£>efterreitfi=ltngarn. 337
Seljrerconferengen unb beg ®irectorg finb in wefentlid) ähnlicher SBeife umfchtieben,»nie an URittelfdjulen.
ßur Heranbildung »on Slrbeitdlehr erinnen unb tinbergärtnerinnenbegehen gefonberte einjährige Surfe.
®ie öffentlichen SilbungSanftalten für Sehrer unb Sehrerinnen haben fidj in fteterißerbinbung mit bem $Bolfgf<huIwefen unb beffen Sntwicflung ju erhalten. ®ie ©djuUBehörden fowie bie ©<hulinff>ectoren haben biefe Serbinbung in allen geeigneten SBegenju »ermitteln unb ju förbern.
21. Stach minbefteng ätoeijä^riger SSerwenbung im ^raftifc^en ©djulbienfte *) fann fichber Sanbibat (Sanbibatin) jur Selirbefähigunggprüfung melben. 3ur ®or=nahme berfelben ernennt ber ütRinifter Sontmiffionen, ioetd^e unmittelbar ben Sanbeg=fdjulräthen untergehen; Wcnigfteng 2 äRitglieber jeber folgen Sommiffion mögen bemgreife ber SBoIfSfdjuHehrer entnommen werben. ®ie Prüfungen finben zweimal imSahre ftatt (Dctober unb Slpril).
®ie Sehrbefähigung wirb entweder für allgemeine SBoffgfdjulen unb 33ürgerfd;ulenober nur für erftere auggefprochen. Für Sürgerfdjulen fann fie auch in einer einjelnenber brei ©rupften (fprachlich^hiß 0 *^ 6 ' naturwiffenfdjaftliche, mathematif<h=technif(he)erlangt werben; hoch mug ber Sanbibat jedenfalls aug ben anberen ©rupften jenegenntniffe nad)Weifen, welche für bie Sehrbefähigung an allgemeinen tBoIfgfdjuien gefor=bert werben, unb eine Prüfung aug ber Srjiehungg= unb Unterridgglehre unb berSßolfgf<hulgefe|!unbe abtegen.
®ie Prüfung jerfäHt in eine theoretifdje (fchriftliche unb mündliche) unb in einepraftifche. ®ie fchriftliche Prüfung fann benjenigen erlaffen toerben, toelche burdf
fdjriftgellerifche Arbeiten ihre ^Befähigung barthun; oon mündlichen unb praftifdjenPrüfungen barf niemanb bigpenfirt toerben. 33ei ber fdjriftlichen Prüfung haben bieSpaminanben für allgemeine SBolfSfdjuIen einen Sluffatj in ber Unterridggfprache (eoen=tuet! anberen Sanbegfprache) ju oerfaffen, einige mathematifche Aufgaben ju IBfen, unbeinige fragen aug anberen ©ebieten, eornehmlich aug ber Srjiehungg: unb Unterrichts^lehre ju bearbeiten, toährenb bie Sanbibaten für Sürgerfdjulen au§ allen gewähltenpdfern fchriftliche Arbeiten ju liefern haben. ®ie mündliche Prüfung für allgemeine
SSolfgfcbuIen ergredt fich auf ‘tßäbagogif unb auf alle an ber SBoIfSfdjule ju lehrenden©egenftänbe (auch SteligionSlehre) unb hat ben ä u erproben, bag Sanbibat feit
Erlangung beS iReifegeugniffeS feinen SßiffenSfreiS ertreitert unb befeftigt, wie auch bag ermit allen ®iSciplinen nad) Snpalt unb Sftethobe fid) genau oertraut gemacht hat. Sinbie Sanbibaten beg SepramteS an 93ürgerf<hulen toerben bejüglidj beg Inhaltes ber ein=feinen ®i8cifjlinen intenfioere Forderungen gegellt. SBejüglidj beö ©djreibeng, beg3ei<hneng, beg ©efangeg unb ber SJtufif fann bie Sommiffion ihr Urtheil auch ohnefpecielle Prüfung auf ©rund anderer fidjerer SlnhaltSpuncte fällen; »on einer Prüfungim ®urnen unb in ber ÜRufif fann in toohl begründeten Fällen aud) gang abgefehentoerben. ®ie praftifche Prüfung begeht in einer igrobelection in einer ©dfule.
®ag Sehrbefähigungggeugnig hat gu enthalten: ein ooKftänbigeS Nationale, bieSegeichnung ber Unterridggfpradje, Stoten in den eingelnen Fächern uttb bad ®efammt=urtheil in ben Slbftufungen 1 (feljr gut), 2 (gut) unb 3 (genügend). Sin 3 eu 8 n i §9!r. 4 erhalten jene, denen bie ^Befähigung aberfannt tourbe. ®ie Söieberholung berPrüfung fann in -der Siegel nur in ihrem »oHen Umfange unb üor ber nämlidjenSommiffion, eine gtoeite blog mit ©enehmigung beg ÜÖtinifterg gattgnben. ®ie San=bibaten, welche bie Sehrbefähigung für ÜDtittelfchuIen erworben haben, fönnen bie fürSürgerfcfjulen durch eine Srgängratggprüfung aug ben Fasern erlangen, für welche fiebie Sehrbefähigung noch nicht nachgewiefen haben.
Sanbibaten, welche bie Sehrbefähigung bereitg erworben haben unb nur für ben
*) 3n Sftrien, ©altjten unb ©almatien nah bretjä^riger ^rafttfher SSerwenbung.fäbaflofl. gncOHoJjäbte. V. 2. Stuft. 22