterbuche zur Erklärung und Verdeutschung der unserer Sprache aufgedrungenen fremden Ausdrücke
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Dant

Dana

debi

Dago

dilich die Reihen des Schiffvolks gepeitscht werden,wie im Spitzruthcnlaufen.

♦Dagon, (hcbr.) r) eig. Fisch; 2) philistaischcr Göze,halb Fisch, halb Mensch.

♦Dahlbord, Plattbord, 00m Holland, dahl, niedrig,flach; Lehne am Schiffsverdecke.

*Dairo, Japanischer Obcrpriester oder Papst.

*Dalai Lama, sieh Kutuchta.

♦Dalmatica, die Dalmatika, eigentl. langes Kleid, daseher», die Dalmazicr trugen; langer weit-ärmliger weis»ser Oberrock; a) Kleid der kathol. Diakonen und Sub-diakoncn, über der Alba und Stola; b) Stück derkaiserl. Krönungskleidung.

♦Damascener Pflaume, eine frühreise violette Pflau-men-art, bcs. in Frankreich.

*Dama5t, ein geblümter seidener, wollener oder leine-ner Sroff.

Dame, auch 1) imSchachspiele derFeldherr, der wirk-samfle Stein im ganzen Spiele; 2) imDarnbrett oderBrettspiel ein Hauptstein.

♦Damnatio-anemorise, Vertilgung des Andenkens /wenn eines Hauptverbrcchers Name und Titel ausge-kratzt, sein Schild oder Bild zerrissen, sein Haus ge-schleift wird, u. s. w.

♦Darnnatns, verurtheilt, z. B. i-epenft.mdan.iin , we-gen Amtsbetruge oder übler Verwaltung; voti zurHaltung seines Gelübdes.

*Damniticat, der Beschädigte, Bcnachtheiligte.

Darnnnrn, der Verlust, Nachtheil, die Einbuße; dam-num infectum, ein zu befürchtender Schade; dam-num injuria datum, ein widerrechtlich zugefügterSchade.

* Damoisean, (spr.Damvasv) ein Jnngfernknecht, Stutzer.

*Damon und Pythias, ehem, zwei grichische Herzens-freunde, von welchen sich der eine für die Hinrichtungdes andern beim König Dionys von Syrakus ver-bürgte.

♦dämonisch, wahnsinnig, toll und rasend.

* Danae, Tochter des Akrisius, sollte nach dem Spruche

des Orakels einen Sohn gebühren ", der seinen Groß-vater tödten würde. Dieser sperrte sie deßwegen ineinen Thurm; allein Jupiter kam in Gestalt eines gol-denen Regens zu ihr, und zeugte mit ihr den Perseus.

*Danaiden, (fabelh.) 50 Töchter des grichischen KönigsDanaus, heirathcten die Lo Söhne ihres OnkelsAegyptus , brachten sie aber auch Alle in der Braut-nacht um; die einzige Hypermnestra ausgenommen,die ihren Gemahl Lynceus leben ließ. Dafür mußtensie in der Hölle Tag und Nacht ein löchriges Faß mitWasser anfüllen; daher das Sprichwort: Wasser indie Danaiden-fässer tragen; d.h. vergebliche Arbeit thun.

*Danebrogs-ötben, ein Ritter-orden in Dänemark.

♦Dantes, Spielmarken von Metall oder Elfenbein.

DanzigOr, Danzikhor, Danziger Achtzehngroschcn-stück.

♦Daphne, Tochter des Königs Peneus von Thessalien,wurde von Apollo, dessen Liebe sie verschmähte, in ei-nen Lorbeerbaum verwandelt.

*Daphnyten, Art Dendriten, deren Gestalt den Lor»,beerblätkern ähnlich ist.

♦Dardanarius, 1) Name eines berüchtigten Kornjuden,der wohlfeil zusammengekauftes Getreide, bis zur höch-sten Theurung liegen ließ, und die Leute noch dazudurch falsches Maß und Gewicht betrog; 2) jederKornjude. Dardanariat, Kornjüdelei; best nach dempreußischen Landrechte: Verheimlichung und Zurück-behaltung seines Getreides, wider ein ausdrücklichesStaatsverbot.

* Darii, Wort in der Logik, um einen Schluß zu be-

nennen, dessen erster Satz allgemein bejahet, die bei-den folgenden aber besonders doppelt bejahen.

♦Datse, Darsine, (Bassin, Kom, Dock) der innereTheil eines Seehafens, der mit einer Kette verschlos-sen werden kann.

♦Dasius, ein fünffilbiger Versfuß, mit drei kurzen undzwei langen Silben.

♦Datio de mann, Lvslaffung aus des Herrn Gewalt;datio in solutum, Hingabe geschätzter Waaren anZahlungsstatt, oder statt baaren Geldes.

♦Dauphin, französ. (spr. Dofäng) latein. Delphinus,Delphin; a) Tümmler, ein Seefisch; b) Titel desehem. Besitzers der franz.Landschaft Dauphinee, undhernach c) Titel des ehem. Kronprinzen seit 13 - 4 . 3 ,wo jene Landschaft mit der Bedingung dem Könige vonFrankreich geschenkt wurde, daß die französ. Kron-prinzen zum Andenken den Titel Dauphin führen Nsollten.

♦de, von, aus.

debanquiren oder debankiren, (im Hazardspiel) die

Bank sprengen.

Debarqnement, (spr.kemang) das Aussteigen ausdem Schisse.

debatquiren, anlanden; auch löschen.

debarrassiren, räumen, wegräumen, sich 00m Halseschaffen.

Debatten, Wortstreit, Wortkampf, Wortgefecht.

debattiren, redekämpfen, verhandeln.

Debauche, (spr. Debohsche) die Ueppigkeit.

Debauche, (spr. Deboscheh) ein Prasser, Wollüstling.

debaucbiren,. schwelgen, liederlich,vder wüst leben,schmieren; jemand debauchiren , ihn zu groben Aus-schweifungen verleiten,

debilitiren, entkräften.

Debit, (spr. Debiht) der Abgang, Verkauf, Vertriebvon Waaren.

debitiren, (uneig.) verbreiten.

Debi-