i. Kapitel. Von zusammen gesetzten Wärtern, z, r
nehmlich alsdann brauchbar, wenn der erste Theilder Zusammensetzung der gewöhnliche Genitiv ist,dieser aber auch in hundert andern Fällen ohne Zu-sammensetzung vor seinem Substantive stehen kann.Man schreibt ganz richtig Gottesfurcht, Bun-desverrrag, Rinderfpiel, weil man sagen kann,deine Gottesfurcht, dieser Bundesverrrag,ein thörichcee Rinderfpiel. Hingegen gerheilr,Gocres Gnade, Gottes Huld, Rindes Un-art, weil man nicht sagt, die Gottesgnade,die große Gorreshuld, diefe Rindes Unart,sondern die Gnade Gottes u. s. f.
6. Anwesenheit eines gemeinschaftlichen Bestimrmungswortes.
§. !Z. Hieraus folget denn ferner, daß eSgleichfalls eine wahre Zusammensetzung ist, wennzwey Wörter ein gemeinschaftliches Bestimmungs-wort vor sich haben, welches beyde als ein einzi-ges Ganzes bezeichnet; es verstehet sich, daß essich dabey auf die letzte Hälfte beziehe. DiesesMerkmahl ist besonders bey den Verbalibus aufung und den Infinitiven mit ihren Adverbiis brauch-bar; denn auf beyde Arten können aus einzelnen ge-trennten Begriffen und Wörtern zusammen gesetztegebildet werden. Schadlos halten, genehmhalten, sich bewußt feyn, er wird bald daseyn, er isi hier, find nichts weniger als Zu-sammensetzungen; aber vermittelst eines Vorgesetz-ten gemeinschaftlichen Bestimmungswortes laßt sichder Infinitiv mit seinem Adverbio in ein einzige-Anweis. z. Orrhograph. L