Drbmtitö. 475
3ufpätfommen beim Slnfange bed Unterrid)td ift eben fo, wie bad jögernbe 23erweilen inDer Elaffe beim ©cplufj beöfetfcen, immer ein 3äd) en erfdjlaffter ©idcipfin. gür baderftere liegen bie Urfad)en cft in Den bjäudlidjen Sßer^ättniffen; wie fepr aber bie 0rb*nung ber ©d)ule, wenn fie redjt gepanbhabt unb cornefymlid) burd) bad 33eifptel bedLepterd aufred)t ermatten toirb, and) bergleidjen §inberniffe überwinben fßnne, beweidtcie allgemeine Erfahrung, bajj bie Heineren Sinber pünctlidjer finb, als ertoad)fenere,toad eben nur barin feinen ®runb ^at, bafj iijnen bie Orbnung ber ©djule meljr im=ponirt. -Sn ber 53oIfdfd)ule ift meljr ncd), ald in Ijbljeren Slnftalten, aud) Dafür «Sorgeju tragen, bafj bad 3 u f r ^ ommen ber Äinber ßerpinbert werbe. 3. 9teinlidjf eitunb Drbnung in 33ejiei)ung auf bie Sletbung, auf bie ©djufrctume,8 il dj e r zc. 5Die ©dfule foü ben Äinbern ein gemeinter Drt fein, unb fd)on ihre per*fönlidje Erfcbeinung in berfelben fotl baocn jeugen. Mangel ber förperlidten Steintid)*feit toirb fofort bie 9töf§igung, bad ErforberIid)e nachjupolen, fyerbeifitfyren müfjen. Sßennin ber 33olföfd)ule, namentlich) auf bem Lanbe, öfter toiefer Mangel jur ©prad)e fommenmag, fo treten bagegen in ben popern Spulen, befonberd in Mäbdjenfcpulen, nid)tfeiten bie entgegengefepten ©rfcpeinungen ber fid) fpreijenben fßufefudjt unb ©efattfucptpernor. Sluffaltenbe unb ber ©ittfamfeit toiberfpredjenbe Moben, fpaartradften zc. ge*poren am aKevwenigften in bie ©djule unb toerben, too bie redete Einfalt bed §erjendpeitnifdj ift, halb jurücfgebrängt, im fdjlimmeren gälte in aller ©title burd) ernfte gor*o'erung angemeffener Einfachheit befeitigt toerben. gür Slufrecpfpaltung ber fReinlicp*feit in ben ©dmlräumen ift nicht nur jeber einjelne in SSejiepung auf feinen Mapoeranttoortlid) ju machen, fonbern aud) für bad ®anje beftimmten juoerläfjigen ©d)ülerneine befonbre gürforge aufjuertegen. ©ie paben bafür ju forgen, bafj bie Elaffe nie*mald bad ©ilb ber Unorbnung barbiete. ®iefen Drbnungdfd)filern ift jugleid) bie ©orgeDafür anjuoertrauen, baff bie für ben Ilnterridjt notpigen Lehrmittel, toie Sanbfarten zc.unb Utenfilien, treibe, ©cptoamm zc., in jebem Slugenblid bereit unb im braudjbaren3uftanbe oorrätpig feien, baff bie SBanbtafeln gereinigt feien zc. (®ergl. b. Strt. Eenforen.S. 9teb.) 2lucf) für 2tufbetoaprung ber oon ben Sinbern oergeffenen Äleibungdftüde,23üd)er, @d)irme, Ueberfcpupe unb für beren fofortige Sluglieferung an bie betreffendenmuff ein für allemal burd) feftbeftimmte Einridjtung ©orge getragen toerben. gür9ieintid)feit unb SDrbnung in ben 23ücf)ern muff nicht blofj ini Verlaufe bed Unterrid)töju allen 3 e if en < fonbern and) burd) befonbre, ßon 3 e ü ä u 3 e ^r möglid) unerwarteteintreffenbe Dfeoifionen, Denen bann aud) bie gebrudten 33üd)er ju unterwerfen finb, ge*forgt toerben. 2£ad bie £>efte ber ©cpüler betrifft, fo ift bei folgen Steoifioncn auchju forbern, ba^ alle im Laufe bed ©emefterd gelieferten Arbeiten ßorgelegt toerben.4. törperlidje Haltung unb Sewegung in ben ©djulraumen. ®ie©chute will feine breffirte Haltung, feine unnatürlidje ober gejwungene 33etoegung ber©^üler, aber bem Slnftanbe nnb Der 9iüdfid)t auf bie 333ürbe unb bie 3®ede ber ©^ulemug bod) in jfebem StugenbXide ^Rechnung getragen werben. „Sin ber äußeren ©ittfam=feit I)ärtgt ein gut ©tüd toirffidjer ©ittlichfeit" fagt ifJalmer treffenb; unb wie bie 33er=nadjlöfjigung einer geraben Haltung toähtenb bed Unterridjtd, unb bied ni^t nur beiHeineren S'inbern, fofort aud) einen Sftangel ber gefpannten Slufmerffamfeit für ben Unter*ric^t audfpridjt ober herbeiführt, fo baffen fd)led)te ÜJtanieren ber ©d)üter beim Sluffteljenober Slieberfthen r beim §eroortreten unb 3u r üdgef)en zc. immer auf einen 'Mangel berrechten 2ld)tung vor bem Lel)rer unb ber ©djule überhaupt fd)Iießen. ÜDie ^Bewegunginnerhalb ber ©chufräume mu^ einer feften Sieget unterworfen toerben, weil fid) ge=
nicht bur^ Shanfpät »eranfagt rcirb, bie (Srfaubnid unter Sßortoeifung einer fd)rtftü^en «ätflä»rung bed SSaterd ober beffen ©telloertreterd beim Dtector felbft einpolen, beoor er ftd) eineober imeprere Seprftunben 51 t »erfäumen erlaubt. SOßififürftcbe @rtoeiterung ber gerien wirb aldmntptoiüige SSerfäumntd betrachtet. 3n Äranfpeitdfällen ift eine fCpriftliche (gnt)^ulbigunglangftend im Saufe bed erften palben $agd ber Slbtoefenpeit an ben Slaffenleprer abjugeben."®gl. übrigend ben 3trt. ©d)uf»erfäumniffe. ®. 3teb.