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3 (1809) Als Nachtrag zur Campes Wörterbuche zur Erklärung und Verdeutschung der unserer Sprache aufgedrungenen fremden Ausdrücke
Entstehung
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bon

Bonm

Bonn

boss

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bon, (spr. bong) als Sachwort: Gutes, der Vortheil,Gewinn; (in der Handlungssprache) eine schriftlicheGenehmigung, die jemand mit seiner Unterschrift unddem Worte bon einem Andern ertheilt, um die Sa-che, z. B. eine Schuld in Empfang zu nehmen; einEmpfangsrccht.

Bong, (pl.) Verlassenschaft; bona aquisita, errunge-ne Güter; bona adventitia, selbst erworbene oderunvermulhct erhaltene Güter; bona avita, gentili-tia, stemmatica, großväterliche Güter; bona ca-duca, Güter, die dem Landesherr» Heimfallen; bo-na castrensia , Güter, welche der Sohn durch Kricgs-oder überhaupt durch eigene Dienste sich erworben hat;bona censitica, Zinsgütcr; bona civitatis , seupublica, gemeine Staatsgüter; bona communiteret pro indiviso possidere, in ungethciltcn Güternsitzen; bona conjngum, Güter der Eheleute; bo-na damnatorum, Güter der Verurtheilten; bonadotalia, Stiftungsgüter, Ehegelder; bona eccle-siastica, geistliche Güter; bona lrereditaria, ererb-te Güter; bona mobilia, die Fahruiß; bona in-divisa, ungetheilte Güter; bona indivisibilia, un-theilbare Güter; bona locata, Lastgüter, oder dieverpachtet find; bona mariti, des Mannes Güter;bona materna , mütterliche Güter; bona mino-rum, der Unmündigen Güter; bona parapherna-lia, Güter, welche die Frau ihrem Manne ausserdem Heirathsgute gebracht, oder ihm sonst zugewandthat; bona paterna, väterliche Güter; bona pertestamentum alienari probibita, Güter, welchezu verkaufen durch ein Testament verboten sind; bo-na publicata, eingezogene Güter; bona vacantia,erblofe und Herrnlose Güter; bona vi rapta, gewalt-thätig geraubte Güter.

Bonbon, (spr. Bongbong) Zuckerbißchen, Naschwerk,Näscherei.

*Bon Chretien, (spr. Bongkretiäng) die Chrisibirn,auch Apotheker- und IVlalvasierbirn, eine sehr ge-würzreiche, längliche' Birn.

*Bonheur, (stzr. Bonöhr) Glück, Wohlfahrt.

Bonhomme, ein guter einfältiger Tropf.

boniliciren, verbessern.

* bonis avibns, latein. eigent. mit guten Vögeln, d. h.

Vorbedeutungen in Beziehung auf die Wahrsagungender römischen Priester aus dem Fluge'der Vögel. S.Augurium.

*Bonit oder Bonetssfch, eine Art Makrele, ein sehrschmackhafter Raubfisch.

* Bonität, die Güte, der innere Werth (einer Sache).

* bonitiren , schätzen, würdigen , würden.

Bonmot oder Bon-Mot, (spr. Bongmoh) ein lustigerEinfall.

Bonne, die Gute; Hofmeisterin.

* Bonner, die Mütze, Haube, Kappe; (Seesprache) ein

Beisegel, ein Streifsegeltuch, womit man den unternTheil des Segels verlängert, damit sie mehr Windfassen.

* Bononischer Stein , s. Bologneserstein.

Bon ton, (spr. Bvngtvn) die feine Lebensart.

Bon vivant, (spr. Bvngwiwang) ein WohUebender,Wollüstling.

* Bonze (pl.n), ein Japanischer Priester.

* Bootes, grich. Bärcnhüter, ein nördliches Gestirn, wie

Arktophylax.

*Boracit, oder Scdatiospath, eine borapsaure Kalkart,findet sich bloß in Gypsstein des Kalkberges in-neburg.

*Borax auch Tinkal, in Tibet Swaga, ein gewissesmineralisches oder Erdsälz, welches zum Schmelzenund Lothen der Metalle und Glasfabriken u. s. f. ge-braucht wird.

* Borborismus, das Knuren und Getöse in den Ge-

därinen, von übler Verdauung und verschlagenenWinden.,

*Borboriten, Art von Gnostikern, welche das jüngste. Gericht läugnen.

*Borborygmen,i das Rumpeln in den Eingeweiden.*Bord , der Rand, das Aeußerste, besonders eines Schif-fes ; das Schiff selbst.

*Bordereaux, (spr. Borderoh) Verzcichniß der Münz-sortcn, die man einnimmt oder ausgibt,bordiren, rändern, verbrämen, z. B. (ein Kleid).

* bordoyiren, heißt bei den Emailmahlern eine durch-

sichtige Emailfarbe so auftragen, daß sie wie durch ei-nen Nebel hervorscheint.

Bordüre, der Saum.

* Borech, s. Soda.

borniren, einschränken; ein bornirter Kopf, ein mit«telmässiger Kopf.

*Borrelisten, . (Seffc in Holland, welche eine strengeLebens-art führt, viele Almosen gibt, weder Sakra-mente noch öffentlichen Gottesdienst hat, bei der heil.Schrift keine menschliche Auslegung duldet, und ihrenNamen von Adam Borrel führt.

*Borretseb auch Boretseb, Wohlgemukh (ein Küchen-gcwächs).

* Börse, 1) ein Beutel, Geldbeutel; 2) ein öffentliches

Gebäude, worin die Kaufleute ihrer Geschäfte wegenzusammenkommen.

Boseage, (spr. Boskahsche) oder Bosquet, eiri Lust-hölzcheu.

*Bossage, Steine an Gebäuden, welche dem Mauer-werk vorstehen, und welche man unbehauen gelassenhat, um nachher gewisse Zierathen hinein zu hauen.*bosseliren, getriebene Arbeit machen.

bossi-