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Volksschullchrerseminar.
lehrerscminar zuMörs, dessen Dircctor Diestcrweg war, II. 152; die HauSordmmg fürdie Zöglinge des Schullchrerseminars zu BrcSlan II. 179; Bericht von Harnisch inWcißenfcls über die Bewirthschaftung der Gärten beim dortigen Seminar durch Semi-naristen II. 201; dsgl. v. Hicnhsch über Breslau V. 203; Rede Zerrenners beiEntlassung der Magdeburger Seminarabiturientcn II. 233; Berichte über Erziehungs-anstalten als VorbereitungSanstaltcn für Scminarien, über die kleinern Vildungöanstalten,über das Lastadiesche Seminar zu Stettin und das Otto-Stift bei Pyritz; VI. 1 — 85.Im siebenten Bande ist eine sehr gründliche und ausführliche Abwehr der Angriffe, welchein der „Kritik der Schulen und der pädagogischen Ultras" von Eduard Glan-zow gegen die Volksschule gerichtet waren. Es ist beachteuswerth, daß sich hier dieAngriffe der Ultras von der rechten Seite noch gegen die Schule allein und noch nicht,wie zwanzig Jahre später, gegen die Lehrerbildungsanstalten richteten.
Eine Ergänzung der in den Jahrbüchern enthaltenen Mitthcilungcn geben dieProgramme, welche einzelne Scminardircctorcn (z. B. Kawerau in Jenkan, Hoffmannin Buuzlau) fortlaufend, andre wie Hahn in Erfurt, Harnisch in Wcißenfcls, Striez inPotsdam aus besonderen Anlässen edirten.
Unter diesen Umständen konnte die preußische und in ihr die deutsche Schule kaumein härterer Schlag treffen, als Beckedorffs Uebertritt zur römisch-katholischenKirche (1827). Es charakterisirt jene Zeit, daß er glauben konnte, daß man ihn auch nachdemselben in seiner Stellung belassen und ihm etwa nur noch einen evangelischenRath untcrordnen würde, und es kostet uns doch etwas, Herrn Harnisch zu glauben (derjetzige Standpunct des pr. Volksschulwesens S. 71), Altenstein sei dafür gewonnen ge-wesen. Jedenfalls wird es heute jedermann begreiflich finden, daß König FriedrichWilhelm III. die Anzeige von BcckedorffS Uebertritt mit seiner Amtsentlassung beantwortete.Unter dem 1. Juni 1826 hatte Beckedorfs noch zwei die Entlassungsprüfung der Se-minaristen und die AmtSprüsung der Elemcntarlchrcr ordnende Nescripte veröffentlicht.
cl. In diesen lag der Abschluß einer langjährigen, gewaltigen Arbeit, in ihnenwar zugleich eine Basis und ein AusgangSpuuct für die weitere Entwicklung ge-wonnen und dadurch in etwas der Schaden vermindert, der daraus entstehen mußte, daß19 Jahre lang die Leitung des preußischen Scminarwcscns einer festen Hand ermangelte.Der Oberlehrer Dreist aus Buuzlau, welcher, ohne daß ihm eine ctatsmäßigeStelle übertragen wurde, also als Hülfsarbeiter, in das Ministerium trat, um Bccke-dorfsS Geschäfte weiter zu führen, bewältigte die Arbeit nicht und gierig 1832 als Schul-rath nach Stettin; nach ihm hatte ein früherer Gpmnasialdirector Ur. Kortüm zehnJahre lang das Dccernat, dann vr. Eilers, ebenfalls früher Gymnasialdirector, dieseraber nicht einmal ausschließlich mit dem Volksschulwcscn betraut (vcrgl. d. Art. PreußenS. 276, 277 und S. 240—45), und erst in seinem letzten Dccerncnten Ferdinand(nicht Friedrich wie VI. S. 215 steht) Stiehl erhielt es wieder einen Mann, der ihmmit der klaren Einsicht in seine Aufgabe und dem sichern Blicke auf sein Ziel den festenWillen cntgegenbrachte, cs diesem zuzuführen. Neue Anstalten waren in den Jahrenvon 1820 bis 1827 entstanden: 1821 Gardelegcn (Ostcrburg), Benshcim; 1822: Stade;1823: Magdeburg (Barby), Brühl, Mors, Lauingen, Straubing; 1824: Osnabrück,Altorf, Gmünd, Karlsruhe; 1825: Büren, Dresden (Fletscher); 1826: Eisleben,Pyritz; 1827: Hildburghauscn.
Die Geschichte der Jahre von 1827 bis 1818 (wir nehmen wohl am bestendiese Grenze) beginnt mit hoffnungsreichen Friedcnstagcn und einer Zeit leben-digen Regens. Rossels Monatsschrift, Diestcrwegs Rheinische Blätter, HarnischsVolkSschullchrer (Fvitschung dcS SchulratheS a. d. O.), und andere Blätter ver-einigten die strebsamsten Männer. Mit welcher Liebe dieselben arbeiteten und wiediese Liebe weiter zündete, erfahren wir z. B. aus der Beschreibung, die Diestcrweg inden Rheinischen Blättern von dem Eindrücke gicbt, den Denzels Thätigkcit in Idsteinauf ihn gemacht habe. Ein junger Lehrer an der Musterschule zu Frankfurt a. M. war