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Nilla — Miller.
Lonsiäsrations ol rsprssenbabivs Aovsrumsnt,Land. 1861; Iltilrtarism, ebd. 1862; ^.uAnots6omts anck xooitivism, ebd. 1865; Lxaminatiouscck 8ir bVilliam Hamiltons pliilosoplr^, ebd. 1865;LnAlanüanälrÄanä(einBeitragzuririschenFrage).ebd. 1868; Mio snbjoetion olrvomon (deutsch vonD. Hirsch, Verl. 1869), ebd. 1869; Lüraptors anüspsoolios an tlrs Irislr lanä gnostion, ebd. 1870.Kurz nach M-s Tode erschien noch seine Lmtobio-Araxlr^ (ebd. 1873, deutsch von C. Kolb, Stnttg.1874) u. Mrros Dssa^s on rsIiAron: natrrrs, tlrsntilibf ob reliAron; tlisism, ebd. 1874 (vgl. desUnterzeichneten: JohnStuartM-sNachlaß,2 Essaisin Unsere Zeit 1875,1.Bd.). Seit 1869 erscheinen inLeipzig unter der Redaction von T. Gomperz M-ssämmtlicheWerke in guten Übersetzungen. Vgl. Lange,John Stuart M-s Ansichten über die Arbeiterfrage,Duisb. 1865, u. des Unterzeichneten: John StuartM. u. seine Schriften, 7 Essais in Deutsche Warte,5. u. 6. Bd., Karlsruhe 1874. Standbild auf demThemsekai in London (Nov. 1877). Bartling.
Mills (span.), Meile, s. d. u. I/SZna.
Millais, John Everett, engl. Geschichts-,Genre- u. Porträt-, anch Landschaftsmaler, geb. 8.Juni 1829 zu Southampton, Schüler von Saß u.der Londoner Akademie, stiftete mit Hunt, Collins,Brown u. Rossetti die Schule der sogen. Prärafae-liten, strebt aber gleichwol nach realistischer Wirkungseiner meist trefflich erfundenen Bilder, in denen lei-der nicht selten eine gewisse krankhaft romantischeSentimentalität zu Tage tritt. Am erfolgreichstenbewegt sich der vielseitig gebildete Künstler im höhe-ren Genre. Hauptwerke: Jesus als Kind in derWerkstätte seines Nährvaters; Die Hugenotten;Pilger nach St. Paul; Stella; Erinnerung anVe-lasquez; Rosalinda und Clölia im Ardenner Wald(nachShakespeare); Der Vorabend von St.Agnes;Unkraut aussäender Satan; Römer, Britannien ver-lassend; Moses während der Schlacht mit denAma-lekitern; treffliche Porträts. Regnet.
Millau (Milhaud), Stadt u. Hauptort in dem9 Cantone u. 50 Gem. mit 66,515 Ew. umfassen-den, gleichnam. Arr. des franz. Dep. Aveyron, amTarn unterhalb der Mündung der Dourbie, Sta-tion derFranz. Südbahn; Gerichtshof erster Instanz,Friedens- und Handelsgericht, Commnnal-College,Handels-, Gewerbe - und Ackerbaukammer, Hand-schuhfabrikation, zahlreiche Loh- n. Weißgerbereien,Handel mitHäuten, roher u. gesponnener Schafwolle,Vieh, Wein, Mandeln u. Käse, Steinkohlenbergbau;1872: 13,877 Ew. (Gemeinde 15,09'5). H' Berns.
Milledgevillc, Stadt im Baldwin County desnordamerikan.Unionsstaares Georgia, an mehrerenEisenbahnen,Mittelpunkt eines reicheuBaumwollen-districts, Sitz der Oglethorpe Uuiversity; 7550 Ew.M. war bis 1868 Hauptstadt des Staates.
Millcfiori (ital.), wörtlich: tausend Blumen,eine besondereArt künstlicherHerstellungverschieden-sarbiger Gläser (s.Glas III,O.), welche zu mannig-fachen Formen, wie Kugeln, Dosen, Schalen, Po-kalen rc. verarbeitet werden u. durch die freien, re-gelmäßig verschlungenen Linien, welche die verschie-denfarbigen Fäden u. Stäbe bilden, einen anmuthi-gen, filigranartigen Eindruck machen. DasBerlinerMuseum besitzt in der betreffenden Abtheilung derSammlung aus dem Gebiete der Kleinkünste eine
große Anzahl werthvoller Arbeiten dieser Art. DieHerstellung der M. ist sehr alt; Reste verschieden-farbiger Gläsern von theils mosaikartiger, theils fili-granartiger Form haben sich noch aus altchristlicherEpoche (in Byzanz n. Rom) erhalten. Später con-centrirte sich die Fabrikation der M. in NJtalien,namentlich in dem durch seine Glasindustrie über-haupt berühmten Venedig, woher anch die meisten inden Kunstsammlungen befindl. M-Gläser stammen.Im 17.Jahrh. war indessen die Fabrikation der M.ganz in Vergessenheit gerathen, bis sie erst in unseremJahrhundert wieder in Aufnahme gekommen ist.
lVüIIenmm (lät.), das Tausendjährige Reich; da-her Millenarier, so v. w. Chiliasten.
Miller,1) Johann Martin, deutscher Dichter,geb. 3. Dec. 1750 in Ulm, schloß sich in Göttingen,wo er seit 1770 Theologie studirte, dem Hainbundean, wurde nach einem kurzen Aufenthalt in Leipzig1775 Vicar der oberen Klasse des Gymnasiums inUlm, 1780 Pfarrer in Jungingen, 1781 Professorin Ulm, 1783 Prediger am dortigen Münster, 1804Consistorialrath, 1809 Stadt- u.Districtsdekan, 1810Dekan n. geistlicher Rath, st. 21.Juni1814 in Ulm.Wir nennen unter seinen Schriften: Siegwart, eineKlostergeschichte, Lpz. 1776/2 Bde.; Lieder, Elegienn. vermehrte Gedichte, Ulm 1783 (darin die zu Volks-liedern gewordenen: Das ganze Dorf versammeltsichre.; Es leben die Alten rc.). Vgl. R. Prutz, DerGöttinger Dichterbund, Lpz. 1841. 3) Ferdinandvon, berühmter Erzgießer der Gegenwart, geb. 18.Oct. 1818 zu Fürstenfeldbruck bei München, fandfrühzeitig Aufnahme bei seinem mütterlichen Oheim,dem Inspektor der Münchener Erzgießerei I. B.Stiglmaier, besuchte die dortige Bürgerschule u. er-lernte das Silberarbeitergewerbe. Nachdem er 1826die Kunstakademie bezogen und sich im Modellirengeübt, fand er nebenbei bei seinem Oheim Beschäf-tigung n.ward von diesem 1836 nach Paris geschickt,um sich mit der neueren Technik des Erzgusses ver-traut zu machen. Dort arbeitete M. bei Soycr undaußerdem in einem großenVergoldergeschaft u. kehrtereich an Erfahrungen heim, die es ihm ermöglichten,die Kolossalstatnen wittelsbachischer Fürsten imThronsaal des Festsaalbaues der königl. Residenz inMünchen im Feuer zu vergolden, ein Werk, das inParis für unmöglich erklärt worden war. Er lieferteanch, 1844 damit beginnend, nach sechsJahren denGuß der Schwanthalerischen 19 m hohen Bavariavor der Ruhmeshalle bei München. Seitdem lieferteM. der alten und neuen Welt eine lange Reihe vonmeist kolossalen Güssen. Auch entwickelte er in derheimischen Gemeinde wie als bayerischer Landtags-und als Reichstagsabgeordneter eine ersprießlicheThätigkeit, regte u. A. auch das Reichsgesetz überdas geistige Eigenthum an Werken der Kunst u. derIndustrie an. Für seine Verdienste um die haupt-sächlich von ihm ins Leben gerufene deutsche Kunst-u.Kunstgewerbe-Ausstellnng von 1876inMünchen,ward er, als Ritter des bayer. Kronenordens schonpersönlich geadelt, dem erblichen Adel einvsrleibt.Seit dem Tode Stiglmaiers 4. März 1844 ist M.Inspektor der königl. Erzgießerei. B Regnet.
Miller, 1) Thomas, engl. Schriftsteller, geb.31.Ang.1807 zu Gainsborough (Grafsch. Lincoln),st. in London 25. Oct. 1874. Erst Kleinknecht aufeiner Farm, ward er dann Korbmacher u. benutzte
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