Queenston
zu erreichen. Zwischen dem 17. u. 19." s. Br. er-heben sich an der Küste die vereinzelten Bellenden KerHills über 1700 in u. im Inneren auf einem Basalt-Plateau ein ausgebrannter Vulkan (Mt. Lang), angeb-lich über 2000 m. Die Flüsse sind ziemlich zahlreich;nach O. winden sich der Cuyar, Burnett, Fitzroy,Burdekin(Wickham) River; zum Gebietedes DarlinggehörenderBarwan,Balonne(Condamine),Warego;in den Carpentariagols münden der Mitchell, vanDiemen, Norman u. Flinters River. Das Klima istentschieden tropisch, die meisten Gebiete den Mon-suns ausgesetzt; eine täglich von 9 Uhr wehendeSeebrise kühlt die Hitze stark ab, so daß selbst Euro-päer den ganzen Tag der Arbeit obliegen können.An Prodncten scheint das Land sehr reich zu sein;Kohlen, Gold, Kupfer werden gewonnen. Der Bo-den ist äußerst fruchtbar; im Innern vorzüglich zurVieh- (Schaf-, Rinder-) zncht geeignet, in den Äü-siengegenden gedeihen Zucker, Indigo, Baumwolle,Palmen, Weinreben, Paragnaythee, Kaste; mancheGegenden sind starken Überflnthnngen ansgesetzt.181,288 Ew., meist englischer Abkunft; Einwander-ung (1875) 24,809, Auswanderung 9840 Personen.Die Hauptbeschäftigungen sind Viehzucht u. Plan-lagebau; Verkehr in starker Entwickelung; Eisenbah-nen (1875) 427 km. 1875 betrug die Einnahme1,261,464 Psd. St., die Ausgabe 1,404,198, dieSchuld 6,948,586 Pfd. St. Handel 1875: Werthder Einfuhr 3,328,009 Pfd. St., davon 1,262,000aus England, derAnsfuhr 3,857,576 Pfd.St., davonnach England 879,000. In Edelmetallen wurden für74,000 Psd. St. ein- und für 1,508,000 Pfd. L>t.ausgefllhrt. Außerdem bestand die Ausfuhr in Zucker,Rum, Baumwolle (2,000,000 Pfd.), Wolle, Häute,«onservirtem Fleisch rc. Q. gehörte früher zu Ncu-Slld-Wales, wurde 1859 getrennt und erhielt 1860seine jetzige Verfassung. Hauptstadt Brisbane. Dronie.
Quecnston, Ort in der canad. Prov. Ontario,am Niagara, unterhalb der Fälle. Auf einer nahenHöhe (tznovnstvn Hi^IUs) Denkmal des englischenGenerals Brock, welcher hier 1812 gegen die Ame-rikaner fiel.
Qucenstown (früher Cove), Stadt in der Graf-schaft Cork der irischen Prov. Munster, an der steilenSKuste der Greatinsel im Hasen von Cork, Eisen-bahnstation; Hafen (durch 2 Forts vertheidigt); 1871:5222 Ew. — Wegen seines milden Klimas wird Q.von Kranken und Reconvalsscenten viel besucht.
Queich, linker Nebenfluß des Rheins im bayer.Regbez. Pfalz; entspringt südlich von der Falken-burg bei Hauenstcin im Wasgangebirge, durchfließtdas Anuweilerthal u. mündet nach einem Laufe von52 km bei Germersheim. Er bildete vormals dieGrenze zwischen dem Elsaß und Deutschland, auchnach dem 1. Pariser Frieden von 1814, währenddiese Grenze 1815 an die Lauter verlegt ward, undbis 1870 so blieb.
Queis (Queiß), linker Nebenfluß des Bober imprenß. Regbez.Liegnitz, entsteht auf demJserkammeam Weißen Flinsberg; bildet anfangs eine Mengekleiner Wasserfälle und mündet nach einem 105 kmlangen Laufe oberhalb Sagau. Er enthält Perl-muscheln und Goldsand.
Qneiffer, 1) Karl Traugott, Posauneuvir-tnos, geb. 12. Jan. 1800 zu Döben bei Grimma;kam 1817 nach Leipzig, wurde 1821 im Theater u.
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am Concert angestellt, wirkte von 1824 als Bratschist,componirte Einiges für sein Instrument, das er zu-erst als Solo-Instrument einführte, u. st. 12. Juni1846. 2) Johann Gottl., geb. 1808 ebendas.,Bruder des Vor., Baß-Posaunist und Mitglied derDresdener Kapelle.
Quelle, aus dem Innern der Erde hervorfließen-des Wasser. Die Q-n geben, nebst Len schmelzendenSchnee- u. Eismassen der Alpengebirge, sowie demfrei abfließenden stiegen- u. Schneewasser, Len flie-ßenden Wassern der Erde ihren ersten Anfang. Sieentspringen vorzugsweise an höher gelegenen Orten,doch nie aus dem Gipfel eines Berges u. erscheinenfast überall, wo der Erdboden hinlänglich porös ist,um die Ausnahme und Len Zusammenfluß des aufdasselbe niederfallenden atmosphärischen Wassers zubegünstigen. Dieses dringt in die Erdritzen u. Spal-ten ein, fließt darin, oft bis zu sehr bedeutenden Tie-fen, fort, bis es einen Widerstand findet (z.B. Thon-lager), wird nun hydrostatisch gehoben u. kommt anStellen zum Vorschein, wo es die Beschaffenheit desBodens gestattet. Aus höheren Bergspitzen wirdaußer dem eindringenden Regen- und aufthauendenSchneewasser auch das dunstförmig in der Atmo-sphäre verbreitete Wasser vermöge der stärkerenWärmeausstrahlung u. folglich niedrigeren Tempe-ratur fortwährend niedergeschlagen. Die Q-n bre-chen entweder als strömendes Wasser hervor, oderbilden in Vertiefungen durch Hervorsickern sumpfigeWasseranhäufuugen, durch deren Überfließen an ab-hängigen Stellen Bäche entstehen.
Einige Q-n, des. die aus bedeutender Tiefe kom-menden, namentlich auch die gebohrten (artesischen)Spring-Q-n fließen ununterbrochen und immer ingleicher Stärke (s. Artesische Brunnen); die meistenQ-n ändern jedoch ihren Wassergehalt nach der Be-schaffenheit des Betrags des atmosphärischen Nieder-schlags. Oberflächlich entspringende Q-n, welche nurvom Nebeln. Regen sich nähren, verstechen im Som-mer allmählich. Solche dagegen, welche aus ge-schmolzenem Gletschereis sich nähren, sind im Som-mer, wo das Eis schmilzt, am wasserreichsten. MancheQ-n fließen periodisch, wie die sog. Hunger - Q-nod. Maibrunnen im nördlichen Deutschland, vomMai bis Juni oder Juli; sie brechen hervor, wennsich der Boden im Anfang des Frühlings schon somit Wasser gesättigt hat, daß das auf Len nächstenHöhen schmelzende Schneewasser nicht mehr ausge-nommenwerden kann. Andere fließen nur währendder Sommermonate (Frühlings-Q-n), andere nurim Winter; der sogen. Engstlerdrnnnen im schweizer.Kanton Bern fließt vom Mai bis zum August, abernur (doch nicht mit völliger Regelmäßigkeit) von 4Uhr Nachmittags bis 8 Uhr Morgens. Einen täg-lichen Wechsel haben noch mehrere Q-n, so in Peru,in den Pyrenäen, bei Nimes u. a. m. Manche Q-nzeigen Veränderungen, wenn das Wetter sich ändert,sie heißen wetterlaunige Q-n, sie trüben sichbei schlechtem Wetter, geben einen Geruch von sichoder verursachen Lurch aufsteigende Luftblasen einPoltern rc., so LerPolterbrnnnen inPaderborn, derTambour inAuvergne. Über das Jntcrmittiren derGeysir s. Art. Geysir. Auch aus dem Meeresgrundsteigen an verschiedenen Stellen mächtige Q-n her-vor, s. Meer, S. 729, 1. Sp. Die Temperaturder Q-n richtet sich im Allgemeinen nach den Ge-