; 7 « V. Abschnitt. Orthographische Zeichen.
Endzwecke zugleich zu erreichen; allein es stehetdiesem Vorschläge nur das entgegen, daß die ortho-graphischen Zeichen dadurch gar sehr würben ge-hälftet, die Aufmerksamkeit folglich zerstreuet, unddie Verständlichkeit mehr gehindert, als beför-dert werden. Ich werde von der tadelhaftenHäufung der orthographischen Zeichen, am Endedieses Abschnittes noch etwas sagen.
Vorschlag beyde auch zu Anfänge zu bezeichnen.
§. 6. Ein anderer gleichfalls in den neuernZeiten geschehener Vorschlag hat etwas mehr fürsich. Er gehet dahin, beyde Gemüthsstellungen,so wohl die Frage, als den Affect nicht allein amEnde, sondern auch'zu Anfänge zu bezeichnen, umdem Leser dadurch einen Wink zu geben, was füreinen Ton er anzunehmcn, oder wenigstens, wasfür eine veränderte Gemäthsstellung er zu erwar-ten har. Allein es ftchec diesem Vorschläge nichtallein die vorige Häufung der Zeichen, sondernauch noch manches andere im Wege. Dem Leser,welcher stille in Gedanken liefet, ist damit weniggedienct, weil er den Ton der Gemäthsstellung inden meisten Fällen vernachlässiget. Derjenigeaber, welcher mit lebendiger Stimme liefet, istohnehin schon genöthiget, jeden Satz, ja jede Pe-riode vorher geschwinde zu übersehen, wenn erjedes einzelne Glied mit dem gehörigen Steigen undFallen der Stimme will hören lassen, und da fallenihm das Frage- und Ausrufungszeichen unter allenam ersten in die Augen. Für beyde ist endlich auch