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5 (1883) Nachahmung - Philologenverein
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Düerkrg. fßfibagogil

lanbe« tt)ätig ju fein. Dbmohl bereits franflidj unb baljer oft gefiinbert, bert ©ifcungenber 9 tegierungbbehörbe beijumolmen, fuc^te er bod) menigftenb burcf) bie forgfaltigftenfdjriftlichen ©utacbten ju nüfsen. 3m 3. 1818 erhielt er ben retten Slbferorben britterßlaffe. 2llb bab ®omcapitet 1823 eine Umgeftaltung erfuhr, »erfdjmahte er eb burchaub,bie ihm angetragene jmeite ®cmpräbenbe mit einem ©eljalte non 1200 Skatern anju=nehmen; nur auf mieberlmlteb ©rfudjen trat er alb (Sfyrenmitgtieb in bab ®omcapitel.iS beburfte aber foId£>er Slubjeichnungen nic£>t, ba bie ganje ©eoölferung ben bemüt£>igeniDtann mit einer ®eret)rung umgab, metcffe ihn über bie non ben Reiften fo eifrig be=gehrten ©t)ren unb SBürben l)ßd) erhob.333er ihn fah, bem erfdjien er mie ein @ngelbeb griebenb. £inber brängten fid) in unfdfulbiger 3 u t r outi(hfeit on iljn, menn erüber bie Strafe gieng, unb ©rmachfene tarnen aub ben Raufern, um ihn »orübergel)enju fe^n. 3n meffen fpaub er einlehrte, ber hielt bieS für einen ©egen; manche, bieihn herantommen fat>en, münfd)ten in ber ©tiQe, baß irgenb ein 3 u fd* ihn in ihreSBobnung führen möge, unb ergäben fid) fdjon an ber bloßen Hoffnung. fDiütternerfcf)ien eb alb eine gute 23orbebeutung für bab SBohl i^ter Sinber, menn er biefelbennod) auf bem Sirme ber SBärterin freunblid) begrüßte, ©eine reine, nur mit Siebe ju©ott unb feinen SKitmenfdjen erfüllte ©eete 30 g ade ©emütber ju ihm hm nnb »er=lieh ihm einen unglaublichen Einfluß auf bie fperjen ber 9Jtenfd)en. ©eine 33erbienftetraten bab Uebrige. ®ab ganje Sanb et>rte ifm atb einen 33ater." (Krabbe.)

®ie lebten Sage feines Sebenb beglüdte bie Srrid)tung beb Sehrerfeminarb inSBüren, bab an bie ©teile ber 9torma(fcbule in SJtünjter treten foHte. ®a biefeb iljnevfeije, meinte er ruhig fterben ju fönnen. 916er noch einmal hielt er ben Dtormalcurfubim 3. 1826; er befdjloß ihn am 7. 9too. mit benSBorten:9tun lagt unb atleb bemlieben ©ott anoertrauen", unb nahm bann »on feinen Schülern 2lbfd)ieb. ©chon inber folgenben 9tadjt ertrantte er; jmei Sage fpäter (9. 9to».) enbete fein fegenb=reid;eb Beben.

©eine Schriften finb gänjlid) aub feiner 333irtfamfeit ermachfen. 9täcf)ft ber fchonermahntenInmeijung jum Schulunterricht", bie 8 Auflagen erlebt t>at, ermähnen mirbab neue, 1788 erfdjienene 2l33E93ud), bie 1799 heraubgegebene unb bann noch oftmieber aufgelegte biblifdie ®tfd)id)te beb 31. u. 9t. Seftamentb, ferner bab 1804 ge=brudte 3Migionbhanßbud) unb bie beißen Satechibmen, 33üd)er, melcbe aud) in babfm£länbifd)e überfe( 3 t unb in ben tatholifdjen Schulen ^odanbb eingeführt mürben; »onben £ated)ibmen finb »ielleid)t eine SDtiUion Eyemplare »erbreitet morben. D. hotte-auf bie Sluoarbeitung biefer «Schriften bie größte Sorgfalt »ermenbet. ©0 hotte er bieSlnmeifung", um fie auch in formeller 23ejiehung möglid)ft »oHfommen ju madjen,juerft in plattßeutfd)er Sprache niebergefchrieben unb bann erft inb £>od)beutfd)e überfefst.

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fPäbflffogif. 3Bir »erflehen hie* unter ißäbagogil (ars paedagogica) nicht bie©rjieljungbiunft felbft in ihrer prattifdjen 393irfli<hfeit, fonbern bie miffenfd)oftlid)e Er=faffung unß Ülubbilbung ber 3 ßee berfelben, mie biefe festere unter ben Sebingungenbeb gegenmärtigen menfdjlidjen ®afeinb realifirt merben fann unb foH. Unb mie inanbern ©ebieten beb Sebenb, fo finb mir aud) in biefem berechtigt, ®h eot i e unb ?*ofibforgfältiger ju unterf^eiben, alb bie alte SBelt eb that, melcf)e, in ber 9rafd)heit einebjugenßlid)ern SBeltalterb, immer geneigt mar, einen unmittelbaren Uebergang »on ber©rfenntnib jur Sljot »oraubjufepen. ®enn obfdjon mir nie »ergeffen bürfen, baß beibejpöfaagoß. Snc^Hopfibte. V. 2. 9tufl. 32