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Bd. 14 (1879) Ostindienfahrer - Radeburg
Entstehung
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Q, q Quadratschcin.

Q, ls, Buchstabe, I) in der Lateinischen u. denRomanischen Sprachen g; gewöhnlich mit nach-folgendem n geschrieben, weshalb die alten römischenGrammatiker glaubten, es wäre aus 6 n. V entstan-den; vielmehr ist es das semitische - (Koph), welchesans dem Phönikischen Alphabet in die GriechischeSprache kam, wo es mit der Form ^ zwischen ?r u.L stand, später aber nicht mehr als Buchstabe, son-dern nur als Episemon (Koppa) für die Zahl 90gebraucht wurde; in den abendländischen Alphabetenist es der 16. Buchstabe; Consouant, zu den Guttu-ralen gehörig; 2) als Zahlzeichen: a) im Latei-nischen 500, 500,000; t>) in der Nnbricir-

ung 16; 8 ) als Abkürzung: a) in römischenInschriften, Handschriften, Münzen re. (jnintus,Hnaostor, gnarbns, gns, gningnonnalio; b) ausFranzthalern, welche bis 1709 geprägt sind, dieMllnzstadt Narbonne, seit 1709 Perpignan u. Cha-lons; v) auf Säcken mit spanischer Wolle so v. w.Quarta, vierte Sorte; ä) mit anderen Worten: y.0. d. v., Abkürzung für (juock cksus deno vortab,was Gott znm Besten lenke; y. o., für (juock sst,was bedeutet; y. e. cl., für tzuock erat ckowonskran-<>um, was zu beweisen war; y. ?. 1^. 5. 8., für gnoäkelix, kaustum, kortunatnm sit, was glücklich vonStatten gehen möge, Eröffnnugsformel für Gerichts-u. andere wichtige Verhandlungen; y. r., für guoärectum, was recht; y. s., für guantum vatis, so vielals eben genügt.

yus (lat.), insofern, in seiner Eigenschaft als.

Quacksalber, medicin. Pfuscher, vgl. Charlatan.

Quaddeln, s. Ncsselausschlag.

Qnadcn, deutscher Volksstamm, zu denSuevc»gehörig und in dem heutigen Mähren bis vielleichtOber-Ungarn seßhaft. Ein Thcil von ihnen bildeteunter dem König Vannins seit 19 n. Ehr. einen rö-mischen Clicntclstaat zwischen March u. Gran. Indem Krieg der Markomannen waren sie deren Ver-bündete gegen die Römer u. konnten erst nach einerschweren Niederlage 176 von Marc Aurel durch An-lage von Castellen zur Ruhe gebracht werden. Inspäterer Zeit durch Caracalla mit den Markomannenentzweit u. bedeutend geschwächt, erschienen sie 374wieder plündernd in Pannonien aus Rache für denverrätherischen Mord ihres Königs Gabinins durchden Römer Marcellian. Im 5. Jahrh. folgten sieAttila nach Gallien; seitdem verschwindet ihr Nameaus der Geschichte. Thielemann.

Quader, ein Stein, welcher wie ein Würfel od.ein langes kubisches Viereck gestaltet, od. wenigstensauf einer Seite rechtwinklig behauen ist.

Quadersandstein, s. u. Kreideformation.

Quadra, Insel, so v. w. Vaucouvers Insel.

yuaöeagdna (lat.), in der Katholischen Kirche inBezug aus Fasten, Bußen u. daun Ablaß ein Zeit-raum von 40 Tagen.

Yuallragoslms (lat.), der 40. Tag vor Charfrcitag,der Sonntag Jnvocavit, von welchem ab die große40tägige Fastenzeit beginnt, daher auch so v. w.Fastenzeit.

yuaöeans, röm. Münze, f As, auch als Maß undGewicht der vierte Theil der Einheit; im früherenMedicinalgewicht 3 Unzen.

Quadrant, 1) der vierte Thcil eines Kreises;2) (astronomischer Q.) ein älteres, außer Gebrauchgekommenes Instrument zur Wiukclmcssung, welchesaus einem in Grade rc. gcthcilteu, in vertikaler Ebeneausgestellten Viertclkrcis bestand. Größere Instru-mente dieser Art, welche in der Ebene des Meridiansan einer Mauer befestigt wurden, hießen Maner-Q. Thcho Brahe soll sich ihrer zuerst bedient haben.Da sie indessen nicht die Genauigkeit geben, wie dieVollkrcisc, sind sie durch die Einführung der letzterenvon den Sternwarten verdrängt worden. Specht.

Quadrautcnclektrometer, s. Elcktricität.

Quadrat (vom Lat.), ein gleichseitiges, recht-winkliges Parallelogramm. Daraus, daß die Maß-zahl des Inhaltes eines Parallelogramms durchMultiplikation der Maßzahlcn von Grundlinie undHöhe gefunden wird, sie Maßzahl des Inhaltes einesQ-s also die zweite Potenz der Maßzahl seiner Seiteist, erklärt sich derGebrauch der Arithmetik, die zweitePotenz einer Zahl (eine Zahl multiplicirt mit sichselbst) das Q. der Zahl zu nennen. 7'- bedeutet dasQ.von 7, LN dasQ., dessen Seitens ist. Buchrncker.

Quadrate (Schriftg.), größereAusschließuugen,welche mehrere Gevierte ansmachen u. bes.zumÄns-schlicßcn der Ausgangszeilen benutzt werden.

Qundratfust :c., s. n. Quadratmeter.

Quadratisch, geviert,insGevierte; QuadratischeGleichung, eine Gleichung (s. d.) zweiten Grades.

Quadratkilometer , s. Qnadratmeile.

Quadratmaß (Geviertmaß), s.v. w.Flächenmaß.

Quadratmeile, eine Meile ins Geviert. Einegeograph. Q. 55,^ Hskm 21 engl. Q-n;1 LZüm 0,ol»ig Q. 0 ,^, engl. Q.; 1 engl.Q. 0,<72 geogr- Q. -- 2 , 5 «^ Hjbm.

Quadratmeter. Vergleichung des Q-s miteinigen Quadratsußen.

Meter

Suß

Pariser

England

Rußland

Preußen.

(alteProv.)

Dänemark

Oesterreich

1

9,4768

10,764

10,152

10.007

0,1055

1

1,1359

1,1071

1,0560

0,0929

0,8804

1

0,9-131

0,9297

0,0935

0,9335

1,0603

1

0,9858

0.0852

0,8073

0,9169

0,8648

1

Qnadratrix (v. Lat.), eine transscendente Curve,welche der Mathematiker Hippias von Elis für dieDreitheilnng eines Winkels durch Construction er-funden haben soll. Wenn sich in einem Quadratdie eine Seite mit gleichförmiger Ge-schwindigkeit um den Punkt ^ dreht, so daß sie indie Lage von läO kommt, u. wenn in derselben Zeitdie Seite LO sich parallel mit sich selbst mit gleich-förmiger Geschwindigkeit ebenfalls in die Lage von.^1) bewegt, so beschreibt der Schnittpunkt beider be-wegten Linien eine Q. Dinostratos hat sie späterzur Quadratur des Kreises benutzt.Quadratschein, s. Aspekten.