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3 (1809) Als Nachtrag zur Campes Wörterbuche zur Erklärung und Verdeutschung der unserer Sprache aufgedrungenen fremden Ausdrücke
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Bedu

Bene

Bene

* Beduinen, herumziehende räuberische Araber, die den

Karavanen in der Wüste auflauern, und sie ausplün-dern.

* Beefsteaks, (spr. Bihfsteeks) engländ. Rindfleischschnit-

tcn, oder dünn geschnittenes, gewürztes und schnellgeröstetes Rindfleisch.

* Beelzebub, derName eines geschwänzten Affen, s. Sa-

paju.

* beganfen, jüd. dcusch, bestehlen.

*Beglerbey, türk. i) eigenkl. Herr der Herrn, Fürst

der Fürsten; 2) Landpflcger, Landrichter, Oberstakt-halkcr.

* Beginne oder Beginne, eine Art Nonnen, Kloster-

jungfer, auch eine Bethschwester, Scheinheilige.*Begnm, so heißt in Hindostan das Frauenzimmer imSerail eines Vornehmen.

* Bebemotb, der Elephant.

* Behennl's , die Salbnuß, eine öhlreiche, der Haselnüsse an

Größe ähnliche Frucht des Beheirnulkbaums in Asien.*Bek, s. Dey.

*Belemnit (pl.en), der Luchsstein, Pfeil-, Don-ner-und Schoßstein, Alpschoß, Storch-oder Rappen-stein, Teufelskegel, Hepcnstngcr rc., eine Art ausgc-storbener kegelförmiger Schnecken, die man nur nochversteinert findet.

Bel-esprit, (spr. Bcllesprih) ein sinnreicher witzigerMensch.

Belladonna, eigenkl. Schönsrau, oder Schönmädchen,eine giftige Pflanze mit glockenförmigen Blumen vonschmutzig rother Farbe, und mit glänzend schwarzen,den Kirschen ähnliche Beeren; Wvlsskirsche, Bullwurz,Waldnachtschattcn, Jrrbecre, große tolle Nachtschat-ten, Saukraut, Teufelswind, Wuthbccre oder Kirschen,bello modo, lat. auf eine gute schickliche Art.

* Bellona, (Fabellehre) die Kriegsgöttin.

*BeIt, eineMeerenge, besonders zwei dänische Meerengen.*Belnga, der Weißfisch, (russ. Name des Hausen, ei-nes sehr großen Fisches, vom Störgeschlecht im schwar-zen, kaspischen und mittelländischen Meere). DerBe-luga oder Belugenstein, Hausenstein, eine steinhar-te Masse, die man bisweilen in den Nieren großerHausen, von der Größe eines Hühner-eies findet.*bene, gut, gütlich.

*Benedictenfcctut, cigentl. Segenskraut, die März-wurz, Garaffel, Nelkenwurz, eine Pflanze mit einergewürzhaften, heilsamen Wurzel.

* Beneficiarius , r) Bewohlthätigter, der Wohlthaten

genießt; 2) Lehnsmann.

*Beneficiat, ein Weltgeistlicher, der eine Pfründe genießt.

* beneventiren, von lat. bene venire, wohlankommen,

bewillkommen, empfangen.

Beneficium oder Benefiz , die Begünstigung, derNutzen.

Bety

Benevolenz, die Gunst, Geneigtheit.

*Bennuss oder Benniisse, s. Beheunus.

*Benzoe, ein bröckliches, balsamisches Gummiharz, vondem Benzoebaum, auf Java, Sumatra k. Ben-zoeblumen, das chrpstallisirte heilsame Salz dcr Benzve.

*Berberis, vderBerberisstrauch, der Sauerdorn, Essig-dorn,^ ein in Orient und ganz Europa wildwachsendersehr nützlicher Strauch.

*Bercan oder Berkan, ein aus Ziegenhaaren und Wol-le gewirktes Zeug.

Beresau, (spr. Bcrsoh) ein Gewölbbogcn.

*Bergamotte, eine Art Birnen; auch eine ihr ähnlicheCitronen-art, aus deren frischen Schalen die berühmteBergamottessenz oder das Bergamottöf>I in Italienund Frankreich gemacht wird.

*Bergerae, ( spr. Berscherak) ein angenehmer französ.Wein.

*Bergerie, (spr. Berschcrih) cigentl. Schafhof, Schä-fertänzchcn.

*Beril, französ. schöner Zeug von sächsischer Wolle zuSchlafröcken.

* Berillistik, Krystalseherei.

*Berkeleismus, Lehre von dem Idealismus, das Läng-neu der Dinge außer uns, von dem Engländer Ber-kelei.

* Berme, ein Wall-Absatz, außen am Fusse des Walles.

^Bertram, die Bertramchamille, Bcrtramwnrzcl, Spei-

wurzel, von scharfem Geschmack und heilsam zur Be.freiung von schleimichken Feuchtigkeiten.

* Beryll, oder Aquamarin , ein durchsichtiger Edelstein

von gelblichgrnner oder Meergrüner Farbe, aus demOliicin-Geschlechte.

*Besahnmast, holländ. der Hintere kleine Mast aus demSchiffe. Besalrnsegel, das am Besalrnmaste befind,liche Segel.

* Bessi oder Bezzi, venezian. Pfennigstücke.

bestialisch, vichmässig.

Bestie, Vieh.

*BJte, (spr. Bäte) ein Vieh, ein unvernünftiger Mensch,Dummkopf; die Bete, (Kartenspiel) die Spielstrase, derEinsatz oder das Geld des Verlierenden; dieBete zie-hen, den Satz oder das Spiel gewinnen; die Betemachen oder setzen, sein Spiel verlieren, oder labetwerden.

* Betelpfeffer/ Betelpfeffcr, ein Rankengewächs in Asien,

mit wohlriechenden Blättern, die man mit^.reca gemischtzum Käuen, in goldenen, silbernen oder geringern Büch-sen und Beuteln bei sich führt; vergl. Areca.

Betise, etwas Dummes.

*ßetonie, eine Pflanze mit großen, dunkclrothen oderfleischfarbenen rc. Blumen.

*Betyl, berühmter Stein bei den Alten, dem man großet Kräfte zuschrieb, und woraus man Götzenbilder machte.

*Beur-