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ÜJtadjaIjmung, ^arfia^mungötriet). 2ßtr tonnten unS bewogen finben, Bonbiefem Sriebe, fofern er bem SJlenfchen, bem Sinbe natürlich fern foK, lieber gu fdfwei=gen, um nicht ben mobernen ©enealogen beg 9Jtenfcbengefchle<htg, bie unfern gangen(Stammbaum auf ben Slffen gurüdführen, bamit ben f(einen Singer unb fomit fdjließ=
lic^ bie fpanb gu bieten. Mein wag wahr ift, muß aud) gugefianben werben, unb eö
fommt nur barauf an, baff wir biefen ,gug int Silbe beS SJienfdjen eben alg einenmenfdflichen, nidjt alg einen thierifdjen Bejeic£>nen; um fo mehr, alg er beim äftenfdjennicht etwa, wie beim Slffen, bagu bient, bie gange ©reatur gu einer poffierlidjen gu
machen; er hat einen höheren ä^ed, wie 5 . S3. gerabe baS, wag gur Signatur beg
äRenfdfen a(g 2 )?enf<hen wefentlicb gehört, bie Sprache, feitbem eS überhaupt eine aug=gebilbete Sprad)e giebt, burd) Siacbahmung bebingt ift. ®er Urmenfch freilich hat fienicht auf biefem 2Beg erlernt, wie auch bie ©enefig nid)t etwa ©ott gunt Sprachlehrerbeg erften SDtenfchen macht, er führt biefem Bielmehr ( 2 , 19 ) bie SK^iere Bor, unberwartet, wie er fie nennen würbe, fo follten fie auch fortan hoffen. ®ag Sdfwarg=©urtman’fdje Sehrbuch ber allgemeinen ißäbagogif (I, 177 ) rechnet auch bag ©ebenunb ben ©ebraucp ber Ipänbe unter bie ®inge, bie baS ®nb infolge feineg 9^ach=ahmungStriebeg lerne; bag ift unrichtig, fofern nicht eine beftimmte Slrt beg ©ehengunb eine Sunfifertigleit ber £änbe gemeint ift; benn gur Bewegung überhaupt wirbbag $inb burd) ben allgemeinen phbfifdfen Sebengtrteb neranlaßt.
2lber wag ruft benn überhaupt im Äinbe bie Steigung horöor, etwag nadjguthun,Wag eg fieht ober hört? gunädßt Berräth fich barin feine Slufmerffamfeit; ber ©retinahmt nichts nach, meit er auf nichts achtet, nichts fein Untereffe erregt. Sofort aberwirb man beim geiftig unb leiblich gefunben ®inbe auch in biefer 33egiehung mehrereSntwicflungSperioben unterfcpeiben mäßen. -3n ber erften ttnmünbigleit, bie wir etwaüber bie brei erften Sahre erftreden fönnen, wirb bie Stachahmung gu erklären fein augbem Sebürfnig, bag bloße SDafein noch mit irgenb etwag weiterem auggufütlen, als(äffen, Srinfen unb Sdflafen; irgenb eine menf<hli<h e ®£)ätigfeit, als ©egenfah berSangenweile, felbft gu erfinben Bermag bag Äinb noch nicht, eg wirft erft ber ©inbrudbeffen, was eg fieht unb hört, gleidjfam auf jene innere Seere unb ruft burdf feinenSteig bie Suft herßor, auch gu thun, Wad anbere thun; feine Sorftettung hat bann einenStoff gewonnen, an bem eg fich ergebt, ber eg unterhält, beffen eg aber nur baburd)immer neu fich bemächtigt, baß eg ihn, foweit feine fleine ®raft eg guläßt, felbft repro=bucirt. 2 l(g foldfeg Dbject fteht ihm gang befonberS ®h e Üuahute orregenb bie ®hi er 'welt gegenüber, bie Stimme ber $u'h, beö Schafeg, beg fpunbeg, beg £>al)neg fallenipm auf, eg ahmt fie nach, wenn eg fie erblidt, wirb bieg aber halb auch thun, fobalbnur bie SSorfteHung beg $hiereg irgenbwie in ihm erregt wirb, ©benfo haben bie^inber in biefem Sllter bie Steigung, wenn fie fingen hören, alSbalb wie ©anarien=Bögel auch ihre Stimme gu erheben, ohne fich um SMobte ober fparmonie gu fümmern.®ie widjtigfte grudjt biefer SE^atigfeit beg S?ad;ahmitnggtrie 6 eg ift bag Spredten, worüberwir auf ben betreffenben Slrtifel Berweifen, um nur hingugitfitgen, baß bag ®inb 1) waSeg hört, beglfatb na<hfprid)t, weil eg beg Sauteö unb ber bamit fid) Berbinbenben 25or=
Späbngog. gitctjflofiäMe. v. 2. Stuft. 1