Wacfifdjreikn.
fftaßolemt.
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fämmtlichen Üiadjfd^reife^eften ber Schüler EinfidR nimmt, um menigftend im a£fge=meinen gotm unb Snhalt unmittelbar ju übermalen, biefen Hebungen im 31uf=faffen unb ÜRadjfchreiben münblidjer Sorträge tonnen namentlich bie ^tftDrifcf>etr f^äc^er,Einleitungen tn bie ju lefenben Schriftfteller, Erflärungen berfelben, and) philofophifdjeSehrgegenftänbe, mo fie auf ©^mnafien oorfommen, benüpt merben. |)aben bie Schülerüber biefe gädfer ein Such in ber §anb, fo ift ed in ihrem Sntereffe, bad in einerÜection ju behanbelnbe fßenfuttt juerft barin burd) 3 ugef)en unb bann nur bad na<h=jufchreiben, mad bad Such nicht enthält, eine Uebung, bie mieber ihren eigenenSEBerth hat.
Ed märe nun nodj bie f^rage 3 U beantmorten, melcher (Schrift [ich bie Schülerbeim 5Rad)f<hreiben bebienen foHen, ob ber gemölmlichen ober ber ftenograpfjifc^ert. Dludbem ©ebraud) ber erfteren entfielt meiftend ber große iRachtheil, baß bie Ipanbfdfriftoft bid ^ur Unleferlidjfeit baburd) oerborben mirb. fDaju fommt nod), baß ber Sd)üler,menn ber Sortrag im ütempo ber gemöhnlichen fRebe ober fogar mit rljetorifchem fplußgehalten mirb, nur bie £>auptgebanfen mirb aufjeidfnen fönnen, mad aKerbingd fürbie Schuljmecfe in ber fRegel genügenb ift. Ütber ed giebt fchon in unb nod) mel)raußerhalb ber Schule, befonberd auf ber Unioerfität, ffäHe, mo ein Sortrag in größererSludbehnung oielleidjt mörtlid) nachgefdprieben merben foü. ®ied ift nun mit gemöhn=lieber (Schrift faum unb nur bei großer ffertigfeü unb ftarten ^ürsungen möglid),meldje ffoäter bem Schreiber felbft leidet unoerftänblid) merben. SQBoUte fid) ber fRebnerbem naebfehreibenben , 3 uf)örer anbaffen, fo müßte er in ben ®ictirton oerfallen, mo=burch nid)t nur bie eigenthümlid)en Sorjüge bed münblid)en Sortragd oor bem ge=brudten oerloren giengen, fonbern aud) ein unoerhältnidmäßiger .ßeitaufroanb nothigmürbe. ®er ©ebanfe an bie Einführung ber Stenographie in ben höheren Staffenber ÜRittelfdjulen liegt baljer nit^t fern, mir müßen aber eine eingehenbe Sefpredjungbed ©egenftanbed bem befonoeren Slrtifel Stenographie überlaffen. SBübermnttj.
fftadjftdjt, f @rjieher.
fftatbftkn, f- ©djulfirafen.
fftägeli, f. © efang.
fflaßriutg, f. körperliche Erziehung, ogl. Slbneigung, S. 20 .
üftnßoletm I. SDiefer große 3 u< h tme ifier ber europäifd)en StRenfchheit hat auchauf bem ©ebiete bed Erjiehungd= unb Unterrichtdmefend burd) eine eigentümlicheSd)öpfung feinem SRamen ein ®enf'mal gefegt. 2Bir meinen bie Drganifation bedUnterrid)td unb ber Erziehung in bem ®aiferreid), melc^e ben iRamen ber tlniberfi =tät ßon granfreid) trägt unb in bem ©efep »on 1806 unb ben taiferlid)en Ser=orbnungen oon 1808 unb 1811 niebergelegt ift*). ®iefe Einridjtung hat bem höherenUnterricht in granfreid) bid heute noch ein befttmmteö ©epräge erhaben. Sie iftübrigend meber ooHftänbig — fd)on barum nid)t, meil fie bad Solfdfdjulmefen taumberührt**) — noch ift fie fo neu unb originell „aud bed ®onnererd £>aupt entfproffen",mie man gerne anjunehmen geneigt ift. ®enn mie ed fid) auch »erhalten mag mitber Semertung bei §ahn (Unterrichtdmejen in ffranfreid), S. 132), fRapoleott habe benerften ©ebanfen jur Stiftung ber Unioerfität aud ®urin, aud ber 2tnfd)auung berim Sahre 1771 bort geftifteten Unioerfität mitgebracht: bie mefentlichen ©ebanlen, meldfebiefer Drganifation ju ©runbe liegen, finb längft cor iRapoleon in granfreid) geläufigunb eingebürgert gemefen. ®ad Serbienft ÜRapoleon’d befteht nur barin, baß er badEhaotifd)e georbnet, bad gerftreute ^ u f amnien g e f a ^ feine ©ebanfen in einer ©runb-
*) DRoniteitr 7. DRai 1806, Dir. 127, ©.644 unb DRoniteur 19. DRarj 1808, Dir. 79, @.309ff.$a§ Saturn bed ©efeped ift ber 10. DRai 1806, ber 1. SSerorbnnng ber 17. DRars 1808, ber 2.ber 15. Dlob. 1811. (DRoniteur Dir. 321, @. 1223.)
**) ®rjt unter ber Sutiudbpnaftie 28. Sunt 1833 erfdjien ein ©efep über ben primär«unterricht.