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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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ebd. 1844, 5. A. 1863; Übersetzung des Sophokles,Stuttg. 1845, 2 . A. 1851; Gedichte, ebd. 1847; Ge-schichten aus alter und neuer Zeit (ans JosephusLambertns Schaffnaburgensis u. a.), ebd. 1851, 3Thle.; Taschenwörterbuch der Mythologie aller Völ-ker, ebd. 1852, 4. A. 1870; Ausgabe aus Platenspoetischem und literarischem Nachlasse, ebd. 1852, 2Bde. (als Bd. 6 u. 7 von Platens Werken); Liedern.Oden, ebd. 1854; Übersetzung des Homer, Stuttg.185456, 2 Bde.; desAristophanes, ebd. 1855 fs.;Lehrbuch der rhythmischen Malerei der deutschenSprache, Lpz. 1855,2. A. 1858; Der Austritte neu-hochdeutsche Parnaß, ebd. 1860, 2 . A. 1864; DerKünstler (Novelle), ebd. 1862; Vorschule zum Homer,Stuttg. 1863; Die Weisen des Morgenlandes, 2 .A.,Lpz. 1865; Deutschlands Traum, Kampf und Sieg,geharnischte Sonette, ebd. 1870; Dem neuen Kaiser,ebd. 1871; Katechismus der Mythologie aller Cultur-völker, 3. A., ebd. 1874 rc. G. Zimm-rm-mn.

Mincopie, die eingeborene Bevölkerung derAn-damaueu-Jnseln im Indischen Ocean, wahrscheinlichdem Papua-Stamme verwandt.

Mind, Gottfried, schweizer. Maler, genanntder Katzenrafael, geb. in Worblaufen bei Bern1768, eines armen Tischlers Sohn, kränklich, ver-nachlässigt u. ohne Schulunterricht ausgewachsen, er-hielt den ersten Kunstunterricht von einem deutschenMaler Namens Legel, kam 1778 in Pestalozzis Er-ziehungsanstalt Nenhof zu Birr (Kanton Aargan)und erhielt dort den ersten Schulunterricht und warfsich, nachdem sein Dienstherr, der Gcnremaler Freu-denberger gestorben, ganz aufs Zeichnen von Katzen.Er blieb auch dann noch Taglöhner im Hanse derWittweFreudenbergerS, als erlangst eine europäischeBerühmtheitgeworden ».erhielt nurWohnnng,Kost n.Kleidung. DieHonorare nahmjeneweg. Erst.beiihr7. Nov. 1814. Außer Katzen zeichnete M. noch Bä-ren u. Kinder. Er war geradezu ein Kretin. SeineZeichnungen pflegte er leicht zu koloriren, die Technikdes Ölmalens war ihm ganz unbekannt. Regnet.

Mindanao (Magindanao), die südlichste Inselder Gruppe der Philippinen in Ostasien, mit viel-fältig gegliederter Küste, so im N. durch die Baienvon Bntnan, Pangil u. Sindangan, im SW. durchdie von Sibngney u. die große von Jllana, im SO.durch die von Davao; im Inneren stark gebirgig u.theilweise vulkanisch (der Davao 2600 m) u. reich be-wässert(die FlllssePetschanli,Butnan, Sibngney; dieSeen Pangil, Mindanao). Der Flächeninhalt wirdauf 80,000 Hskm geschätzt. Das Klima ist nebelig u.ungesund, der Boden fruchtbar u. alle Products derPhilippinen hervorbringend. Die span. Besitzungenumfassen nur einen kleinen Theil der Insel und sindin 3 Districte getheilt, Zamboanga, dessen gleich-namige Hauptstadt Derbannungsort ist, aus der West-spitze, Misamis an der NKllste an der Pangilbai,Earaga an der OKüste. Der unabhängige Theil derZnsel steht unter einheimischen Fürsten, von derenGebieten das Sultanat von M. an der OSeiteder Jllana-Bucht das größte ist. An der W- undNSeite dieser Bucht gehört das Land der Confödera-tion der seeräuüerischen Jllano (s. d.). Den Haupt-theil der Bevölkerung bilden heidnische Mfuren, da-neben mohammedanische Malaien; in den spanischenBesitzungen herrscht das Christenthum. Thi-lemann.Mindelheim, I) sonst Herrschaft im Allgäu, ge-

Minden.

hörte anfänglich den Herzogen von Teck, fiel nachihrem Aussterben an das Hans Rechberg und kam1617 an Bayern; wurde 1706, nachdem der Kur-fürst Maximilian Emannel von Bayern in die Achterklärt worden war, Reichsfürstenthum, mit welchemder Herzog von Marlborough belehnt wurde, undkam durch den Frieden von Rastatt 1714 an Bayernzurück. 2) Stadt u. Hanptort in dem 639,g, Usicm(11,s 2 ÜDM.) mit (1875) 31,486 Ew. umfassenden,gleichnam. Bezirksamt des bayer. Regbez. Schwabenu. Neuburg, Hauptort der ehemaligen Herrschaft, ander Mindel, einem rechten Nebenflüsse der Donau,Station der Bayr. Staatsbahnen; Forstamt, 3 Kir-chen (in einer die Grabmäler der Herzöge von Teckund Georgs von Frnndsberg), Franciscanerinnen-kloster, Bierbrauerei, Papierfabrikation, Pferde- u.Viehzucht, Obstbau,Getreide-n. Viehmärkte; 1875:3205 Ew. In der Nähe der Georgen- n. Rech-berg mit Schloß u. schönen Anlagen, sowie der Ka-tharinenberg mit.dem Marienbad. H. Berns.

Minden (Preußisch-M.), 1) vormaliges Fürsten-thum des Wests. Kreises, von Diepholz, Hoya, Kah-lenberg, Schaumburg, Lippe, Ravensberg n. Osna-brück begrenzt; 20 sIfsM. (1101 Uslcm.). Es warin zwei Immediatstädte, M. u. Lübbecke, u. in fünfkönigl. Ämter eingetheilt u. stand unter der Minden-Ravensbergischen Regierung zu M. M. gehörteAnfangs zu Engern. Karl d. Gr. stiftete um 803ein Bisthum daselbst, das 961 die Regalien und dieBefugniß erhielt, ein freies Herzogthnm in dem StiftM. u. darin ein Freigericht unter Königsbann, nachVehmrecht, zu setzen. Die Bischöfe residirtcn inPetershagen. In dem Westfälischen Frieden wurdedas bisherige Hochstift dem Kurhause Brandenburgstatt des abgetretenen Pommern als Fürstenthnmzuerkannt. Seit 1807 gehörte M. zum KönigreichWestfalen n. war ein Theil des Dep. Oberems. 1814nahm es Preußen wieder in Besitz. 2) Regbez. inder prenß. Prov. Westfalen, 5 2 5 3,24 flskm (95,^lDM.) mit (1875) 480,612 Ew. (auf 1 slslcm 91,in ganz Preußen 74). Der Regbez. wird begrenztvon der prenß. Prov. Hannover, Lippe, dem prenß.Regbez. Kassel, Braunschweig, Waldeck und den Re-gierungsbezirken Arnsberg u. Münster u. bildet, bisauf die Parcelle Lügde, ein zusammenhängendesGanzes. Er gehört zum größeren Thcile dem Berg-u. Hügellande (die Mindensche Bergkette, der Teuto-burger Wald, die Egge) und nur zum kleineren derTiefebene an; durch den mittleren Theil erstreckt sichdie Senne u. durch den südlichen das Plateau vonPaderborn. Flüsse: Weser (mit der Dicmel, Emmeru. Werre), Lippe (mitAlme) u.Ems. Eisenbah-nen: die Linien Schwerte-Warburg 20 , Warburg-Kassel-Gerstnngen5u.Scherselde-Holzmiuden37 !cmder Berg.-Märkischen, die Linien Hannover-Alten-beken 25 und Vienenburg-Löhne 25 üm der Han-nover-Altenbekener,dieLinieWnnstorf-Rhenie44kcmder Hannov. Staatsbahnen, die Köln-Mindener77 üm und die Linien Marburg-Münster-Rheine-Emden 74 und Altenbeken-Holzminden 45 Icrn derWests. Eisenbahn, im Ganzen 352 Lm. Der Bodenist im Allgemeinen fruchtbar, doch kommen auch san-dige u. sumpfige Striche, z. B. in der Senne, vor.Von der Gesammtoberfläche sind etwa 51,i°/g Acker-n. Gartenland, 23,g Wiesen u. Weiden u. 20 , 4 "/,

Holzungen. Die Bewohner treiben Ackerbau (na-