z84 V. Abschnitt. Orthographische Zeichen.
mittelbar mit einander verbunden, aber auch nichtso sehr getrennt sind, daß eines der vorigen größer»Unterscheidungszeichen nothwendig würde. Wennman einer vernünftigen und bedach-lichen münd-lichen Aussprache folgt, so können die Fälle, inwelchen ein Komma zu setzen ist, nicht leicht zwei-felhaft seyn, denn einzeln lassen sie sich nicht alleaufzählen. Es stehet vornehmlich:
i. Vor und nach einem eingeschobenen Worteoder Satze: Aber, mein Herr Gelehrter, dießMahl irren sie sich. — Das sollte mirleidthun, Baron. — Nun, be^m Him-mel, ich wollte, sie hätten das Geld denArmen gegeben. — Nein, sprach ich, dasist zu viel. — Nunmehr, dächte ich, sä-hen wir uns ein wenig um.
z. Vor einer Apposition, doch nur wenn sieerklärt, und daher einen Genitiv oder Artikel vorsich hat: Die Nacht, des Todes Freund. —Sein Bruder, der Geistliche. — Italien,das schöne Land. Sind es bloße Nahmen oderTitel, welche in Apposition stehen, so bedürfen siekeines Komma: die Stadt Berlin; der Rai,scr Joseph; Carl der Zwölfte.
z. Vor allen Relativen: der Boden, wor-auf du stehest; der Mensch, welchen wirgestern sahen; der Freund, um welchen dudich so verdient machtest.
4. Zwischen mehrern Subjecten und Prädi-katen, ingleichen zwischen mehrern Bestimmungs-