i. Kapkttt. Von den Vvcalen und DoppGauten.,rzr
sind; aber in den sauten ä, ö und ü ist so wenigunreines, als in den Lauten e, l und o; denn siealle sind Mittellaute zwischen der weitesten undengsten Oeffnung des Mundes. Die zweyte Be-nennung ist völlig unrichtig, und verräth sehr we-nig Sprach Philosophie, daher ich mich nicht da-bcy aufhalte. Daß n,. o und u in der Biegungund Ableitung oft in ä, ö und ü übergehen, be-weiset weder etwas Unreines, noch Unächtcs, in-dem sich dieser Ucdergang von allen Voealcn inalle findet: brechen, brach, bräche, gebro-chen, Bruch. llcbcrdieß können ä, ö und ü,so wie alle übrige einfache Vocale, sowohl gedehntals geschärft werden, und sind in so fern auch derDehnungszeichen fähig, welches von eigentlichenDoppellauten nicht in dem Maße gilt.
Gebrauch des a, s, o und u.
§. H. Da ich von der Zeitdauer des Tones erstim folgenden handeln werde, so schränke ich michhier bloß auf das ein, was den übrigen Gebrauchder Docale und Doppellaute betrifft. Das a, l, ound u lauten im Hochdeutschen so rein und unver-mischt, als in der heutigen Aussprache des Latei-nischen Alphabetes; daher man in Ansehung der-selben bloß alle provinzielle Eigenheiten der Aus-sprache ablegen, und sie dann da schreiben darf,wo die beste mündliche Aussprache und in derenErmangelung die Schriftsprache sich ihrer bedienet.Alsdann wird man nicht Gefahr laufen, (Dthenr,Diesem, Mahn, Schamcl, fürAchem, Bie-sam, Mohn, Schemel »der Schäme! zu