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5 (1883) Nachahmung - Philologenverein
Entstehung
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307
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Dcfrmomifdje Slrfceiten.

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unb bürgerlichen Greifen. ®ie erfte Slnftalt toterer Slrt ift i. 3. 1877 in ©tuberSheimBei ©eiSlingen errietet worben. 3f>r ,ßwed ift: erwadjfenen SJiäbdjen Born Sanbe imgod)en, SBeißnälien, ©triden, Sügeln, SBafchen unb -ßu^en Anleitung unb (Gelegenheitjur UeBung ju geben, i£we ©dplfenntniffe p befeftigen unb fürs praftifche ßeben perweitern; fobann fie bureß ftrenge Seaufficßtigung an Sfteinlidjfeit, Drbnung nnb ißünft=lidjfeit p gewöhnen unb bureß ©ingunterrießt unb geeignete ßectüre wäßrenb ber 3lbenb=arbeit gemütßlich anpregen. Slngefteüt finb habet eine Hausmutter unb eine Seßrerin;jene leitet bie ganje Haushaltung, ertßeilt ben Unterricht in ben §au8h<UtungSgefcbäften,biefe ben int Spaßen, ^triden unb gliden. ®er fkßrer beS DrtS unterrichtet int©cßreiben, Nedpen, ©ingen, ein Slrjt auS ber ©tabt in ber ©efunbßeitSlehre, bmnitbie -äMbcßen audj mit bem Nötßigften pr ißflege beS gefunben unb franfen üDicnfcßennertraut gemacht Werben. SogiS unb Soft gewährt bie Slnftalt für täglich 7 5 -ßf., benUnterridjt für 20 507. pro fünfmonatlichen ©urfuS, welcher in ©tuberSßeim feitßerburcßfdpittlich SBinterS Bon 20 , ©ommerS Bon 12 äftabeßen auS allen ©egenben beSßanbeS, h> au; ptfächltdj aber Bon ber umliegenben 9llb, pmeift aus ber moßlßabenbenBauerlidjen 23eoöl!erung, Bereinjelt auch auS bürgerlichen Greifen befucht Worben ift.3nS Scben gerufen würbe biefe §au§haltunggfd)ule oon ben lanbwirtßfdpftlicßen Vereinen©eiSßngenS unb einiger benadjbarter D6erämter, weldje für bie Soften, foweit fienid)t burdj bie Beiträge ber ©chülerinnen gebedt werben, auffommen, waßrenb ber©taat mit jäßrlidjen 800 3)1. unb einer billig beredeten Sermietßung Bon §auS unb©arten beihilft. 3u näherer SenntniS möge golgenbeS ßinreidjen: ®ie Schülerinnenwerben in Bier ©rußßen eingetheilt; eine jebe ©rußße hat 40 Sage lang fannntlidjeHaugßaltungSgefdpfte p beforgen Soeben,ßufsen, SBafdjen unb 23ügeln eigenerunb frember SBüfdje, unb wirb auf ©runb ber oorgelommenen ®ageSgefd)äfte Nadj=mittags auch nod ) tßeoretifch im Sodjen tc., bie übrigen werben fonft unterrichtet, na=mentlid) im 5Rähen, ©triden, glitten; in ber Sod)funft wirb nur erlernt, was für eineeinfache bäuerlidje Haushaltung erforderlich ift, ebenfo befdjränfi fich bie Näharbeit aufbenfelben SBebürfniStreiS; äRabcßen aber, welche ßwrin fd)on bie SlnfangSgrünbe erlernthatten, finb in ber Sage, wäßrenb eines ©urfuS einen großen ®ßeil ißte* SfasfleuerfelBft anpfertigen. Sleiber unb Setten bringen bie SNäbcßen mit, ebenfo ©toff unb3eug p ihren Arbeiten. ®ie unmittelbare Slufficßt führt bie Hausmutter, bieOberleitung ber Sorftanb beS lanbwirtßfdjaftlidjen SejirtSoereinS.

®iefe Slnftalt mit ihrem einfadjen 3wed H^^übung erwachfener SJiäbdjenju tüdjtigen SBirthfcßafterinnen, oßne fie aus ihrem ©tanbe ßerauSpßeben, ober fie plange ihrer ganülie p entziehen hat fi<h fo bewährt, baß feiger Bier äßnlidje inoerfeßiebenen ©egenben beS SanbeS nach ihrem Vorgang errichtet Worben finb, unb fiebürfte woßl au<ß auswärts 23eacßtung unb Nachahmung finben. £>ßne a ß en 3 toe 'f e fift eS weit naturgemäßer unb förbernber, in einer folcßen ©^ecialfdjule für erwachfene50?äbchen ben HauSßaltungSunterridjt p ertheilen, als ißn in bie 33olfSfdple p ner=legen, wo er als oerfrüßt baS nöthige 3ntereffe nidjt finben tann.

St. Hctuber.

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