Druckschrift 
5 (1883) Nachahmung - Philologenverein
Entstehung
Seite
487
Einzelbild herunterladen
 

£)rtg!mtbc.

487

treten: Säume, Strauber, Kräuter, ©räfer; ihre SRerfmafe merben an=gegeben unb außerbem alle betrachteten ^ftanjen nod; in Segug auf ihre Blätter alsfoldje mit Beiblättern (®itott)tebonen) unb mit ©treif enblättern (SRonofo=ttjlebonen) unterfd;ieben. 2Bir fommen gur Blüte unb finben fdjon mehrere gangc^arafteriftifd?e gamilien. $ie gmiebefgemädjfe (6d;neeglßcfd)en, Sulzen), bie Sät3d)en=bäume, Dbftbänme finb bie guerft im 3af)re biütjenben. 3tn legiere reiben fid) leid>tbie näcbften Sermanbten (Erbbeere unb Himbeere) an unb geben namentlich in Segugauf bie f5"cäcf)te Slnlaß gu intereffanten Sergleidjungen. ÜDaS ift ber gmeite ÄreiS, benmir biierrtit beenbet hoben unb ber fid; in einer Begleichung bei SE^ter= unb SfIongen=reicbei, fo »eit ei gur Infdjauung gebrad)t mürbe, vorläufig abfd;fießt. SBir fommenjum britten Greife unferer Sefpred;ungen, inbem mir an bem naben leidje ober Sadjeülnlaß nehmen, bie Eigenfd;aften bei SSSafferS angugeben, bag Sehen an ben ©emäffernfurg gu fcbifbern, Sßafferpflangen unb SBafferoögef noch gu berühren, einige geographifcheBegriffe gur älnfdjauung gu bringen, um nun gang ungegmungen bie noch febfenbenStaffen ber SBirbeftbiere, Bmpbibien unb gifdje, genauer gu unterfudjen. 2)ieBier SLbierctaffen merben nun unter einanber bergtidjen, unb aud; $bi ere unb Sffongenbieten neue Scrgfeid;unggpuncte, mie g. S. bie mit ben SBafferpflangen u. a. ©obatten mir mit Enbe bei grüblingS bag erfte ©tabium gurücfgelegt unb barin §>im=mefS= unb DrtSfunbe, 2t;ier= nnb fßffangenfunbe betrieben, unb einiges auS ber Batur=febre, fpeciell über ba§ SBaffer, nebft einer lleberfid.it unb Sergfeidjung ber bebanbelten©egenftänbe bingugefügt.

S3ir fteben je^t fc^on im ©ommer; bie Beobachtungen an ©onne, SRonb unb ben©ternen merben fortgefe^t, unb mir unternehmen nun einen ®ang ini gelb. Drien=tirung ift gunädfft bie tpauptfadje. 3Bir treffen auf unferm Bunbgange burd; bie gelb=flur allerfei S3ege nach oerfdjiebenen Biegungen, über £mben, burd; SSiefen unb @e=treibefefber; mir überfdjreiten ben Bad;, fteigen auf Serge unb hoben neuerbingg ®e=fegenbeit bie fd;on berührten geograpbifdjen Segriffe gu mieberbofen unb gu ergängen.Bamentlid; mirb man ©efegcnbeit hoben, bag SBidjtigfte über Erhebung beS Bobeng:Inböbe, fpügef, Serge, angufübren; Bon ber 2lbbad;ung auf bie 2Bafferfcf;eibe,Bon ben ©ammeltbäfern, mo feine Quellengebiete finb, auf baS gfußgebiet gufommen. ®ie tpauptfadjen müßen grapl;ifd; bargefteHt merben. 9ln ber SBanbtafetmirb eine einfache ©figge unter Setbeifigung ber ©d;üler entroorfen, mie bieg beimSBobnorte bereits gefdje^en, unb bann eine genaue glurfarte oorgefegt. Sei bem Snt=merfen ber ©figge mirb man gunäcbft bie Sage ber ©egenftänbe nach ben f?immel§=gegenben beftimnten müßen, bie Entfernungen burd; bag 31 u g e n m a ß abfdiähen, genauerbann burd; mirflicbeS SReffen angeben, gunäcbft burd; Schritte, bann burd; ,3ufammen-faffen Bieter berfefben gu einem Kilometer ober gu einer SReile. 2lud; bag ßeitmaßgiebt eine annäfjernb richtige Sorftellung Bon ber Entfernung gmeier ißuncte, bie 3ln=gaf;f ber BSegftunben, bie man gurüeffegen muß, um Bon einem gum anbern gu gelangen,©o mirb man außer ben Sängemaßen fpäter bag glädjenmaß unb Ipöbenmaßgur Sefpred;ung gelangen taffen müßen. Um bann bie SRaße ber Entfernungen inbem vebucirten Silbe auf bem Rapiere ober auf ber Safe! gur Sfnmenbung gu6ringen, bebarf man bann bed oerfteinerten ober oerjüngten SR ft abeS. Seiber gfurfarte bot man felbftberftänblid; affe bie ft;mbolifd;en 3eid;en unb Linien guerffären, fomeit fie bei ber ©figge noch nicht in Sfnmenbung farnen, mag feine @d;mierig=feit bot, benn auch bei ben burd; ©djraffen bargefteflteu ©ebirgen unb Slnböben mirbman nicht nöttjig haben bie gange Seleud;tunggtbeorie gu §üffe gu nehmen. Eg genügtangugeben, baß bie fdjmäcberen Sinien ben fanften, bie ftärferen, ben fteifen SlbfaU oer=finnlidjen foßen.

®a§ Seben braußen im greien ift jefjt im ©ommer ein gang anbereS, afS imgrübfinge, ber ^eit beg allmählichen Srmadieng; bie gefber fteben im hoben ©d;inucf,bie SBiefen liegen in ben f<bönften garben auggebreitet, eg ift bie 3 e ü ber erften Ernte.