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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
Entstehung
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Mignet —

geb. 25.Oct. 1800 zu St.Flour, st. 24. Oct. 1875zu Paris. Er gab das statistische Sammelwerk:ÖairaloAms errrsus eomplstus ssu bibliottrsoa uni-vsrsalis sauetorum patrnm serlptoramgllo sools-8ias, Par. 1844 ff., heraus; auch gingen die Jour-nale I/uuivsr8 rsiibieux u. Oa vsrits aus der vonihm gegründeten Buchdruckerei hervor. LMer.

Mignet, Francois Auguste Marie, franz.Geschichtschreiber, geb. 8. Mai 1796 in Aix; wurde1818 Advocat, legte sich 1821, durch einen akademi-schen Preis ermnthigt, auf die Schriststellerei, hieltim Athenäum Llusseheu erregende oppositionelle Vor-lesungen, betheiligte sich an der Julirevolntion undwurde 1830 Staatsrath u. Director des Archivs imMinisterium des Auswärtigen, 1836 Mitglied derAkademie. Sein Hauptwerk ist: Mstoirs äs 1a rs-volutiou traust., 1824 (in Deutschland 6 Mal über-setzt). Er gehört zur philosophischen Schule u. hul-digt fatalistischen, die Revolution entschuldigendenAnsichten, die er jedoch in späteren Auflagen gemil-dert hat. Ferner schr. er: ÜsAooiatiorw rslativss Lla sucosssioll ä'LspaKue, 1836—42; Os 1a ksaäa-lits äes illstltutaolls äs Ovals XI., Par. 1822;Oisb. äs la rskormatiou, ebd. 1833; Xotiess etmsmoirss ülstorigllss, ebd. 1843; Xntonio Osrsrst Ollllippell, ebd. 1845; Vis äs§rall1äin, 1848;Listoire äs Llaris Ltuart, ebd. 1850, 2Bde., 3.A.1854; 6üar1ss-(jllillt, 1854; berühmte Oloxos ki-storiciuss, 1864, rc. Bolchert.

Mignon (fr.), Liebling, Günstling. Die Bezeich-nung kam zuerst unter Heinrich IV. von Frankreich1576 für dessen jugendliche Günstlinge aus.

Mignon (Minjou), Abraham, Blumen- undFruchtmaler, geb. 1630 in Frankfurt a. M., gest.1679 in Wetzlar; war ein Schüler von De Heem n.seiner Zeit sehr geschätzt.

Migräne (Hemikranie, halbseitiger Kopfschmerz,nervöser Kopsschmerz), von Zeit zu Zeit, bei Frauenmeist zur Zeit der Periode, wiederkehrende Anfällevon halbseitigem, selten doppelseitigem heftigemKopfschmerz, die gewöhnlich einen Tag lang an-halten und dann in eine längere Pause völligenWohlseins übergehen. Der Schmerz ist bohrend,drückend und so hestig, daß der Patient völlig un-fähig ist, seine Geschäfte zu verrichten; er sucht dasBett auf, bohrt sich mit seinem Kopfe in die Bett-kissen und flieht ängstlich alle Schall- und Lichtein-drücke. In der Regel ist Erbrechen vorhanden undsteigern Nahrungsmittel den Kopfschmerz. Der An-sall endigt mit Schlaf, aus welchem der Kranke ge-sund erwacht. Die Krankheit ist ein Leiden des sym-pathischen Nerven; man unterscheidet zwei Formen;die eine Form entsteht durch Lähmung der Faserndes Sympathicus, welche die Gefäße des Ohres, derKopfhaut und wahrscheinlich auch der Hirnhaut ver-sorgen (die paralytische M.); durch stärkere Anfüll-ung der gelähmten Blutgefäße entsteht ein Druck aufdie benachbarten sensibeln Nerven und dadurch derSchmerz. Die zweite Form der M. beruhtauf einemKramps der Gesäßmuskeln und Druck der hart ge-spannten Blutgesäße auf die sensibeln Nerven (dieconvulsivische M.). Man erkennt diese Formen anfolgenden Erscheinungen. Bei der ersten Form istdie leidende Kopshälste stark geröthet, wärmer, dasWeiße im Auge geröthet, die Schläfenschlagader er-weitert, ihre Welle weich; bei der zweiten Form ist

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die leidende Gesichtshälste blaß, die Schläfenarteriestrangartig hart u. vorspringend. Der Verlauf derM. erstreckt sich immer auf eine lange Reihe vonJahren n. die Krankheit gehört zu den unheilbaren,obwol Milderungen möglich sind. Sie hört oft vonselbst auf u. zwar bei Frauen mit dem Wegbleibender Periode in der Mitte der 40er Jahre; bei Män-nern etwas später, etwa in den 60er Jahren. Fer-ner ist die Krankheit erblich und kommt am häu-figsten vom 20. bis 25. Lebensjahre, bisweilen je-doch auch weit früher zur Entwickelung. Bleichsüch-tige u. Blutleere, ferner Personen mir regem Ver-stände bei vielen geistigen Anstrengungen werden amhäufigsten befallen. Eine Gefahr für das Leben bietetdie M. niemals. Gegen die Anfälle haben sich Gaf-feln, Chinin, Terpentinöl, Ergotin, Amylnitrit undder constante galvanische Strom (Mittel, die jedochnach den Formen der M. ausznwählen sind) bes.bewährt. Daneben ist Fernhaltung von allen Sin-nesreizen, Bettruhe, möglichste Enthaltung von Nahr-ung im Anfalle geboten. Nach dem Anfalle suche mansonstige Störungen im Körper zu beseitigen u. ver-ordne bei Blutleeren u. Bleichsüchtigen Eisen, kräf-tige Nahrung, Land- u. Seeluft; bei Stockungen imUnterleibe Abführmittel. Kunze.

Migration, Wanderung.

Miguel (Port.),s.v.w. Michael. DomM.,s.d.11).

S. Miguel, die größte, wichtigste u. am stärkstenbewohnte Insel aus der Gruppe der Azoren (NW.-Afrika) 246 Im lang u. 45—70 km breit, gebirgig,vnlk., von Erdbeben häufig heimgesucht; sehr frucht-bar; über 100,000 Ew.: Hauptst.: PuntaDelgada.

Migulinskaja, Staniza in der rnss. Prov. desDonschcm Heeres, am rechten Ufer des Don; ein inletzter Zeit rasch aufgeblähter Ort, der 1859 erst 960und 1872 bereits 18,698 Ew. zählte.

St.-Mihiel, Stadt imArr. Commercydcsfranz.Dep. Meuse, an der Maas, Station der franz. Oft-bahn (Lerouville-Sedan); Gerichtshof 1. Instanz rc./Eommunal-College, Secnndärschule für Mädchen,öfsentl. Bibliothek von 13,500 Bänden; Fabrikationvon Stickerei-u. Strumpfwaaren, Spitzen, Tuch, Öl,Leder, Papier, Leinwand, Banmwollengarnu.math.Instrumenten, Kupfergießerei; 1872: 4285 Ew.

Mihmandar, ein aus dem Persischen ins Tür-kische übergegangenes Wort, eigentlich Gasthalter,Gastfllhrer, bezeichnet im Türkischen einen höherenBeamten, der mit dem Empfang der fremden Ge-sandten betraut ist.

Mijas, ein etwa 350 km langer, flößbarer Ne-benfluß des Jsset (eines Nebenflusses des Tobol) imöstl. Rußland; entspringt auf dem Ural im Gouv.Ufa, durchströmt dann das Gouv. Orenburg n. mün-det im Gouv. Perm.

Mijask (Miask), Bergwerksort im rnss. Gouv.Orenburg, am östl. Abhange des Ural, im goldrei-chen Thale des Mijas; wurde 1776 als Eisenwerkgegründet; hat Goldwäscherei (jährliche Ausbeute auGold 30—40 Pud) seit 1799 u. eine ausgezeichneteMineraliensammlung.

Mikado, der Titel des Herrschers von Japan,s. d., S. 583.

Mikania IVrAL, Pflanzengatt, aus der Fam. derOompositkrs-OllpatoriL0öas-Oupakorisus(XIL,1),Sträncher.od. kletternde Kräuter mit gegenständigenBlättern u. kleinen weißen oder gelblichen, zusam-