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5 (1883) Nachahmung - Philologenverein
Entstehung
Seite
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weites in Ijöljeren Sllpungen gegründet lebendig angeregt werben müße, um fräftigauf ben SBttten p wirfen. Seber iReligionScurfuS fyabe jwei $f»eüe; im elften würdenbie religiöfen Söafir^eiten flat auSgefprocben, im gtueiten baS religiöfe ©efübl belebtunb bie gefaßten 2BiHenSentf<hlüffe befeftigt. ®ie äRittel feien 5Ratnrbetrad)tung,©efd)id)te, befonberS biblifcbe, aud) xeligiöfe äRufif. 3ll§ Penfum beS Unterrichts iftfür baS erfte Sabr feftgefe^t: Anleitung pr Beobachtung ber eigenen ©mpfinbungenunb ©efüfile unb ©rwedung beS fütlidfen unb religiöfen ©efüfilS burd) ©ntwidlungber SBabr^eiten unb 2luSfpecben derfelben in ©entenjen unb ©prüd)en unb burdf©rpiilungen au§ bem finblidjen Sehen. gür baS pteite Sabr: ©ott als ©djöpfer,©rt)alter, ©efebgeber unb Bater aller SRenfdjen a) in ber ÜRatur, b) im Sehen, c) inben SluSfprüdjen beS ©ewiffenS. ©rpblungen auS ber biblifdjen @efd)idjte unb biograph-®arfteHungen ber frommen Blänner beS alten SEeftamentS. gür baS britte Sabr: biefpauptwabrbeiten ber Religion im allgemeinen. ©briftuS göttlicher Selber, tinb^eit,Berufsleben, SBunber, ©d;idfale Sefu. fpauptwahrbeiten beS (S^riftentb)um8 in gedrängterUeberfidft, foweit fie für bieS llter faßlich unb anwendbar. gür baS eierte Sabr:Bibi, ©efdfidjte beS alten unb neuen SeftamentS nadf 3 e itp er iuben burdjgefübrt, fobaß am ©dfluß bie ganje iReligionSgefdfidjte im gufammenbange unb als fortlaufende©efdjichte ber göttlichen Borfelpng oorgetragen ift. ©rft mit bem fünften Unterrichts*fahre foll bie SieligionSlelfre ber Slnleitung beS ©onfeffionS=$atecbiSmuS folgen unb im7. unb 8. bie £ate<hiSmuSlebre ihre Bollenbung erhalten burch ben Bortrag ber überalle Bci'hältniffe beS gemeinen bürgerlichen SebenS [ich oerbreitenben ©ittenlebre. ÜDieSinder biefer ©laffe füllen auS ber fonntäglidjen Predigt fchriftlich auffe(3en, waS fiebehalten Ipben, für baS »on ben ®eiftlid)en am äRontage oorpnebmenbe Predigt*eyamen. ©ine ©cheibung beS SReligionSunterridjtS in einen allgemeinen unb einen ccn*feffioneUen ift in biefen Beftimmungen nicht birect auSgefprodjen; ber erftere wirb aberin ber Snftruction für bie ©dplinfpectoven genannt, unb in ber ©eminarfchulorbnungift oorgefdjrieben, baß p beffen ©rtbeilung bie Lehrer auf bem ©eminar burch ©enthaar*lehrer ohne Unterfdfeb ber ©onfeffion twrgebilbet werben foHen. ®ie @d)eibung fannnur in £)inblid auf bie bem Selber an einclaffigen ©dplen nidjt confeffionSoerwanbten©chüler borgenommen fein, weil biefelben in ©efahr ftanben, feglidjen Unterrid)tS inber Religion während ber erften Sabre beS ©dplbefuchs entbehren p müßen. ®aßein allgemeiner ^Religionsunterricht and) in anbern ©chulen gelehrt ober gar ben con*feffioneUen erfe^en foUe, ift nirgends borgefchrieben, toobl aber bie ©rtbeilung beSlederen bon oornherein in eine befonbere gürforge genommen, auf ©rund ber ebictmäßigenForderung, baß, wo an einer ©imultanfdjule burch die 3lnph^ her ©chüler bie 2ln=fteßung mehrerer Sebrer berlangt toerbe, biefe bon ben »erfdjiebenen ©onfeffionen ge*nommen werben füllen, ©ine SEb^ 1 ^) 1112 att bem allgemeinen ^Religionsunterricht warpmr allen ©d)ülern geftattet, aber obligatorifch nur für bie bem Selber confeffionS*oerwanbten ©chüler, bie ©rtbeilung beSfelben nur ben Sdpern an einclaffigen ©imultan*fdjulen, niemals ben ©eiftlidjen angefonnen. ©leichwohl b fl tte gerade biefer Unterrichtnad) unb nad) an allen ©chulen pia£ gegriffen, bielleicht weil an ben Pädagogien, biewie bie ©lementarfdplen ihre Zöglinge bis pm 14. SebenSjabre behalten, nur einfoldjer — er beißt dort allgemeine iReligionS* unb ©ittenlebre — in bem öffentlichenUnterridjte unb jwar bon den Lehrern ohne 9lüdfid)t auf deren ©onfeffion erteilt wurde,während ber confeffionede bort ben ©eiftlidjen pgewiefen war, bielleicht auch weil am©eminar beim ^Religionsunterrichte baS fpaupgemidjt auf den „aHgemein=<hrifili<hen" —fo beißt er bort — gelegt war. Befonbere SDirectioen für bie ©rtbeilung beSfelben inben BolfSfdpten find nie gegeben, wohl aber enthalten bie Programme beS ©eminarSben bort behandelten Sebrftoff beSfelben, ber bon ben ©lementarlehrern wohl fßäter ber*werthet fein mag. 3)aS ©bict mit feinen Slnlagen war ohne SDlitwirfung ber UrdjlichenDberbehörden cerfaßt; eS wäre erllarlidh gewefen, bitten biefelben bie Beftimmungenüber ben iReligionSunterridjt als p ihrem iReffort gehörig reclamirt, pmal pr ©rtbeilung