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Nubien —
vvnMeheuiedAli als fähiger Kopf erkannt, andessenHof, an welchem er zu verschiedenen wichtigeren Ver-ttauensdiensten verwendet wurde, ebenso wie vondessen Nachfolger, Ibrahim Pascha. Unter AbbasPascha diente er bereits in diplomatischen Missionen,war namentlich auch als Gesandter desselben 1854in Wien accreditirt. Unter Sa'id Pascha bekleideteer die Stellung eines Directors der ägyptischen Ver-kehrsanstalten und organifirie als solcher namentlichdas ägyptische Eisenbahnwesen, führte dann unterIsmail Pascha die Verhandlungen über den Suez-Kanal mit der Pforte u. dem kaiserl. Cabinet vonFrankreich zu Ende und wurde endlich Sept. 1867Minister des Auswärtigen. Als solcher schloß er mitder Pforte die Verträge über die Stellung Ägyptensu. des Bicckönigs als Khedive zur Türkei ab , undrichtete von nun anseinHauptstrebendanach, Ägyp-ten nach europäischem Muster zu reformiren, dieBevölkerung zu civilisiren; er brachte die Juris-Lictionsfrage im Verkehr der Ägypter mit den Eu-ropäern zu befriedigendem Abschluß. N. P. war1872 znm VicepräsiLentcn der ägypt. AbtheilungzurWienerWeltausstellung von 1873 ernannt. Nachkurzer Entfernung von seinem Posten als Ministerdes Auswärtigen 1874—75 übernahm er diesesPortefeuille 8. Juni l 8 75 wieder. Lagai.
Nubien (Dongola,Barabra) ist die frühere, jetztnicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für die südlichdes eigentlichen Ägyptens gelegenen Länder in Nord-ostafrika , welche im bis zum Bahr el Azrak rei-chen.». westlich durch die LybischeWüste, östlich vomRothen Meere begrenzt werden. Der Name kommtvon den alten Einwohnern, den Nuba (s.d.). Jetztbildet das Land den uördl. Thcil des ÄgyptischenSudans (s. d.).
Nubil (v. Lat.), mannbar; Nubilität, Mann-barkeit.
Nubiliren (lat.), umwölken; nubilös, um-tvölkt.
dlucos (lat. Xux), Plural von Nüsse.
Nucha, Kreisstadt im rnss. Gon. Jelisawetpol(Transkaukasien); Seidenwebereien, Gold« u. Sil-bertressenfabriken, Gerbereien, Handel; 23,500 Ew.
diuoleus (Bot.), Zellkern, s. Zelle.
Nudation (v. Lat.), Entblößung, Enthüllung,dluäs oruäs (lat.), nackt u. roh, d. i. schlechthin.
Nudel», Speise von getrocknetem Teige. Vonden im Handel vorkommenden N. unterscheidet manFaden°N. u. Fa;on-N., letztere bilden Scheib-chen von verschiedener, z. B. sternförmiger Gestalt,od. haben die Form von Getreidekörnern, Schnecken,Röhren rc.; erstere sind fadenförmige, langen, dünneStäbchen; B and-N. sind breiter und zuweilen ge-wunden. Der Teig zu diesen N. wird aus Weizen-mehl, mit od.ohneZusatzvonEiern, Salz, Safran,Safflor oder Kurkuma, welch' letztere drei bloß zurErzielungeiner(übrigens unschädlichen) gelbenFarbedienen, und sehr weichem Wasser verfertigt, indemman das Mehl unter stetem Rühren u. Kneten all-mählig in das Wasser einträgt. Zur VerfertigungvonFaden-N. bedient man sich der Nudelform u.der Nudelspritze. Es sind das Pressen, derenBoden mit vielen konischen Löchern von der Formdes Querschnitts der N. versehen ist. Sie werdenerwärmt, mit warmem Teig gefüllt und der Teigdurch die Löcher herausgepreßt. Die Arbeit wird in
- Nugent.
einem luftigen Zimmer vorgenommen, damit derfadenförmig ans der Spritze dringende Teig etwasabwelkt, ehe er den Fußboden erreicht, wo er kreis-förmig in ein Sieb gelegt od. über eine Papierrollegewunden wird. In Formen werden auch die Fayon-N. verfertigt (vgl. Maccaroni). Man kocht die N.in Fleischbrühe als Suppe und Gemüse. Dampf-N. sind eine Mehlspeise von der Form runder, gro-ßer Brödchen, sie werden entweder gebacken u. habendann eine braune, knusperige Oberfläche, oder imBräter gebraten und sind dann oben schön weiß n.mit einer dünnen Haut bedeckt. Juugck.
biuäipLllalin (röm. Ant.), Feste, wobei mit ent-blößten Füßen Processionen gehalten wurden; ge-wöhnlich bei traurigen Ereignissen.
bluilus (lat.), nackend; ldluckis vsrbis, mit nackten,d. h. klaren Worten, frei heraus; daher Nndität,Nacktheit, Blöße.
Nueva__ Nnevo .... (span.), so v.w. Neu,
geographische Namen, welche hier nicht zu findensind, s. u. Neu, oder die Namen ohne Beisatz.
Nueva Esparta, Provinz der südamerikan.Republik Venezuela, 1156 HZKm (21 s^M) mit35,000 Ew.; besteht aus der Insel Margarita (s.d.)und mehreren kleinen Inseln, die etwa 165 festem(3 UM) groß sind; Hauptort ist Asuncion mit etwa3000 Ew.
Nuevo Leon, Staat der Mejicanischen Union,zwischenCohahnila, SanLuisu.Tamaulipa, 61,215QjLm (111 t,a UM) mit 178,872 Ew. Im SW.von einem metallreichen Zweig der Sierra Madredurchzogen, geht das Land nach NO. allmählich inein Wald- u. Präriebedecktes wohlbewässertesHügel-u. Flachland über, das sich bes. zur Viehzucht, aberauch für Ackerbau eignet, worin denn auch die Haupt-nahrungszweige der aus Weißen, Indianern undMestizen zusammengesetzten Einwohnerschaft besteht.Bergbau wird säst noch gar nicht betrieben. Die in-dustrielle Thätigkeit beschränkt sich auf Gerberei.Hauptflüsse sind Sabinas u. San Juan, beide Ne-benflüsse des Rio Grande del None. Das Klima,obwol warm, ist durchaus günstig. Hauptstadt istMouterey. Schroot.
Ni'lfencn (die, ital. Hovsrm), einBergllbergang(Saumpfad), der das Bedrettothal im schweizer.Kanton Tessin mit dem Eginenthal im Kanton Wallisverbindet; gleich unter der Paßhöhe (2443 m) ent-springt der Tessin.
Nu-Garib oder schwarzer Fluß, der südlicheHauptquellstrom des Oranjeflusses (s. d.) in Süd-Afrika.
Nugent, alte irische Familie, die ihre Abstamm-ung von dem alten franz. Geschlecht der Bellesmes,Herren von Nogent-le-Rotrou, Grafen von Percheund Alenxon herleitet. Gilbert von N. half mitHngh de Lacy unter Heinrich II. 1172 Irland er-obern, heirathete dann Lachs Tochter Rosa u. erhieltmit derselben die Baronie Delvin in der ProvinzWestmeath. 1621 wurde mit Richard N., zehntemLord Delvin, die Hauptlinie in den Grasenstanü er-hoben und erhielt den Titel der Grafen von West-meath. Daraus stammten 1) Sir George, engl.General, natürlicher Sohn von Robert Graf N. u.Viscount Cläre (gest. ohne legitime männliche Er-ben), geb. 10. Juni 1757, nahm am ersten ameri-kanischen Kriege theil, befehligte 1708 die Truppen