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13 (1891) Bis an die Schwelle der Kolonialpolitik
Entstehung
Seite
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Wer ist schuld an der Verschleppung? 2ÜJ

schwere Krankheit lange Zeit verhindert worden, den Ge-schäften meine volle Thätigkeit zuzuwenden, und wendeihnen jetzt zu, was mir wieder an Gesundheit zu teilgeworden ist. Eine solche Behauptung, so leichthin insLand geworfen, als wenn wir, die wir verantwortlichsind für den Geschäftsbetrieb, wichtige Vorlagen bei unsliegen ließen, meine Herren, die halte ich nicht für kairpla^ und nicht für berechtigt, und ich hoffe, der Herr-Abgeordnete Kapp wird so ehrlich sein, sie entweder zu-rückzunehmen oder den Beweis zu führen. Ich forderediesen Beweis von ihm, daß bei mir die Sache auch nureine Viertelstunde länger gelegen hat, als zu meinerUnterschrift notwendig war. (Hört! hört! rechts.)

Dann muß ich der zweiten Behauptung widersprechen,daß die Reichsregierung bei den Verhandlungen mit demSeniorenkonvent ihre Zustimmung dazu gegeben habe,daß diese Vorlage vertagt werde. Ueber die Möglich-keit, einzelne Vorlagen nicht weiter zu urgieren und umihretwillen die Session des Reichstags nicht über denWunsch der Majorität hinaus zu verlängern, haben wir,die wir darüber zu beraten haben, vielfach gesprochenund sind in Bezug auf diese Vorlage zu der Ueberzeugunggekommen, daß es wünschenswert wäre, wenn sie wenigstensnoch zur zweiten Beratung käme. Die gegenteilige Ueber-zeugung, daß von ihr überhaupt nicht mehr die Redesein solle, ist aus dem Schoße dieses Hauses von ver-schiedenen Elementen und ohne Widerspruch geltend ge-macht. Von seiten der Regierungsvertreter ist dabeigesagt worden: wenn wir ein vollzähliges Haus nichthaben, und wenn das Haus die entschiedene Abneigunghat, diese Vorlage noch zu beraten, so können wir esnicht erzwingen, wenn wir auch die Sitzungen verlänger-