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5 (1883) Nachahmung - Philologenverein
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PjtfantfirflJnttiömuS.

darüber. j£^eorte glaubte er nicht entbehren ju fönnen; aber er hielt fte bodj nichtfür geeignet, tugendhafter ju machen, unb für eiet midjtiger erftärte er eg, baß man©efühle ber Ehrfurdjt unb Siebe jn @ott red^t oft ermede unb in ST^ätigfeit fe( 3 e; baßman baneben Sutgenb unb Safter eon ben Anfängen ihrer Sntmidlung an bildlich (inSupfern), ober auch in ©djaufpielen, btfterifc^en Siebern, Seifpielen aus ber ©efchidjteoeranfchauliche; baff bag eigene Sorbilb beg Sehrerg bag @ute empfehle; ©trafen unb33etofmungen füllten fo eingerid)tet merben, baß fie mehr atö Reichen beg SBigfattengam SSöfen unb beg EBohlgefaEeng am @uten mirften ic.

® ber iP^ilanttiropimSmug für ben Unterricht befonberg Erleichterung unbSeranfd;autichung geforbert ^abe, ift auch denen betannt, bie ihn fonft nicht genauerfennen. 316er bamit ift bodj bie ©a<he nicht ertebigt. ©erip^Ucmth)rDp>tiii 8 rnu§ mottte,baff ber Unterricht naturgemäß fei; bamit aber oerlangte er 1 ) Sefdjränlung begSEiitjutheitenben auf bag, mag nach ber fchmädjeren ober [tarieren gaffungg= unbSerarbeitungglraft mirttich angeeignet merben tann; 2 ) Stbftufung unb .ßufammentiangbeg SKitäutheitenben, fo baß ein mögtichft lüdenfofer gortfchritt oom Seichteren jum©chmereren fich ergiebt; 3) Einführung in ©ad)lenntnig mit Unterlaffung beg medja^nif^en äftemorireng, namentlich bloßer SBörter, daher aud; fo üiet atg möglich Ser=anfdjaulidjung burch Sorjeigung ber ©egenftänbe felbft ober bod) treuer Elbbitbungen;4) Sebadjtnahme barauf, baß atteg Serneu mit Suft gefdje^e, mobei bann 3tufmeri=famfeit unb gleiß Oon felbft tommt unb 3mang entbehrlich mirb. 33afebomg 9Eiethoben=bud), 5 . ®h- aU( h bag muuberlidhe SlEertei feineg Etementarmerlg, geigt bie 2lnmenbungbiefer ©runbfäfje im einzelnen auf fehr belehrenbe SBeife; in furjer gaffung mefentlidjbagfelbe in Sahrbtg phitanthropifchem Er^iehungdplan. fpier (mißt 3 - S. über benElementarunterricht, ber burchaug Elnfchauunggunterridjt fein foBte:3Bir bringenunferen Sehrlingen ftatt bloßer SBorte, mie meift in ben ©deuten gefchie^t, Sor=fteEungen bei, unb jmar finnlid; leichte, meift nur foldje, bie oermittelft beg Elnblidgerlangt merben, hinterher er ß bie finnlich fdjmereren unb ganj jule^t bie abgtracten.©iefe Erjeugung ber Segriffe gefdfieht burch bie fogenannten Eommanbirfpiele, oer=mittelft bereu mir ihnen alle möglichen ©egenftänbe, beren Erfenntnig einigermaßenintereffant ift, oorführen. SQBir machen mit ben leichteren ben 3lnfang unb gehenftufenmeife ju ben fdfmereren fort. 2Bir geigen ihnen Söiefen, ©arten, gelber, S3ein=berge, ipäufer, EEühlen, mir führen fie in bie SBerfftätte ber fpanbmerfer, in bieSO'lafdjinenlammer, in bie ®unfttammer, auf bie Etnatomie, in bag ^imnter, too 3 n=ftrumente jur Epperimentatphhfif oermahrt merben 2 c. Sei ber erften Sefdjauung be=lehren mir fie über ©ebraud; unb Etüden, bei ber jmeiten über EJlaterie, gorm, ®h e ^ e /Ordnung, Sunft, ©<hönE>eit 2 c. 2lEeg, mag fte in ber Etatur gefehen fmben, laffenmir fie halb barauf in Tupfern unb Ehebetten mieberfinben. Unb bamit bie Silberlebhaft unb bleibenb merben, madjen mir bie .geicbenübungen j U p e n aEererftenUebungen beg ^S^itant^rofiinS. Ehe bag Sind fdjreibt, muß eg fchon geichnen. SQ3irtaffen fie leichte Umriffe üon aEen ben ©ingen entmerfen, bie fie mit ihren 3lugenfchon im Originale gefehen haben." Eladjbem fo bie 3iufmerffam!eit ermedt morben,foE ber Seobachtungggeift gebildet merben durch Einführung in bie EEaturgefchichte unbbie Ipiftorie. ©a fetten bie geglinge aber auch h a nbeln, ftatt . bloß ju fehn: fie fotten©teine, Kräuter, Snfecten fammeln, fie fotten jergliebern unb in EBaffer auflöfen,brütende unb einfpinnenbe ®h^ ere beobadjten 2 c. ©ann bildet fid) in ihnen unoermeritbie Seurtheilunggfraft, fie lernen über beobachtete ©ingeräfonniren", üon einzelnenErfahrungen auf attgemeine ©äfje folgern, moralifcheSenfeen" finden. Sgl. ©alj =manng 3lnmeifung jur Uebung ber ©inne unb ber Seobachtungggabe in feinem3lmeifenbü<hlein". gür bie §iftorie mirb oerlangt, baß ber Seljrer ben ^^gbingenguerft eine nach ber ßeitorbnung gemachte ©ammlung ber midjtigflen Segebenheitenüortege unb biefe bann mit ber möglicbften Sebhaftigfeitmalerifdj" erzähle, fo baß erihre Einbilbunggfraft ganj in ben ©eftchtglreig beg Ereigniffeg hineinleite, atg ob fte

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