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5 (1883) Nachahmung - Philologenverein
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£c|'tcrreif(|=Uuganu

beg 23egirfgfd)ülrath8 einholen; außerbem finb alle Söiitglieber an bie fofortige genaueSefolgung ber gefaßten Sefchlüffe gebunben.

6. 3eber 23 etc er ber um Slnftedung an einer öffentlichen Solfgfchule £>at ne6ftber öfterreidjifcffen ©taatgbürgerfd)aft bie auöreichenbe Sefähigung für bie betreffenbe©teile nachguweifen. ®iefer 5Radjtnei§ befteht für bie ©teilen Bon Unterledern oberprooiforifdfen Sehern 'in bem fReifegeugniffe einer Sehrer = 23ilbungganftalt, für ©teilennon befinitioen Seilern in bem Sehrbefäbigungg = 3eugniffe für allgemeine SSoIfsfd^uten,begiehunggweife für Sürgerfdjulen. ®ie älteren UnterIehrer*3 6 U9 ni ff e* SExieiat ober§auptfcbulen finb bem Steife = 3eugniffe, bie älteren 8ehrer = 3eugniffe für Srioiat ober§auptfdfulen bem Sehrbefäbigungg * geugniffe f r allgemeine Solf'gfcbulen, bie für umfelbftänbige Unter=9JeaIf<buIen bem für 23ürgerfdjülen gleidjguhalten. gür §augbaltung8=funbe unb weiblidje fpanbarbeiten, fo wie für moberne (Sprachen werben abgefonberte8ehrbefäbigungg=,3eugniffe erteilt.

Slugfd)Iießungggrünbe Bon ber ^Bewerbung finb: 1. 2)er dRangel ber öfterreidßfdjen@taat§bürgcrfd)aft; 2. ber infolge eine« jfrafgeridjtlidjen Urtbeilg erfolgte Serfuft berSBäßlbarfeit in bie ®emeinbe=23ertretung.

Segügtid) ber wirflidjen 33erIeit)ung einer ©djulftelle gelten aber folgenbe©runbfä^e. Sei Erlebigung jfeber ©tede eineg Selwerg ober Unterleder« an eineröffentlichen Solfgfchule (eineg remunerirten fßeligiongleljrerg ober eigeng beftedten Katecheten)hat ber SejirtSfdjuIrath einen Eoncurg auggufdjreiben. ®ie einlangenben 23ewerbungg=gefuche fammelt gunädjft ber £)rtgfd)ulratb (in einigen Säubern ber Sejirfgfdjulrath)unb erftattct an bie Segirfgfdjulbehörbe einen Sorfdflag jur Einleitung ber Sefefcungber erlebigten ©teden.

Heber ben Erwerb unb bie Slugübung beg i]3räfentationg= (ErnennungS=)fRecßteg enthalten bie ©efe^e ber eingelnen Sänber fehr bioergirenbe Seftimmungen.3m adgemeinen gilt alg fRegel, baß biejeg diedjt bem Erhalter ber ©djute (ober bem©djulpatron) guftef)t. ®em fPräfentirten, weldjer ben gefefclidjen Slnforberungen für biefragliche Sedfiede entfpridjt, fann bie Seftätigung beg £anbegfd)ulratl;g nur bann oer=weigert werben, wenn bemfelben fittliche ©ebredjen ober tpanblungen foldjer Slrt gur Saftfaden, baß wegen berfelben bie Entlaffung eineg bereitg angeftedten Sel)rerg auggefprocbenwerben fönnte. Segeidjnet ber ißräfentationg= (Ernennungg-) Seredftigte binnen bergefehlidjen griff leinen Eanbibaten für bie erlebigte ©tede, fo tritt ber Sanbegfcpulratbin feine 9ied)te ein. 3ebe in einer ber eben erläuterten SBeifen oorgenommene Sln=ftedung einer mit bem Sehrbefäbigungg =>$eugniffe Berfetjenen Werfen ift fofort einebefinitiue. Slde Slngeftedten haben 5:1611 ®ienfteit> abgulegen. ®ie Ernennung BonfRebenlehrern unb 3nbuftrial=Sehrerinnen ift ebenfo Borgunebtnen; bod) fann bie Eoncur8=Slugfehreibung unterbleiben. ®ie Seftätigung liegt in ber fRegel bem SBejirtgfchulrat^e,nur in Dberöfterreidj, ©teiermarl, Kraut, ©d)Iefien unb SDalmatien bem Sanbeg=fdjulratlie ob.

®ie Sehrfteden an ben ftaatlidjen Uebunggfdjulen werben auf Sorfdjlag beg Sanbeg=fdjulrathg Born SRinifter befefct.

7. 5Die Següge beg Seljr'erg einer öffentlichen adgemeinen Solfgfd)uIebeftehen aug bem 3ahreggehalte unb ben ®ienftalterggu(agen.

Um bag dRinimunt beg 3al;reggehalteg gu ermitteln, auf weldjen eine Seht*ftede Slnfprud) giebt, werben bie ©chnlgemeinben burd) ben Sanbegfd)ulrath in Elaffengeteilt. S)en Slnbaltgpunft hierfür bieten bie ®urd)fd)nittgpreife ber wid)tigften SehenS*bebürfniffe unb anbere örttidje SSerbältniffe. 5Rad} febem ÜDecennium finbet eine 9ieoi|wnber Eintheilung ftatt, ohne gwifdjenweilige Serichtigungen auggufchließen.

©olcher Elaffen giebt eg:

brei: in ÜDalmatien (500, 450, 350 fl.); in ©örg, 3ftrien, Kärnten unbfdlähren ( 600 , 500, 400 fl.); in fRieberöfterreidj unb Dberöftcrreid) (800, 700, 600 fl.);enblich in Soralberg (600, 400, 300 fl.);