Raffait.
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in ber unterften burd; bie DrtSfdjuloorftänbe. 3lufteßung, Seförberung, ©ntfehung unbfßenftonirung ber Seljrer aller Kategorien burd; bie SanbeSregierung als ©entralfteßeunter Aufhebung beS ©chulpatronatS ber ©emeinben, fotoeit baSfelbe nod) beftanb, unbSKegutirung beSjenigen ber ©tanbeShcrrn. — 3. 39eftreitung ber Koften ber 23oltSfd;uleburd; bie potitifdje in ihrem fpauShalt neu geregelte ©enteinbe, auSnahmSmeife unter3ufd;uß ber Kirdjenfaffen unb ber ©taatsfaffe, aller übrigen ©taufen fomie ber ge=fammten ©djulauffidit burd; ben ©taat, überall unter 33ermenbung oorlianbener ©c^ul=fonbS ohne Rüdfidjt auf beren confeffioneHen Urfprung. Unentgeltlid) feit beS Unterrichtsin aßen öffentlichen ©d;ulen unter Aufhebung afler perfönlid)en Ratural= nnb ©elb=lieferungen feitenS ber ©djülcr. — 4. ©f)rifttid)=fimultaner ©harafter aßer Schulen,mit ©djülern oon aßen im Sanbe gebulbeten Religionen, mit Sehrern nur oon bendjriftlidjen ©onfeffionen, mit einem bis auf ben bogmatifd;en ReligionSunterridjt füraße ©djüler gemeinfamen Unterridjt. — 5. Organifation ber ©lementarfdjule alseiner ©ommunalfchule in ©leidjmäßigfeit für ©tabt unb Sanb, für aße ©tänbe, Religionenunb ®efd)le<hter. ©djulpflidjt für ben 33efud) beS baS ganje Sfa'hr abjitglid) ber Serienbauernben öffentlichen Unterrichts ohne Unterfcfjieb beS ©tanbeS, ber Religion unb beS®efdjled)tS com 6. bis 14. SebenSjal)r, erjmungen burch ©elbftrafen, erleichtert burch @r=rid)tung oon ©lementarfchulen, möglid)fi an jebemOrte unb burch bie@eftattung, ^rioatfdjulenunb tprioatunterridjt ju benutzen. — 6. SSefferfteßung ber Seigrer aßer Kategorien in Rangnnb ©ehalt nebft ©orge für beren -ßenfionirung unb für beren SBittmen unb SBaifen. —
4. ©S muß unfere Aufgabe fein, bie nornehmlichften ber ebengenannten Sefonber*heiten ausführlicher ju behanbeln, juerft baS burd; baS ©djulebict für alle Kate =gorien ber ©djule gur ©eltung gebrachte unb mit aßen feinen ©onfeguenjen burd;=geführte $rincip ber chriftlichen ©imultanfdjule.
SBiSher mären in aßen S£) e Ü en beS neugebilbeten fiergogthumS, eine natürlichegolge ber h err f<h e ttben ©taatsfirdje, bie ©chulen nur confeffioneße, b. h- Schulen mit©djülern, Lehrern unb Sluffehern Bon einer unb berfelben ©onfeffion unb mit confeffio=neßem ©harafter in 3ud;t unb Sehre gemefen. 2Baren SlnberSgläubige, fei eS burchSänberermerb ober burch ©onfeffionSmedjfel ber dürften ooer burd; geftatteten 3ujug inbaS Sanb gefommen, fo mar ihnen früher in ben naff. ffürftenthümern im elften gaßegeftattet, ihre ©onfeffionSfd)ulen bort beijubeljatten, 1 mo fie baS öffentliche ©yercitiumihrer Religion befaßen, in ben anbern aber ihnen unterfagt, eigene ©eiftlidje unb „be=ftänbige" ©djulmeifier anjuneljmen. Sie mären in foldjem gaße gejtnungen, ihre Kinberin bie Schulen ber fierrfdjenoen Kirche ju fänden, mo man biefelben tolerirte unb beibeftehenbem ©djuljmang toleriren mußte. SaS mar feit 1803 häufiger eingetreten.Senn menn man aud) sunädjft in ben neuen SanbeStheilen bie oorgefunbenen ©chulenintact ließ, fo trat hoch an manchen Drten eine größere ‘cRtfdjung ber ©onfeffionenein, nicht am menigften baourd), baß bei ber Sefe^ung ber IBermaltungSfteßen nicht meiterauf bie ©onfeffion ber 2lngufteßenben Rüdftcht genommen merben tonnte. Un SBieSbaben,bem ©ige ber höheren, nunmehr mit Rathen oon Berfdjiebenen ©onfeffionen befehlenSehörben, mar 1806 bei ber ©rünbung ber griebrid;Sfd;ule, einer Berbunbenen Satein=,Real= unb höheren Södjterfdjule, gum erften male bie ffrage aufgemorfen, ob biefelbe, bie nichtmehr Bereinjelte ©chüler fatljolifcher ©onfeffion jäljlte, fonbern auSbrüdlich für ©djüler aßer©onfeffionen gegrünbet mar, einen einfeitig confeffioneßen, nicht oielntehr einen f>aritätifd>en©harafter tragen unb beShalb gunädjft mit Sehrern beiber ©onfeffionen befeht unb einer anbernSluffidjt als ber beS lutherifchen ©onfiftoriumS unterfteßt merben müße. Sie fjrage mürbefactifdj in lehterem ©inne beantmortet, ba ber tperjog feinen neuen fathoIifdjenUntertfjanen inaßen Singen eine nößig gleiche Sehanblung mit ben -ßroteftanten jugefidtext hatte. 3«ber ©rridjtung jmeier foldjer ©chulen, um ihnen ben confeffioneßen ©harafter $u be=mähren, hätten bie fOiittel gefehlt, ©oßten ben Katholifen unö Ißroteftanten gleicheRechte an ber neuen älnftalt jugeftanben merben, fo mußte biefelbe in gorm einer pari;tätifdjen in’S Sehen treten, älud; ju ber älbfidjt einer genereßen SSerbefferung beS H3olfS=Sßabag. ©ttc^flo^äbie. V. 2. 3