i. Kap- Von der Verdoppelung der Consonanten.
die Buche, fluchen, sie wuschen, lauschen,mcljchen, dräuschen. Ich habe bereits in demvorigen Kapitel bemerket, daß die Verdoppelungdurch die Schrift bey ihnen ohne Zweifel um deß-tviilcn unterbleibt, weil sie zusammen gesetzte Zei-chen haben, indem das ch aus zwey, das sch abergar aus drcy Buchstaben bestehet, daher es dasAnge beleidigen würde, wenn vier und sechs Buch-staben angewandt werden sollten, einen einzigenverdoppelten identischen Laut zu bezeichnen. Sowie die Hochdeutsche Orthographie besorgt war,den Wörtern nach Maßgebung der Wichtigkeit ih-res Begriffes den gehörigen Umfang zu geben, sovermied ffe auch die Fälle, wo ihnen mehr Körpergegeben werden konnte, als ihnen im Verhältnißmit andern Wörtern gebühret. Das Wort wasch-scheu verspricht wegen feines Umfanges viel, hataber in Ansehung seines Begriffes doch keine größereVollständigkeit als messen, bellen, zerren. Beydem sch macht diese unterlassene Verdoppelungauch weiter keine Schwierigkeit, weil es im Hoch-deutschen nur sehr selten nach gedehnten einfachenVocalen stehet, daher der Regel nach der vorhergehendeVocal allemahl geschärft wird. Zwar ste-het es desto häufiger nach Doppellauten, heischen,merschen, dräuschen; allein hier wird die Deh-nung schon durch den Doppellaut hinlänglichbezeichnet.
Ganz anders verhält es sich mit dem ch, welcheseben so oft nach gedehnten als nach geschärften
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