Revolutionäre Auffassung des Völkerrechts. 153
die er innerhalb der Parteigenossen des verstorbenenLaster gehabt hat, aufrichtig genug gewesen wären, umihn dazu zu veranlassen, daß er vielleicht eine vertrau-liche Besprechung erst über diese Mitteilung gesucht hätte.Es ist das aber nicht der Fall gewesen. Mir blieb alsonichts anderes übrig, als in höflicher Weise die mir zu-gedachte Briefträgerrolle abzulehnen. Ich habe dies, wieich schon bemerkte, absichtlich unter Vermeidung jederErörterung völkerrechtlicher Prinzipien gethan und ohneBezugnahme auf den republikanischen Gedanken, der ineinigen unserer revolutionären Blätter vertreten gewesenist, daß man leider den richtigen Modus des Völkerver-kehrs von Parlament zu Parlament noch nicht entdeckthätte — Sie werden ihn auch schwerlich entdecken: auchwenn Sie sich auf die Stellung des französischen Kon-vents zurückziehen, so werden Sie doch nicht dazu imstände sein. Man sieht daraus, was in allen diesenKreisen, die in der Presse wirken, für utopische und fürdie Ruhe des menschlichen Geschlechts im höchsten Gradebedenkliche Anschauungen von Völkerrecht und Staats-recht spuken. So lange ich im stände bin, meinenMund in hörbarer Weise zu öffnen, werden Sie michauch am Platze finden, zu kämpfen gegen eine durch unddurch revolutionäre Auffassung von Völkerrecht. (Bravo!rechts.)
Ich habe deshalb in einem, wie ich glaube, höflichenSchreiben unseren Gesandten in Amerika instruiert, zuerklären, daß ich wegen dieses bedauerlichen Zusatzesnicht in der Möglichkeit wäre, die Resolution zu über-geben. Dieses Schreiben ist in unserer Presse systema-tisch totgeschwiegen; es paßte nicht in den Charakter, denman mir gegeben hat, in das Zeugnis, was man mir